Draußen und drinnen
By: Ronald
tags: Ülo, Bahnhofstraße, Bergbau, Dudweiler, Monsieur Hulot, Nachtaufnahme, Neuhauser Weg, Schönweibergass
Category: Dudweiler, Foto, Fotografie
Draußen und drinnen
In diesem Fotoblog haben wir ja schon mehrfach aus meinem Arbeitszimmerfenster geschaut (gen Süden). Heute schaun wir mal aus dem Wohnzimmerfenster (Richtung Nordwest).
Die Aufnahme entstand Anfang Februar 2002, ist also ziemlich genau sieben Jahre alt.
Rechts im Vordergrund das „Monsieur Hulot“, meist kurz „Ülo“ genannt. Seit jeher eine beliebte Studentenkneipe, in der aber auch zahlreiche „Ältere“ verkehren.
Die breite Straße ist der Neuhauser Weg, der zur Autobahn auf der Grühlingshöhe führt und – was wohl noch wichtiger ist – zur Metro. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon von Autofahrern nach dem Weg zur Metro gefragt wurde. An diesem Standort müsste ich antworten: „Immer geradeaus den Berg hoch. Wenn Sie fast ganz oben sind, geht es rechts ab, aber das sehen Sie sofort an den Hinweisschildern.“
Die schmalere Straße links ist die Bahnhofstraße, die – wie der Name schon verrät – zum Dudweiler Bahnhof führt. Was aus dieser Entfernung nicht zu erkennen ist, führt auf eine nette Geschichte. Vor einigen Jahren hat man in Dudweiler zusätzlich zu den aktuellen Straßenschildern ein weiteres Straßenschild angebracht, das den historischen Straßennamen zeigt. Seither prangt über dem Straßenschild „Bahnhofstraße“ ein zweites Schild mit der Aufschrift „Schönweibergass“. Zu den Zeiten, als Dudweiler dank des Bergbaus eine blühende und Gemeinde war, marschierten die Bergarbeiter in Scharen durch die Bahnhofstraße und die Sudstraße, um zu ihrer Grube und zurück zu kommen, wobei sie sicherlich den ein oder anderen Abstecher in eine der zahlreichen Kneipen unternahmen. Die Bahnhofstraße und die Sudstraße, die mittlerweile arg heruntergekommen sind, gehörten damals noch zu den Prachtstraßen, was an einigen Fassaden heute noch gut zu erkennen ist. Und während seinerzeit die Arbeiterscharen durch die Straßen zogen, schauten die Dudweiler Mädels – die schönen Weiber – aus den Fenstern. Den Bergarbeitern und ihrer harten Arbeit wird man heute wohl kaum noch nachtrauern, wohl aber den schönen Weibern.
Auch fototechnisch ist dieses Bild recht interessant. Ich habe von innen durch das geschlossene Fenster fotografiert und dadurch erhält man bei genauerem Hinsehen auch einen Blick ins Wohnzimmer: die Lampe, rechts oben, die sich aufgrund der Doppelverglasung doppelt spiegelt, und das Bücherregal, das den Abschluss des Neuhauser Wegs bildet.

[...] einer Wanderkarte ausgerechnet). Dieser Ausblick gehört leider nicht zu meinen Standardpanorama (siehe hier). Mein Wohnzimmerfenster zeigt nach Nord-West; die Halde Grühlingstraße liegt aber in Richtung [...]
[...] heute das Morgenrot dieses. Ich habe aus meinen Fenstern nicht so einen schönen Überblick wie Ronald oder Claudia oder eben auch Bettina. Früher habe ich im Dachgeschoß einer hundertjährigen Villa [...]