Herbstgedicht

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Hainschwebfliege Episyrphus balteatus

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Hainschwebfliege Episyrphus balteatus
(Heute hab ich mal einen Beitrag aus dem letzten Jahr hervorgekramt. Damit er nicht ganz untergeht, kriegt er nun einen Platz ganz oben.)


Hainschwebfliege Episyrphus balteatus

Nachdem ich gestern bei der Zuordnung eines Insektes unaufmerksam und voreilig war (was ich für eine Biene hielt, ist wohl eher eine Fliegenart), bin ich mir bei der Zuordnung dieses Exemplars ziemlich sicher: das ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus), auch Winterschwebfliege genannt. Aber auch bei den Schwebfliegen gibt es viele verschiedene Arten, so dass ich bei der Zuordnung nicht hundert Prozent sicher bin. Aber eine Schwebfliege ist es wohl mit Sicherheit.

Sie [die Hainschwebfliege] kann leicht mit einer Wespe verwechselt werden, da sie ihr Aussehen täuschend ähnlich imitiert. Eine solche Eigenart nennt man Mimikry. Beim genauerem Hinschauen erkennt man jedoch sofort, dass die Hainschwebfliege wie auch verwandte Arten nur zwei Flügel besitzt. Man stellt sie deshalb zu den Zweiflüglern, den Diptera. Die Wespe jedoch besitzt vier Flügel und wird zu den Hautflüglern (Hymenoptera) gestellt. Auffällig ist außerdem die fehlende Behaarung. (Wikipedia)

Wikipedia weiß auch zu berichten, dass die Hainschwebfliege im Jahre 2004 zum Insekt des Jahres gewählt wurde.

Der Name “Schwebfliege” ist übrigens ausgesprochen treffend. Ausgewachsene Schwebfliegen fliegen mit hoher Flügelschlagfrequenz bis zu 300 Hertz (schwirren) und können damit längere Zeit auch an Ort und Stelle „schweben“ (Wikipedia). Genau dies konnte ich schon mehrfach beobachten. Mit etwas Glück kann man daher eine Schwebfliege im Flug – beim Schweben – fotografieren.

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Systematik laut Wikipedia

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Ordnung: Deckelschlüpfer (Cyclorrhapha)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)
Gattung: Episyrphus
Art: Hainschwebfliege

Wissenschaftlicher Name
Episyrphus balteatus
(De Geer, 1776)

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Die Aufnahme entstand am 7. Juli 2009 an der zentralen Weggabelung auf dem Gehlenberg in Dudweiler. Das war einer der bislang wenigen heißen Tage im Juli 2009. An jenem Tag war es so heiß, dass ich im Wald kühlende Zuflucht gesucht habe. Ansonsten ist der Juli bei uns in diesem Jahr eher kühl und regnerisch. Kaum ein Tag ohne mehr oder weniger heftige Regengüsse. Heute liegt die Temperatur deutlich unter 20 Grad und geregnet hat es auch schon mehrfach.

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Tatort Löwenzahn

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Mord auf der Sulzbachtalaue - Tatort Löwenzahn

Mord auf der Sulzbachtalaue - Tatort Löwenzahn


Mord – XY ungelöst – Tatort – Löwenzahn – Spinne – Schmetterling – Kriminalpolizei – sachdienliche Hinweise – Mörder – Täter – Opfer – Zeuge – Bluttat – SOKO – Kommissar – Hornkraut-Tageulchen – Panemeria tenebrata – Eulenfalter – Sulzbachtalaue – Dudweiler


Tatort Löwenzahn
XY ungelöst – Die Kriminalpolizei bittet um Mitarbeit

Am Dienstag, den 18. Mai 2010 wurde ein Spaziergänger Zeuge einer Mordtat, die sich kurz vor 15 Uhr auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler ereignete. Die gar schröckliche Tat konnte der Zeuge auf dem Foto festhalten.

Zur Aufklärung der Tat hat Oberhauptkommissar A.S. von der SOKO lepiforum.de entscheidende Hinweise geliefert. Seine Beschreibung des Opfers
Die Vorderflügel-Oberseite des Opfers ist überwiegend braun; die Fransen sind schwarzbraun und grauweiß. Die Hinterflügel-Oberseite ist schwarz und gelb.
führte auf die richtige Spur. Im Umfeld des Tatortes hatte der Zeuge der Bluttat zuvor ein Individuum der Spezies Hornkraut-Tageulchen (Panemeria tenebrata), fotografiert. Auf Anfrage des Zeugen bestätigte Oberhauptkommissar A.S. von der SOKO lepiforum.de, dass es sich tatsächlich bei dem Opfer um Hornkraut-Tageulchen handelt.
Die Identität des Täters ist noch nicht näher bestimmt. Hier bittet die Kriminalpolizei weiterhin um sachdienliche Hinweise. Für Hinweise, die zur Identifikation des Täters führen, ist ein herzliches Dankeschön als Belohnung ausgesetzt.
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Die Gattung Panemeria tenebrata, der das Opfer der grausigen Bluttat angehört, gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Wikipedia weiß zu berichten, dass sie auch unter weiteren deutschen Namen bekannt ist, die aber ebenso ungebräuchlich sind wie “Hornkraut-Tageulchen”: Hornkrauteule, Hornkraut-Bunteule, Hornkraut-Tag-Bunteulchen, Hornkrautrasen-Tag-Bunteulchen, Finsterbraunes Sonneneulchen, Arbutuseulenphalene, Bärentraubeneulenphalene, Erdbeerbaum-Eulchen, Schafgarbeneule und Kupferbraune Mattstreifige Eule. Das Hornkraut-Tageulchen fliegt von Mitte April bis Mitte Juni und die Falter sind ausschließlich tagaktiv.
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Das Foto der schröcklichen Bluttat entstand am 18. Mai 2010 auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler.
Das untere Foto entstand am 20. Mai 2010 in der Nähe des Tatorts. Es zeigt ein putzmunteres Hornkraut-Tageulchen an einem Hahnenfuß. Gottseidank sind nicht alle Hornkraut-Tageulchen dem Mörder auf der Sulzbachtalaue zum Opfer gefallen.
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Hornkraut-Tageulchen

April-Wetter im Mai

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Großer Wollschweber auf Roter Lichtnelke

Großer Wollschweber auf Roter Lichtnelke


Wetter – April – April-Wetter – Mai – Mai-Wetter – Deutscher Wetterdienst – Saarland – Saarland-Wetter – Sonnenstunden – Regen – Sulzbachtalaue – Großer Wollschweber – Bombylius major – Hummelschweber – Rote Lichtnelke – Silene dioica – Wiesenblumen – rote Blüten – Frühlingsblüher – Wiesenpflanzen – Wildpflanzen

April-Wetter im Mai

Dieses interessante Tier ist uns ja bereits vertraut: es ist der Große Wollschweber (Bombylius major), den wir vor Kurzem auf einer Wiesen-Schaumkraut-Blüte kennengelernt haben. Jene Begegnung fand auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler statt. Auch das heutige Foto entstand auf der Sulzbachtalaue. Heute sehen wir den Guten aber nicht auf Wiesen-Schaumkraut, welches er offenkundig außerordentlich schätzt, sondern auf einer Roten Lichtnelke (Silene dioica; eine Kreuzblütlerverwandte). Nachdem im April auf der Sulzbachtalaue überwiegend weiß- und gelbblühende Frühlingsblumen dominierten, haben sich in den letzten Tagen violette und mit der Roten Lichtnelke auch rote Blütentöne dazugesellt.

Auf meinem Dudweiler-Blog habe ich über das April-Wetter im Saarland berichtet und mein subjektives Fazit lautete: der April 2010 war überdurchschnittlich sonnig, er war aber leider etwas zu kühl und er brachte deutlich weniger Regen als üblich. Mittlerweile habe ich auch offizielle Daten zur Wetterstatistik. Laut dem Deutschen Wetterdienst war das Saarland im April das wärmste Bundesland. Die Durchschnittstemperatur betrug 9,7 Grad und lag damit deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 8,2 Grad. Hier war also mein subjektiver Eindruck völlig falsch. Aber unbestritten bleibt, dass der April 2010 ungewöhnlich sonnig war. Mit 234 Sonnenstunden belegte das Saarland die Spitzenposition unter allen Bundesländern, wobei der Normalwert von 159 saarländischen April-Sonnenstunden fast um 50 Prozent übertroffen wurde.

Während der April ganz und gar kein typisches April-Wetter brachte, schickt sich nun der Mai an, all dies nachzuholen. In den bisherigen zweieinhalb Maitagen gab es häufige Wechsel von kräftigen Regenschauern und Sonnenschein und die Temperaturen sind deutlich gesunken.

Mein Spaziergang zur Sulzbachtalaue erfolgte kurz nach einem heftigen Platzregen. Da es noch recht kühl war, verharrte der gute Wollschweber in Kältestarre auf der Roten Lichtnelke. So konnte ich ihn in aller Ruhe fotografieren. Nach einer Weile war er durch die durchbrechenden Sonnenstrahlen so weit aufgeheizt, dass er sich schließlich in seinem typischen Schwebflug, der an einen Hubschrauber erinnert, davonmachte.

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Streiterei im Ententeich

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Streiterei im Ententeich

Streiterei im Ententeich

Enten – Stockenten – Streit – Kampf – Rivalen – Rivalenkampf – Rivalität – Nebenbuhler – Eifersucht – Teich – Weiher – Frosch – Frösche – Froschlaich – Kaulquappen – Tiere – Tierfotos – Entenfotos – Natur


Streit im Ententeich

Bislang ging es auf diesem Blog friedlich zu, doch heute wird es mal ein wenig kämpferisch.

In der letzten Zeit bin ich überwiegend durch die Sulzbachtalaue gestreift und habe dabei in der Regel auch den kleinen Teich im Wiesengrund besucht.

Die Sulzbachtalaue ist zurzeit der Ort, an dem die Frühlingsvegetation am weitesten fortgeschritten ist. Dort gab es bereits im März zahlreiche Frühlingsblüher und seither sind etliche „Neulinge“ hinzugekommen, zum Beispiel Hahnenfuß, Vergissmeinnicht, Spitzwegerich, Wicke; und zahlreiche Pflanzen stehen gerade in den Startlöchern. Außerdem locken die ausgedehnten Wiesen-Schaumkraut-Bestände den Aurorafalter an – über meine Jagd nach diesem schönen Falter habe ich ausführlich auf dem Schmetterlinge-Blog berichtet.

Der kleine Teich im Wiesengrund ist ein Miniatur-Paradieschen. Im Teich habe ich Ende März Froschlaich entdeckt. In einem riesengroßen Klumpen von mehreren Tausend Froscheiern waren die Embryonen gut zu erkennen. Bald darauf sind die Kaulquappen geschlüpft und ich verfolge regelmäßig ihre Entwicklung. Über Kaulquappen und Frösche werde ich wohl demnächst mal berichten.

Nun zum eigentlichen Thema: Gestern entdeckte ich – was nicht ungewöhnlich ist – ein Stockentenpärchen am Weiherrand. Die Dame saß friedlich im Gras und der Herr war so eifrig mit Gefiederputzen beschäftig, dass ich mich bis auf etwa vier Meter nähern konnte. Nach einer Weile trotteten die beiden zum Teich, auf dem bereits ein Stockenten-Männchen herumschwamm. Kurz darauf wurde ich Zeuge eines Rivalenkampfes. Sobald das fremde Männchen dem Entenpärchen zu nahe kam, schwamm der Enten-Gatte zunächst langsam mit gesenktem Kopf auf den Rivalen zu und sauste dann mit lautem Geschnattere auf ihn los. Der Rivale flatterte davon, landete aber gleich wieder auf dem Teich; und der Verteidiger schwamm eilig zu seiner Dame zurück. Sobald der Rivale wieder näher kam, ging das Schauspiel von vorne los. Diese Szene wiederholte sich sechs- bis achtmal, bis schließlich alle drei davonflatterten.

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Die Aufnahme entstand am 21. April 2010 am Teich Im Wiesengrund, Dudweiler.
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Großer Wollschweber

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Großer Wollschweber an Wiesen-Schaumkraut

Großer Wollschweber an Wiesen-Schaumkraut


Großer Wollschweber – Bombylius major – Insekten – Zweiflügler – Diptera – Fliegen – Insektenfotos – Foto – Wiesen-Schaumkraut – Dudweiler – Sulzbachtalaue – wildwachsende Wiesenblumen – Naturfotografie

Großer Wollschweber

Heute bin ich mal wieder die Sulzbachtalaue in Dudweiler entlangspaziert. Das ist zurzeit im Hinblick auf wildwachsende Wiesenpflanzen die interessanteste Gegend. Seit ein paar Wochen wachsen hier weit mehr als ein Dutzend Frühlingsblüher, siehe hier und hier. Einige Pflanzen wie zum Beispiel das Scharbockskraut, das Busch-Windröschen, der Gefingerte Lerchensporn bilden ausgedehnte Blütenteppiche. Diese Blütenteppiche sind vor allem auf der linken Seite des Sulzbachs, also am Osthang zu finden. An der rechten Uferböschung, dem Westhang, ist sind heute vor allem das Wiesen-Schaumkraut und Löwenzahn aufgefallen. Das Wiesen-Schaumkraut blüht dort schon eine ganze Weile, der Löwenzahn hat erst heute eine gelbe Blütenexplosion hervorgebracht.

Am rechten Uferrand ist mir ein interessantes Insekt begegnet. Das Tier saß am Boden im Gras und ließ sich leicht fotografieren. Es war so träge, dass ich das Büschel Grashalme ausreißen konnte, auf denen es saß. Nun konnte ich die Grashalme drehen und das Tier aus verschiedenen Perspektiven fotografieren. Nach ein paar Aufnahmen flog es dann doch davon. Ein paar Meter weiter entdeckte ich es an Wiesen-Schaumkraut. Ob es dasselbe Individuum war oder „nur“ ein Artgenosse, kann ich nicht sagen. Erfreulicherweise konnte ich dieses Tier nun beim Nektar-Saugen an Wiesen-Schaumkraut fotografieren. Eines dieser Fotos ist oben zu sehen.

Meine Recherchen haben Folgendes ergeben: Es handelt sich hier um den Großen Wollschweber (Bombylius major).

Wikipedia weiß zu berichten: Die Wollschweber (Bombyliidae), auch Hummelfliegen oder Trauerschweber genannt, gehören zur Familie der Zweiflügler (Diptera) und werden den Fliegen (Brachycera) zugeordnet. Weltweit sind etwa 6000 Wollschweber-Arten bekannt, davon in Deutschland 34. Wollschweber beherrschen den Standflug und beim Nektar-Saugen schwirren sie ähnlich wie Kolibris irrsinnig schnell mit den Flügeln und stützen sich nur mit den Vorderbeinen an der Blüte ab.

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Heidelibelle

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Heidelibelle

Heidelibelle


Gedicht – Women – Libellen – Heidelibelle – Libellenfoto – Fotografie – Insekten – Naturfotografie – Makrofotografie – Insektenfotos

Heidelibelle

Auf diesem Blog gab es nun seit etlichen Tagen nix Neues. Da mir nix Passendes einfällt, gibt es heute ein nicht so recht passenden Foto und ein ganz und gar nicht passendes Gedicht.

Die Heidelibelle habe ich am 22. September 2009 im Stadtpark in Dudweiler fotografiert.

Das Verslein ist eine anspruchslose Spielerei.

WOMEN
© Ronald Henss

Some women are happy
Some women are blue
Some are very pretty
Some are pretty cool

Each woman is worthy
Each woman is free
Each woman loves chocolate
No woman loves me

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Geschrieben von Ronald

11. April 2010 um 15:20

Frühlingsgefühle

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Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle


Frühling – März – Frühlingsgefühle – Sex – Paarung – Sexfotos – Insekten – Bienen – Hummel – Fliegen – Wanzen – Schmetterlinge – Winter – Frühling – Wetter – Temperaturen


Frühlingsgefühle

Spätestens seit gestern ist klar, was ohnehin auch auf dem Kalender zu lesen ist: Der Winter geht zu Ende und der Frühling steht vor der Tür.

In diesem Jahr – oder besser: in dieser Saison – war der Winter ungewöhnlich dunkel, ungewöhnlich nass und ungewöhnlich kalt, aber gottseidank nicht ganz so kalt wie im Rest der Republik.

Der März – zwar immer noch arg kalt und gelegentlich mit etwas Schnee im Gepäck – hat uns hingegen bislang mit viel Sonne verwöhnt. Und gestern und heute hatte er endlich auch mal warme Temperaturen im Gepäck.

Das Thermometer am Dudoplatz zeigte heute um 12:45 Uhr 22 Grad. Auf dieses Thermometer sollte man sich allerdings nicht unbedingt verlassen. Es misst in der Sonne – offenbar an windgeschützter Stelle – und neigt zu starken Übertreibungen. Wie dem auch sei: warm war es allemal.

Mit der Wärme sind wie auf Knopfdruck massenweise Insekten erschienen. Gestern und heute sind mir begegnet (Im Rosenfeld, Anger und Stadtpark):

  • vier verschiedene Schmetterlingsarten
  • ein halbes Dutzend verschiedene Fliegenarten (die zahlreichen Winzlinge nicht mitgerechnet)
  • zwei Wanzenarten
  • etliche Hummeln
  • viele, viele fleißige Bienen

Die Bienen und Hummeln haben sich vor allem an Krokussen gelabt, Fliegen vor allem an Huflattich, aber auch an Krokussen.

An einem Blumengeschäft – Blumen Brachetti in der Dudo-Galerie – war eine kleine Heerschar Bienen und Hummeln auf Nahrungssuche und wie man sieht: einige waren bereits mit Vorarbeiten für die nächste Generation beschäftigt. Eine Weile schien sie die Kamera nicht zu stören, aber dann krochen sie huckepack in die Blüte der Mini-Narzisse hinein, so dass nur noch die Hinterteile zu sehen waren.

Über die Schmetterlinge werde ich an anderer Stelle berichten. Aber so viel sei verraten: Es handelte sich um Zitronenfalter, Tagpfauenauge und C-Falter, sowie einen Spanner (vermutlich ein Frostspanner).
Näheres: siehe hier.

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Abendsonne bei Schneefall

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Abendsonne bei Schneefall

Abendsonne bei Schneefall

Abendsonne bei Schneefall

Heute (Samstag, 6. März 2010) gibt es mal ein eigenartiges Foto. Gegen 17:40 Uhr schien die Abendsonne recht kräftig und gleichzeitig setzte Schneefall ein, der alles in ein milchig-trübes Licht tauchte und eine ungewöhnliche Stimmung erzeugte.

Als Zugabe gibt es noch ein ungewöhnliches Gedicht

Richard III
© Manfred Schröder
 
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Der König irrt umher
und seine Stimme hallt
durch London´s
Gassen:
“Ein Regenschirm,
ein Regenschirm!
Mein Königreich
für
einen Regenschirm!”

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Himbeere – Himbeerbonbons

mit 2 Kommentaren

Himbeere

Himbeeren – Himbeerbonbons – lecker – lecker

Heute (10. September 2009) gibt es mal was richtig Leckeres.

Diese Himbeeren habe ich heute in der Nähe der Gehlwiese entdeckt. Hinter dem Ortsausgang Dudweiler Richtung St. Ingbert (kurz hinter dem Schwimmbad) befinden sich zwei kleinere Seen und besagte Gehlwiese. Letztere ist eine Nasswiese und stellt ein besonderes Biotop dar, in dem vor allem einige seltene Heuschreckenarten angesiedelt sind. In fotografischer Hinsicht hat sich der Spaziergang vor allem deshalb gelohnt, weil ich dort zum ersten Mal eine Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) fotografieren konnte. Aber auch das Himbeer-Foto ist hervorragend gelungen.

Die Himbeere erinnert mich an die leckeren Himbeerbonbons aus meiner Kindheit … hmmm! Die würde ich sehr gerne mal wieder essen. Leider habe ich keine zur Hand. Dafür gab es heute ein Werther’s Original (nur ein einziges Bonbon, damit die Figur nicht aus den Fugen gerät).

Ich will den Mund nicht nur in kulinarischer Hinsicht wässrig machen, sondern durch den folgenden Buchtipp auch noch in literarischer Hinsicht:


Die Füße der Sterne
Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

ISBN 978-3-939937-04-3

Ein wunderschönes Buch für den Herbst und für alle Jahreszeiten!
In diesem wundervollen Buch findet sich übrigens auch die Kurzgeschichte “Himmelangst”, die an den 11. September 2001 erinnert. – Auch morgen ist ein 11. September.

Zu diesem Buch meinte zum Beispiel die Zeitschrift bella in der Ausgabe 2/2010:
Glück zum Lesen
Wenn wir genauer hinsehen, ist unser Alltag voller Wunder. Patricia Koelle zeigt uns die Magie der kleinen Dinge in ihrer zauberhaften Kurzgeschichtensammlung „Die Füße der Sterne“.

Dem ist eigentlich wenig hinzuzufügen.

Man kann dieses wundervolle Buch
*** hier bei Amazon bestellen
*** hier direkt beim Verlag bestellen

*** Auch erhältlich als eBook im epub-Format

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Aufnahme am 10. September 2009. Gehlwiese im St. Ingberter Forst unmittelbar hinter dem Ortsausgang Dudweiler.

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Es ist nicht so wie du denkst Liebling

mit 3 Kommentaren

Schmetterlinge Kleiner Sonnenröschen Bläuling

Vor einiger Zeit bin ich des Öfteren zum Dudweiler Anger spaziert, um dort wildwachsende Wiesenblumen zu fotografieren. Vor allem den Löwenzahn, der den Anger mit Pustblumenteppichen übersäte. Aber dann wurde der Anger gründlich kahlgemäht und ich musste nach anderen Fotogelegenheiten Ausschau halten.

So führte mein Weg am 14. Mai an den renaturierten Sulzbach in Richtung Herrensohr, Wilhelmshöhe, Jägersfreude. Von dort habe ich das Pusteblumen-Bild mitgebracht, das wir bereits kennen.

Die Hauptattraktion jener Fotosafari waren aber zweifellos die Schmetterlinge. Das in meinen Augen spektakulärste Foto sehen wir hier. Möglicherweise wird auf den ersten Blick gar nicht klar, was das Bild zeigt. Klar, man erkennt sofort, dass es sich um einen Schmetterling handelt. Aber dann wird man stutzig und bemerkt, dass da zwei Schmetterlinge “aufeinanderkleben”. Mit der Entdeckung, dass es zwei Schmetterlinge sind, liegt man ja richtig, aber die beiden sind gar nicht aufeinandergeklebt. Das was man möglicherweise für den linken und das was man möglicherweise für den rechten Teil hält, ist jeweils ein kompletter Schmetterling mit zusammengeklappten Flügeln. Und die beiden sind im Paarungsakt miteinander “verklebt”.

Zu dieser vertrackten, aber doch eindeutigen Situation fällt mir sofort der beliebte Standardspruch für verfängliche Situationen ein: “Es ist nicht so, wie du denkst, Liebling!”

Wesentlich übersichtlicher ist die Situation auf einem anderen Foto, das die beiden aus anderer Perspektive zeigt. Dieses Bild habe ich bei flickr eingestellt und dort findet es offenkundig sehr viel Zuspruch. Und es hat innerhalb kürzester Zeit eine Reihe von Awards errungen – die jedoch lediglich ideellen Wert besitzen.

Ich finde das “komplexe” Foto, das wir hier im Fotoblog sehen, zwar viel interessanter, aber vermutlich würde das nicht so viel Zuspruch erhalten wie die übersichtlichere Variante.

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Bei dieser Schmetterlings-Art handelt es sich übrigens um einen Bläuling, vermutlich um einen Kleinen Sonnenröschen Bläuling (Polyommatus bellargus). Da es aber laut meinem Tierführer mehr als hundert Bläulingarten gibt, die zum Teil nur von Fachleuten genau bestimmt werden können, bin ich bezüglich der Feinklassifikation nicht sicher. Es könnte sich zum Beispiel auch um den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) handeln.

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Auf Goethes Spuren – Der Brennende Berg in Dudweiler

mit 5 Kommentaren

Brennender Berg in Dudweiler

Zugegeben: das Foto ist nicht gerade spektakulär. Aber immerhin gibt es dazu eine recht interessante Geschichte zu erzählen.

Die Aufnahme entstand Anfang März 2003 und zeigt eine Felsspalte, aus der Rauch aufsteigt. Diese Felsspalte befindet sich auf dem Brennenden Berg in Dudweiler (heute der nördlichste Stadtteil von Saarbrücken). Und genau dieser Brennende Berg ist dank Johann Wolfgang von Goethe in die Weltliteratur eingegangen.

Im Jahre 1668 – so will es die Sage wissen – ist wegen eines Hirtenfeuers ein Kohleflöz, das den Berg durchzieht, in Brand geraten und seither ist ein Schwelbrand im Gange. Man nimmt jedoch heute an, dass der unterirdische Brand durch Selbstentzündung durch Druck und Zersetzung umfangreicher Haldenbestände entstanden ist, die sich infolge der wilden Kohlengräberei anhäuften. Anfangs muss der Berg mächtig gequalmt haben, so dass die Bezeichnung „Brennender Berg“ voll gerechtfertigt war.

Im Laufe der Zeit hat die Rauchentwicklung stark abgenommen. Bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts, so wird berichtet, wurden häufig Schulausflüge in die Bergschlucht unternommen und die Kinder brachten Eier mit, die sie in den Felsspalten siedeten. Heute ist jedoch – wie das Foto zeigt – von dem immer noch aktiven unterirdischen Schwelbrand nur noch wenig zu sehen. Aber wenn man an eine Bergspalte herantritt und die Hand in den austretenden Dampf hält, kann man sich durchaus die Finger verbrennen.

Für Dudweiler erlangte der Brennende Berg eine große wirtschaftliche Bedeutung. Durch den unterirdischen Brand wurden Tonschiefer derart geröstet, dass daraus das seinerzeit sehr wertvolle Alaun gewonnen wurde, das über einige Jahrzehnte eine wichtige wirtschaftliche Grundlage bildete. (Über die vielfältige Nutzung von Alaun gibt zum Beispiel in der entsprechende Wikipedia-Artikel Auskunft.)

Berühmt wurde der Brennende Berg durch Johann Wolfgang von Goethe.

Im Jahre 1770 weilte der Dichterfürst im elsässischen Straßburg. Von dort aus unternahm er verschiedene Ausflüge. In Juni 1770 besuchte er auch die reichen Steinkohlegruben und die Eisen- und Alaunwerke in Dudweiler. Bei dieser Gelegenheit besichtigte er auch den Brennenden Berg. Seine Eindrücke über dieses Naturschauspiel schildert er in seinem bedeutsamen Werk Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, das 1811 bei Cotta erschien (Zweiter Teil, zehntes Buch).

Lassen wir den Dichter selbst zu Worte kommen: Wir hörten von den reichen Dutweiler Steinkohlegruben, von Eisen- und Alaunwerken, ja sogar von einem brennenden Berge, und rüsteten uns, diese Wunder in der Nähe zu beschauen … Unser Weg ging nunmehr an den Rinnen hinauf, in welchen das Alaunwasser heruntergeleitet wird, und an dem vornehmsten Stollen vorbei, den sie die ‘Landgrube’ nennen, woraus die beühmten Dutweiler Steinkohlen gezogen werden … Nun gelangten wir zu offenen Gruben, in welchen die gerösteten Alaunschiefer ausgelaugt wurden, und bald darauf überraschte uns, obgleich vorbereitet, ein seltsames Begegnis. Wir traten in eine Klamme und fanden uns in der Region des brennenden Berges. Ein starker Schwefelgeruch umzog uns; die eine Seite der Hohle war nahezu glühend, mit rötlichem, weißgebranntem Stein bedeckt; ein dicker Dampf stieg aus den Klunsen hervor, und man fühlte die Hitze des Bodens auch durch die starken Sohlen. Ein so zufälliges Ereignis, denn man weiß nicht, wie diese Strecke sich entzündete, gewährt der Alaunfabrik großen Vorteil, daß die Schiefer, woraus die Oberfläche des Berges besteht, vollkommen geröstet daligen und nur kurz und gut ausgelaugt werden dürfen. Die ganze Klamme war entstanden, dass man nach und nach die kalzinierten Schiefer abgeräumt und verbraucht hatte. Wir kletterten aus dieser Tiefe hervor und waren auf dem Gipfel des Berges. Ein anmutiger Buchenwald umgab den Platz, der auf die Hohle folgte und sich ihr zu beiden Seiten verbreitete. Mehrere Bäume standen schon verdorrt, andere welkten in der Nähe von andern, die, noch ganz frisch, jene Glut nicht ahndeten, welche sich auch ihren Wurzeln bedrohend näherte. Auf dem Platze dampften verschiedene Öffnungen, andere hatten schon ausgeraucht, und so glomm dieses Feuer bereits zehen Jahre durch alte verbrochene Stollen und Schächte, mit welchem der Berg unterminiert ist.

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Es wird Frühling – Huflattich – Tussilago farfara

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Es wird Frühling

Huflattich – Tussilago farfara

So ganz allmählich kann man es doch nicht mehr leugnen: Es wird Frühling.

Höchste Zeit, nach diesem doch arg kalten und zähen Winter.

Diese Blüten und das fleißige Insekt sind mir heute (18. März 2009) beim Spaziergang über die Bergehalde Lydia begegnet. Leider bin ich kein versierter Botaniker und habe keine Ahnung, wie diese Pflanze heißt. Falls sich mal ein Kenner auf diesen Blog verirrt, wäre ich für sachdienliche Hinweise dankbar.

Aufgenommen am 18. März 2009, 13:55 Uhr.

Das is ja kaum zu glauben: Der Beitrag ist noch keine 24 Stunden im Netz und schon haben wir die Antwort (siehe Kommentar von keezrha). Es handelt sich um den wohlbekannten Huflattich.
Ich habe gleich bei Wikipedia nachgeschaut. Kein Zweifel, dieser Hinweis stimmt. Besten Dank!

Bei Wikipedia habe ich auch erfahren, dass Huflattich zu den Korbblütlern gehört, die Heilpflanze des Jahres 1994 war, gegen Hustenreiz wirkt und auf Botanesisch Tussilago farfara heißt. Und da ist mir natürlich sofort eingefallen, dass ich vor etlichen Jahren meiner Mutter mal eine wunderschöne Tasse von Villeroy und Boch geschenkt habe, auf der die Tussilaro farfara abgebildet ist. Jetzt wird sich diese Pflanze hoffentlich für immer in mein Gehirn eingravieren, sodass ich sie künftig immer und überall sofort erkennen werde. Ich werde auch ein Auge drauf werfen, wie sich die Pflanze über den Jahresverlauf verändert. Die Blütezeit – laut Wikipedia von März bis April – wird ja nicht mehr lange anhalten und dann muss man andere Merkmale heranziehen.

Einschub: Mittlerweile ist fast ein Monat vergangen und hier sehen wir nun den Fruchtstand des Huflattichs, aufgenommen am 14. April 2009. Spätestens jetzt wird die Verwandtschaft zum Löwenzahn offenkundig.

Bei Wikipedia erfährt man auch, dass der Huflattich trocken-warme Standorte auf durchlässigen Böden besiedelt und daher oft auf Dämmen, in Steinbrüchen und an unbefestigten Wegen zu finden ist und nach Gerhard Madaus’ Heilpflanzenbuch von 1938 die einzige Pflanzenart ist, die selbst auf reiner Braunkohle gedeihen kann. Unter diesen Voraussetzungen ist die Steinkohlehalde Lydia wohl ein idealer Standort für Tussilago farfara.

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Schmetterlinge bei der Paarung

mit 3 Kommentaren

Polyommatus icarus bei der Paarung

Schmetterlinge bei der Paarung
Oder: Die nächste Generation in meiner Hand

Das Ziel meines heutigen fotografischen Spaziergangs (18. September 2009) war eigentlich die brachliegende Fläche Im Rosenfeld. Der Weg führte zunächst über den Anger, der leider vor einiger Zeit kahlgemäht wurde und daher in fotografischer Hinsicht nur noch wenig zu bieten hat. Lediglich auf dem Kinderspielplatz sonnte sich eine Heidelibelle und gestattete ein paar Nahaufnahmen.

Kurz hinter dem Bürgerhaus am Rande der Beethovenstraße befindet sich ein nicht kahlgemähter Streifen. Dort begegnete mir eine weitere Heidelibelle, die aber nach der ersten Aufnahme davonflog.

Als ich ihr folgte, bemerkte ich einen Bläuling, der in seltsamer Manier durch die Luft flatterte, sich aber gleich auf einer Pflanze niederließ. Erfreut stellte ich fest, dass es sich um zwei Schmetterlinge handelte, die sich gerade paarten. Und zwar den Hauhechel-Bläuling Polyommatus icarus. Die beiden waren emsig mit ihrer Fortpflanzung beschäftigt. Nur gelegentlich flatterten sie – fest miteinander verbunden – zu einer anderen Pflanze.

Als es mir gelang, die Pflanze, auf der sie sich vergnügten, abzureißen ohne sie zu stören, konnte ich das Pärchen in aller Ruhe von allen Seiten fotografieren. Die beiden waren aber ständig in Bewegung und so kam es, dass sie – das Weibchen voran – auf meinen Finger krabbelten und ihr Paarungsgeschäft auf meiner Hand fortführten. Nun lag also die Bläuling-Generation des kommenden Jahres buchstäblich in meiner Hand.

Auf diesem Foto (Weibchen links, Männchen rechts) kann man sehr gut sehen, wie winzig klein Hauhechel-Bläulinge sind. Der Abschnitt, auf dem sich die beiden befinden, ist der hintere Teil meines linken Daumens.

Die beiden beendeten ihre Paarung auf meiner Hand und verweilten noch kurz nebeneinander. Dabei habe ich zu allerersten Mal ein Männchen und ein Weibchen mit geöffneten Flügeln nebeneinander sitzen gesehen, und gottseidank konnte ich sie auch in dieser Position fotografieren. Vielleicht werde ich demnächst eines dieser Fotos ins Netz stellen.

Als das Weibchen wegflatterte, blieb das Männchen sitzen und versuchte an meiner Hand zu saugen. Ich bin sicher, dass es dort keinen Nektar gefunden hat.

Schließlich meldete die Kamera “Speicher voll” und die Fotosession war beendet. Ich schickte den werdenden Vater auf die Flugreise und machte mich auf den Heimweg – voller Freude auf die vielen wunderschönen Bilder.

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Das Foto entstand am 18. September 2009 in Dudweiler am Rande der Beethovenstraße nahe dem Bürgerhaus.

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Schmetterlinge Nierenfleck-Zipfelfalter

mit einem Kommentar

Nierenfleck-Zipfelfalter Thecla betulae

21. September 2009: Am letzten Freitag sollte mein fotografischer Spaziergang eigentlich zum Rosenfeld führen. Aber wie wir wissen kam ich nicht bis dorthin, weil ich auf der Brachfläche kurz hinter dem Dudweiler Bürgerhaus durch zwei sich paarende Hauhechel-Bläulinge aufgehalten wurde.

Heute wollte ich das Versäumte nachholen. An der Stelle, an der vor ein paar Tagen die Fotosession mit den paarungswilligen Bläulingen stattfand, wurde ich zunächst ein Weilchen aufgehalten. Dort schwirrten ein Dutzend Bläulinge rum – allerdings nicht bei der Paarung – sowie drei Gelblinge, zwei Weißlinge und zwei Kleine Feuerfalter.

Nach einer Weile habe ich mich aber zum Weitergehen gezwungen – und es sollte sich lohnen. Auf der brachliegenden Fläche Im Rosenfeld begegneten mir etliche Gelblinge, etliche Weißlinge, ein Tagpfauenauge, ein Admiral, ein C-Falter, ein Kleines Wiesenvögelchen. Daraus kann man schon ersehen, dass es auch Ende September noch reichlich Schmetterlinge gibt.

Aber es gab noch was ganz Besonderes. Heute ist mir ein Schmetterling über den Weg geflattert, den ich zuvor noch nie gesehen habe. Mein erster Fotografierversuch ging voll daneben: Auf dem Bild war nur ein grünes Blatt zu sehen, denn bevor ich abdrücken konnte, war der Bursche verschwunden. Danach gelang mir eine Aufnahme – und schwupp flatterte das Tier schon wieder davon.

Ich musste ihm gut dreißig Meter folgen, bis er sich niederließ. Offenbar hatte der Gute seine Lieblingspflanze gefunden, denn in der Folgezeit hielt er sich nur dort bzw. auf den benachbarten Pflanzen der gleichen Art auf. Und bei dieser Gelegenheit konnte ich ihn von allen Seiten fotografieren. Wie das Foto beweist, konnte ich auch dieses Mal das Tier auf meinen Finger locken und dort fotografieren. Allmählich bekomme ich den Eindruck, dass Schmetterlinge mich mögen.

Zuhause habe ich durch mein schlaues Schmetterlinge-Buch (Settele u.a.: Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands. 2. Auflage) erfahren, dass es sich um einen Nierenfleck-Zipfelfalter (Thecla betulae) handelt. Offenkundig ist es ein Weibchen, denn nur die Weibchen besitzen auf der Oberseite der Vorderflügel die namengebenden nierenförmigen orangenen Flecken. Diese sind hier zwar nicht direkt sichtbar, aber man sieht sie durchschimmern (ich habe auch etliche Aufnahmen den Flügeloberseiten).

Nierenfleck-Zipfelfalter werden auch als Birken-Zipfelfalter bezeichnet. Hier sind die Weibchen wesentlich größer als die Männchen. Und Zipfelfalter gehören zu den Bläulingen. Laut meinem Schmetterlingsführer sind die Nierenfleck-Zipfelfalter zwar gar nicht selten, mann kann sie aber nur sporadisch beobachten. Also: Glück gehabt!

Ein Nachtrag: Ich habe erwähnt, dass sich unsere Zipfelfalter-Dame ständig an ein und derselben Pflanzenart aufgehalten hat. Gut möglich, dass sie mit der Eiablage beschäftigt war. Zur Nahrungsaufnahme war sie auf jeden Fall nicht dort. Schade, dass ich diese Pflanze nicht kenne. Ein Teil der Pflanze ist auf einem Foto zu sehen, das ich bei flickr eingestellt habe. Vielleicht kann sie jemand identifizieren.
*** Hier ist der Link zum flickr-Foto

***

Totensonntag – Tod einer Heidelibelle

mit einem Kommentar

Heidelibelle
Totensonntag – Tod einer Heidelibelle

Morgen ist Totensonntag.

Zu diesem Gedenktag habe ich ein Foto ausgewählt, das ich am 27. Oktober aufgenommen habe.
Diese Heidelibelle trieb reglos auf dem kleinen Teich im Stadtpark Dudweiler, an dem im Okober Dutzende und Aberdutzende Libellen zu bewundern waren.

***

Und da nun die Weihnachtszeit in Riesenschritten naht, will ich auf zwei Weihnachtsbücher hinweisen, die in diesem Jahr erschienen sind:

Weihnachten
Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Mit Illustrationen von Hilde Bergmann
ISBN 978-3-939937-09-8

Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
Mit Illustrationen von Katja Spannuth
ISBN 978-3-939937-10-4

Geschrieben von Ronald

21. November 2009 um 16:36

November nass kalt trüb und grau

mit 2 Kommentaren

Regentropfen Selbstportrait
November nass kalt trüb und grau

Der November war bislang ausgesprochen garstig. Nass, kalt, trüb und grau.

Wohl dem, der sich jetzt mit einer schönen Lektüre entspannen kann.

Meine Empfehlung:

Patricia Koelle
Der Weihnachtswind
ISBN 978-3-939937-01-2

Ein Buch voller zauberhafter Geschichten. Nicht nur für die Weihnachtszeit.

***

Dieses Foto – mit mehrfachem Selbstportrait – entstand am 12. November 2009 im Stadtpark Dudweiler

***

Geschrieben von Ronald

12. November 2009 um 15:41

Herbstgedicht von Fallersleben Lob des Herbstes

mit einem Kommentar

Regentropfen

Herbst – Herbstfarben – Herbstwetter – Gedicht – Herbstgedicht – August Heinrich Hoffmann von Fallersleben – Regen – Regentropfen

Lob des Herbstes
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Der Herbst, der heute gibt und nimmt,
Bald uns erfreut, bald uns verstimmt,
Er soll uns dennoch wohlgefallen,
Weil er’s doch gut meint mit uns allen.

Wir wollen uns für seine Gaben,
Woran wir uns erfreu’n und laben,
Recht dankbar alle Zeit erweisen,
Und wollen ihn freudig loben und preisen.



***


Hier gibt es noch ein paar Herbstgedichte.



***
Buchtipp
Patricia Koelle: Alles voller Himmel
Patricia Koelle
Alles voller Himmel
Roman

Ein spannender, poetischer und zärtlicher Roman über den Mut zur Liebe und das eigentlich ganz einfache Geheimnis des Glücks.

Auf’s Cover klicken, direkt beim Verlag bestellen
oder
bei Amazon bestellen

***


Das Foto entstand am 23. Oktober 2009 auf dem Dudweiler Anger, als nach einem verregenten Vormittag am Nachmittag die Herbstsonne hervorlugte und die herbstbunten Blätter in warmes Licht tauchte.

***

Conrad Ferdinand Meyer Der Römische Brunnen

mit einem Kommentar

Stadtbrunnen Anger Dudweiler

Gedicht – Gedichte – Lyrik – Conrad Ferdinand Meyer Der Römische Brunnen – Dudweiler Anger – Stadtbrunnen

Der Römische Brunnen
Conrad Ferdinand Meyer

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

***

Buchtipp:
Conrad Ferdinand Meyer
Sämtliche Werke in 2 Bänden

Artemis & Winkler

***

Das Foto entstand am 15. Oktober 2009 auf dem Dudweiler Anger. Es zeigt die oberste Schale des Stadtbrunnens.

***

Hier gibt es eine Sammlung von Gedichten online

***

Geschrieben von Ronald

16. Oktober 2009 um 18:38

Herbstgedicht für Kinder

mit einem Kommentar

Knallerbesen Gewöhliche Schneebeere

Knallerbsten – Gewöhnliche Schneebeere – Herbstgedicht für Kinder – Gute-Nacht-Gedicht – Herbst – Gedichte

Herbstgedicht für Kinder
© Claudia Duhonj-Gabersek

Wenn die ersten Blätter fallen,
wie bunt ist unser Wald,
das gefällt den Kindern allen,
doch langsam wird es kalt.
Der Herbst bringt uns den Regen
und es pfeift der Wind,
die Blätter wolln sich legen,
weil sie so müde sind.
Doch müssen sie noch fliegen,
da der Wind es will,
bis sie am Boden liegen,
dann schlafen sie ganz still.
Der Wind muss Ruhe geben,
hat auch sein Bett gemacht,
müde ist auch der Regen,
nun schlaf auch Du – gute Nacht.

***

Ein Weihnachtsgedicht von Claudia Duhonj-Gabersek gibt es in dem Buch


Weihnachtsgedichte
Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich
ISBN 978-3-939937-10-4

Weihnachtsgeschichten für Kinder und Erwachsene, die so neu sind, dass sie noch nicht einmal der Weihnachtsmann gehört hat.

***

Das Foto – Knallerbsen der Gewöhnlichen Schneebeere – entstand am 12. Oktober 2009 in Dudweiler auf dem Anger.

***

Nur eine Fliege trotzt der Kälte

mit einem Kommentar

Fliege

Kälteeinbruch – kalt – Herbst – Insekten – Fliege

Heute hatten wir den ersten Nachtfrost. Auch am Tage war es lausig kalt, obwohl die meiste Zeit die Sonne schien.

Mein fotografischer Streifzug führte mich über die Brachfläche im Rosenfeld und in den Stadtpark. Weder da noch dort habe ich ein Insekt angetroffen. Keinen Schmetterling, keine Libelle, keine Heuschrecke, keine Hummel, keine Wanze, einfach nichts.

Das einzige Insekt, das mir heute begegnet ist, war diese Fliege. Sie saß in der Nähe des Bürgerhauses auf einem verwelkten Blatt und rührte sich nicht von der Stelle. Ich konnte das Blatt aufheben und hin- und herwenden und die Fliege von verschiedenen Seiten fotografieren. Nach einer Weile war sie dann wohl durch die Sonnenstrahlen so weit aufgewärmt, dass sie dann doch davongeflogen ist.

***

Als Alternative zu dem Massenangebot, das sich in diesen Tagen auf der Frankfurter Buchmesse findet, empfehle ich heute

Patricia Koelle
Der Weihnachtswind
ISBN 978-3-939937-01-2

Weihnachts-, Advents- und Wintergeschichten, die man das ganze Jahr über mit Genuss lesen kann. Auch dann, wenn wie heute, von Norden her ein kalter Herbstwind weht.

Geschrieben von Ronald

14. Oktober 2009 um 16:41

Universität des Saarlandes Saarbrücken

mit 3 Kommentaren

Universität des Saarlandes Saarbrücken

UdS – Universität des Saarlandes Saarbrücken – Dudweiler – Bergehalde Lydia – Sulzbach – Quierschied – Kraftwerk Weiher II – Bergehalde Göttelborn

Heute habe ich mal wieder den Schwarzenbergturm bestiegen. Der Schwarzenbergturm befindet sich auf dem Bergzug zwischen der Stadt Saarbrücken und der Universität des Saarlandes. Er bietet einen außergewöhnlichen Rundblick über die Region Saarbrücken bis nach Frankreich und in die Westpfalz.

Das Foto zeigt den Blick nach Norden. Unmittelbar im Vordergrund die Universität des Saarlandes. Wie man sieht, liegt die Saarbrücker Uni mitten im Wald. Noch schöner kann eine Universität kaum liegen.

Vielleicht sollte man die vielen Studienanfänger, die nun zum Beginn des Wintersemesters an die Saar-Uni strömen, auf den Schwarzenbergturm führen, damit sie rasch einen Überblick über die Uni erhalten.

“Hinter dem Berg” erstreckt sich in der Waagerechten Dudweiler, das aber zum Großteil durch den Bergrücken verdeckt ist. Links oben ist die Bergehalde Lydia sehr gut zu erkennen (unmittelbar darunter befinden sich zwei große sehr flache Gebäude, nämlich die Einkaufsmärkte von Real und Metro; rechts daneben die Hochhäuser von Dudweiler Nord).

Am oberen Bildrand sind in der Mitte das Kohlekraftwerk Weiher II und die Grube Göttelborn mit der Bergehalde Göttelborn zu erkennen.

Rechts unterhalb sieht man Teile von Quierschied. Rechts davon Sulzbach – gut zu erkennen der Wasserturm.

Unterhalb des Kühlturm des Kraftwerks Weiher (unmittelbar unterhalb der “niedrigen Hochhäuser”) kann man die Türme der St. Marien Kirche und der Christuskirche in Dudweiler sehen.

Damit man einen Eindruck über die Entfernungen bekommt, habe ich die folgenden Distanzen auf einer Karte ausgemessen:

Schwarzenbergturm – Halde Lydia: 2,5 Kilometer
Schwarzenbergturm – Kühlturm Kraftwerk Weiher II: 4,8 Kilometer

***

Da heute die Frankfurter Buchmesse eröffnet wurde, will nicht versäumen einen Buchtipp abzugeben:

Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle
Dr. Ronald Henss Verlag, 2009
Vorwort Walter Momper (Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses)
Geleitwort André Schmitz (Kulturstaatssekretär von Berlin)
Mit 30 Farbfotos der Berliner Mauer
ISBN 978-3-939937-08-1

Herbstgedicht Heidrun Gemähling Herbstliche Einkehr

mit einem Kommentar

Pilz

Herbstliche Einkehr
© Heidrun Gemähling

Wie vorzeiten
zeigt sich Wandel
Farben spielen sanft
mit dem Wind

Vögel sammeln
sich zur Reise

und im Wald der
bunten Blätter
drängen Pilze
freudig ans Licht
um im herbstlich
schönen Leben
sich erhaben
zu entfalten.

***

Hier gibt es weitere Herbstgedichte

***

Ein Buchtipp:
Der Weihnachtswind
Patricia Koelle

Eine zauberhafte Einstimmung in die nahende Weihnachtszeit

***

Das Foto entstand am 12. Oktober 2009 in Dudweiler auf der brachliegenden Fläche Im Rosenfeld. Die Mitte der Oberseite erinnert mich an leckere Kekse mit Marmeladenfüllung. Hhhmmm … jetzt eine Dose mit Danish Cookies!

***

Falls sich mal ein Pilzkenner auf diese Seite verirrt würde ich mich freuen zu erfahren, um welche Pilzart es sich hier handelt.

Geschrieben von Ronald

12. Oktober 2009 um 16:07

Herbstgedicht Joseph von Eichendorff Im Herbst

mit einem Kommentar

Herbstlaub

Im Herbst
Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Der Wald wird falb, die Blätter fallen,
Wie öd und still der Raum!
Die Bächlein nur gehn durch die Buchenhallen
Lind rauschend wie im Traum,
Und Abendglocken schallen
Fern von des Waldes Saum.

Was wollt ihr mich so wild verlocken
In dieser Einsamkeit?
Wie in der Heimat klingen diese Glocken
Aus stiller Kinderzeit -
Ich wende mich erschrocken
Ach, was mich liebt, ist weit!

So brecht hervor nur, alte Lieder,
Und brecht das Herz mir ab!
Noch einmal grüß ich aus der Ferne wieder,
Was ich nur Liebes hab,
Mich aber zieht es nieder
Vor Wehmut wie ins Grab.

***

Ein Buchtipp:
Joseph von Eichendorff
Gedichte in chronologischer Reihenfolge
Hrsg. Hartwig Schulz
Insel Verlag

***



***
Buchtipp
Patricia Koelle: Alles voller Himmel
Patricia Koelle
Alles voller Himmel
Roman

Ein spannender, poetischer und zärtlicher Roman über den Mut zur Liebe und das eigentlich ganz einfache Geheimnis des Glücks.

Auf’s Cover klicken, direkt beim Verlag bestellen
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***

Das Foto entstand am 12. Oktober 2009 in Dudweiler auf dem Grünstreifen der Theodor-Storm-Straße vor dem Bürgerhaus.

Geschrieben von Ronald

12. Oktober 2009 um 15:33

Weihnachtsgedicht Heiligabendlied

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Schwebfliege

Herbst – Herbstgedichte – Weihnachtsgedicht – Weihnachtslied – Heiligabendlied – Abendlied Der Mond ist aufgegangen Matthias Claudius

In der letzten Zeit habe ich hier einige Herbstgedichte eingestellt. Heute gibt es zur Abwechslung mal ein Weihnachtsgedicht. Dieses nicht ganz ernst zu nehmende Gedicht ist mir bei meiner letzten Zugfahrt in den Sinn gekommen.

Heiligabendlied
© Ronald Henss

Die Tür ist aufgegangen
Die goldnen Sternlein prangen
Am Christbaum hell und klar
Ein gülden Glöcklein klinget
Das Herz vor Freuden singet
Das liebe Christkind war schon da!

… hier erfährst Du, wie dieses Gedicht weitergeht

(zu singen nach der Melodie “Der Mond ist aufgegangen” = Abendlied von Matthias Claudius).

***

Das Foto der Schwebfliege entstand am 6. Oktober in Dudweiler auf dem Anger.

***

Geschrieben von Ronald

11. Oktober 2009 um 14:22

Herbstgedicht Johann Wolfgang von Goethe Herbstgefühl

mit einem Kommentar

Herbstfarben Dudweiler Beethovenstraße

Herbstgedicht – Johann Wolfgang von Goethe Herbstgefühl – Herbstlyrik – Naturlyrik

Herbstgefühl
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Fetter grüne, du Laub,
Am Rebengeländer
Hier mein Fenster herauf!
Gedrängter quellet,
Zwillingsbeeren, und reifet
Schneller und glänzend voller!
Euch brütet der Mutter Sonne
Scheideblick, euch umsäuselt
Des holden Himmels
Fruchtende Fülle;
Euch kühlet des Mondes
Freundlicher Zauberhauch,
Und euch betauen, ach!
Aus diesen Augen
Der ewig belebenden Liebe
Vollschwellende Tränen.

***

Buchtipp: Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe
Sämtliche Gedichte in einem Band
von Johann Wolfgang von Goethe
Insel Verlag

***

Hier gibt es weitere Herbstgedichte
Hier gibt es mehr als 250 Weihnachtsgedichte und Adventsgedichte

***

Ein Buchtipp für alle, die sich schon jetzt auf die Weihnachtszeit einstimmen wollen:
Patricia Koelle
Der Weihnachtswind
ISBN 978-3-939937-01-2

Obwohl das Buch den Titel “Der Weihnachtswind” trägt, ist es ein Begleiter für das ganze Jahr! (Eine Amazon-Leserin)

***

Die Aufnahme entstand am 6. Oktober 2009 am Rande der Beethovenstraße in Dudweiler, nahe dem Bürgerhaus.

Blumen zum Tag der Deutschen Einheit

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Blumenstrauß Pfarrkirche St. Marien Dudweiler

3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – Ein Blumengruß

Heute feiern wir den Tag der Deutschen Einheit. Zu diesem Anlass gibt es einen kleinen Blumengruß. Das Foto entstand am 30. September 2009 in der Pfarrkirche St. Marien in Dudweiler, die uns ja bestens vertraut ist.

Am 30. September führte mein fotografischer Spaziergang zunächst in den Dudweiler Stadtpark. Der Himmel war bedeckt und so war von den Libellen, die ich dort in der letzten Zeit so zahlreich angetroffen habe, keine Spur zu sehen. Da es auch sonst nicht viel zu fotografieren gab, besuchte ich mal wieder die nahe gelegene katholische Kirche. Auch dort war es zunächst sehr trüb, aber plötzlich flutete strahlendes Sonnenlicht durch die bunten Kirchenfenster und erfüllte die Kirche mit einer Farbenpracht. Auch der Blumenstrauß neben dem Altar und die dahinterliegende Chorwand wurden in buntes Licht getaucht. Und so entstand dieses farbenfroh-festliche Bild, das mir für den Tag der Deutschen Einheit angemessen erscheint.

***

Zum Tag der Deutschen Einheit ein Buchtipp:


Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten
Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle
Dr. Ronald Henss Verlag 2009
ISBN 978-3-939937-08-1

180 Seiten
30 Farbfotos der Berliner Mauer

Vorwort Walter Momper, heute Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, zur Zeit des Mauerfalls Regierender Bürgermeister von Berlin.
Geleitwort von André Schmitz, Kulturstaatssekretär von Berlin.

Autoren aus Ost und West erzählen Geschichten aus der Zeit vom Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961 bis zum Mauerfall im Jahre 1989 und zur deutschen Wiederverinigung 1990. Die ideale Lektüre für die Zeit zwischen dem Tag der Deutschen Einheit und dem 9. November, dem 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.

Das Buch
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***

3. Oktober Tag der Deutschen Einheit

mit 3 Kommentaren

Heidelibellen Paarung

3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – Wiedervereinigung – Libellen im Paarungsflug

Morgen ist der 3. Oktober. Dann feiern wir mit dem Tag der Deutschen Einheit die überraschende Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990. Möglich gemacht wurde diese durch den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, der sich in wenigen Wochen zum zwanzigsten Male jährt.

Zum diesem Anlass ein Buchtipp:


Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten
Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle
Dr. Ronald Henss Verlag 2009
ISBN 978-3-939937-08-1

180 Seiten
30 Farbfotos der Berliner Mauer

Vorwort Walter Momper, heute Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, zur Zeit des Mauerfalls Regierender Bürgermeister von Berlin.
Geleitwort von André Schmitz, Kulturstaatssekretär von Berlin.

Mit Beiträgen von Autoren aus Ost und West. Darunter auch der Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss (bekannt aus der ZDF-Krimiserie “Der Alte”), der Künstler Thierry Noir, der als einer der Ersten begann, die Berliner Mauer kunstvoll zu bemalen und als einer der bedeutendsten Mauerkünstler gilt, der georgische Autor Tengis Khachapuridse, der ehemalige DDR-Grenzsoldat Michael Dullau, die deutsch-amerikanische Autorin Patricia Koelle …

Das Buch
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***

Das Foto hat zwar nix mit der Deutschen Wiederverinigung zu tun, aber immerhin etwas mit geschlechtlicher Vereinigung. Diese Heidelibellen im Paarungsflug habe ich am 29. September 2009 im Dudweiler Stadtpark aufgenommen.

Jahreszeiten – Herbst

mit einem Kommentar

Johanniskraut

Jahreszeiten – Sommer – Herbst – Herbstanfang
Johanniskraut im letzten Sommerlicht

Ein Buchtipp zum Wechsel der Jahreszeiten

Heute haben wir den letzten Sommertag in diesem Jahr, morgen sind wir schon im Herbst. Wie einige Fotos in diesem Blog zeigen, ist der Übergang der Natur vom Sommer in die Herbstsaison schon seit einiger Zeit deutlich sichtbar.

Zum Herbstbeginn möchte ich ein Buch empfehlen, das ich des Öfteren schon gelobt habe

Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

Patricia Koelles Geschichten sind eine Lupe, die sichtbar werden lässt, wie groß Kleines sein kann. Es sind Geschichten für das verträumte Ende eines Feierabends, den Beginn eines Wochenendes oder die Bahnfahrt zur Arbeit. Geschichten von Himmel, Meer und Erde. Geschichten zum Lächeln, zum Nachdenken, zum Gesundwerden, zum Verschenken, voller Hoffnung und realistischem Zauber.

Dieses Buch kann man das ganze Jahr über lesen, aber vielleicht ist der Herbst die beste Zeit für diese wunderschöne Lektüre.

Die Füße der Sterne
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***

Das Foto entstand heute, also am letzten Sommertag, im Dudweiler Stadtpark. Die Johanniskrautblüte habe ich so positioniert, dass sich darin das Sonnenlicht bricht, welches sich in dem kleinen Teich spiegelt. Dieser kleine Teich ist Anziehungspunkt für Libellen und eine ergiebige Quelle für schöne Libellenfotos. Heute konnte ich endlich mal wieder eine Große Königslibelle fotografieren, die offenkundig gerade mit der Eiablage beschäftigt war. Wenn sie gerade nicht beim Eierlegen sind, kann man diese wunderschönen Libellen kaum fotografieren. Sie sausen stundenlang durch die Luft, ohne sich ein einziges Mal niederzulassen. Ganz anders die Heidelibellen, die sich immer wieder eine Rast oder ein Sonnenbad gönnen und dabei oft so still halten, dass ich mich bis auf wenige Zentimeter nähern kann.

***

Libelle – Heidelibelle

mit 2 Kommentaren

Libellenschönheit - Libelle - Heidelibelle

Libellenschönheit

Diese wunderschöne Libelle hat das Zeug, ein richtiges Top-Model zu werden. Sie ließ sich willig von allen Seiten fotografieren und wie man sieht, ließ sie mich mit der Kamera ganz, ganz nah heran.

Die Makroaufnahme verdeutlicht auf wunderbare Weise die filigrane Flügelkonstruktion.

Leider weiß ich nicht, um welche Libellenart es sich hier handelt. Aber zumindest die Gattung ist sicher: Es ist eine Heidelibelle (Sympetrum). Sicher ist auch, dass es sich um ein Männchen handelt, denn die Weibchen der Heidelibellen sind in der Regel braun-gelb.

Nachtrag (18. September 2010): Mittlerweile bin ich – zumindest was Libellen betrifft – wesentlich schlauer und weiß, dass es sich hier um eine Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) handelt. Das Gelb an der Hinterseite der Beine und die Färbung des Thorax (Brust) lassen keinen Zweifel aufkommen.

***

Die Aufnahme entstand am 02. September in Dudweiler an dem kleinen Teich neben dem Minigolfplatz an der St. Avolder Straße.

***

Zwei Kirchen in einem Regentropfen

mit 2 Kommentaren

Zwei Kirchen in einem Regentropfen

Zwei Kirchen in einem einzigen Regentropfen

Der Sommer war in diesem Jahr ausgesprochen wechselhaft. Ständig ging es rauf und runter. Gottseidank nie mehr als drei Tage heiß und dann kam auch schon die nächste Abkühlung, die dann gottseidank ebenfalls nicht lange dauerte. Da ich große Hitze gar nicht mag, war dies insgesamt gesehen ein sehr schöner Sommer.

Aber heute war seit langer Zeit mal wieder richtig scheußliches Wetter. Ziemlich kühl und viel, viel Regen. Da ich mich schon lange nicht mehr um diesen Blog gekümmert habe, ist dies ein guter Anlass, mal wieder was reinzustellen. Und was bietet sich da Besseres an als das Wetter?

Auch schlechtem Wetter kann man in fotografischer Hinsicht was abgewinnen. Zum Beispiel haben wir am 27. Juni – das war am Siebenschläfertag – einen Blick durch mein Arbeitszimmerfenster auf die Christuskirche und St. Marien geworfen. Durch den prasselnden Regen war dieser Blick arg verschwommen.

Heute schauen wir wieder aus meinen Arbeitszimmerfenster auf die Christuskirche und St. Marien. Und diesmal habe ich die beiden Kirchen, die das Dudweiler Stadtbild dominieren, in einem einzigen Regentropfen eingefangen. Da der Regentropfen nach unten hängt, sind oben und unten und links und rechts vertauscht.

Vermutlich war bislang noch nicht allzu vielen Leuten dieser Blick auf Dudweiler vergönnt.

***

Das Foto entstand am 04. September 2009 in einer Regenpause am Nachmittag.

***

Geschrieben von Ronald

4. September 2009 um 20:40

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