Herbstgedicht

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Bergehalde Lydia

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Bergehalde Lydia

Heute – 17. März 2009 – habe ich zum ersten Mal die Bergehalde Lydia besucht. Und dies ist das erste Foto, das ich dort aufgenommen habe.
Mit Sicherheit werde ich diese Halde noch öfter besuchen und den Wandel der vielfältigen Aussichten, die diese Kunstlandschaft bietet, über den Jahresverlauf dokumentieren.

Zunächst mal ein paar kurze Informationen:

Das Saarland hat viele Berge. Die sind zwar nicht besonders hoch, aber doch sehr zahlreich. Aber mit den saarländischen Bergen ist das so eine Sache – nicht alle sind echt. Genauer gesagt: Einige saarländische Berge sind gar nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern durch Menschenhand erschaffen. Aus Schutthalden, die im Rahmen des Kohleabbaus angehäuft wurden, sind hohe Berge entstanden, die im Laufe der Zeit von der Natur erobert wurden und die – wenn man nicht genauer hinschaut – wie echte Berge wirken.

Die Bergehalde Lydia ist ein solches von Menschenhand geschaffenes Gebilde. Sie liegt im Norden von Saarbrücken auf dem langgestreckten Bergzug der Grühlingshöhe, die das Fischbachtal (Westseite) und das Sulzbachtal (Ostseite) voneinander trennt. Der gigantische Schuttberg, der durch sein ebenes Plateau leicht als Kunstprodukt erkennbar ist, wurde in den letzten Jahren rekultiviert und soll nun als Bestandteil des Haldenrundwegs im Saarkohlenwald Touristen anlocken. In der Tat bietet das Plateau faszinierende Aussichten. Auf der Westseite erstreckt sich ein großes Waldgebiet, das nicht mehr weiter bewirtschaftet werden darf und sich zu einem Urwald entwickeln soll. Auf der Ostseite hat man einen hervorragenden Blick auf Dudweiler und das Sulzbachtal und die Berge, die das Tal von Osten her begrenzen. Im Norden ragt das Kraftwerk Weiher (Göttelborn / Quierschied) über den Bergrücken. Im Foto ist die Dampfwolke erkennbar, die der Kühlturm gen Himmel schickt. Man muss vom Aufnahmestandort nur ein bisschen weiter nach links laufen, dann hat man einen guten Blick auf das Kraftwerk und die Halde Göttelborn, die ebenfalls zum Haldenrundweg gehört.

Den folgenden Text habe ich auf der Webseite der RAG Montan Immobilien gefunden:
Nach einem Leitbild des EU-Projekts SAUL (Sustainable and Accessible Urban Landscapes) rekultiviert, zeigt die Halde Lydia im saarländischen Quierschied beispielhaft, wie ehemalige Bergbaustandorte einen Beitrag zum Strukturwandel leisten können. Das künstliche Landschaftsbauwerk gehört zum Haldenrundweg im Saarkohlenwald und fasziniert seine Besucher vor allem durch den in das Plateau eingelassenen, mit Regenwasser gefüllten „Himmelsspiegel“.
Quelle: http://www.rag-montan-immobilien.de/index.php?SiteID=182

Auf dem Lageplan: Blick von 15 nach 2.
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19 Antworten

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  1. […] about Bergehalde Lydia […]

  2. […] es bereits Bilder von der Bergehalde Lydia gibt und noch weitere folgen werden, will ich auch mal zeigen, wie groß diese Halde ist. Das […]

  3. Ein bißchen beneide ich Dich schon um diese spannende Umgebung mit so viel Landschaft und Himmel.

    Patricia

    19. März 2009 at 18:31

  4. […] Bergehalde Lydia haben wir ja bereits kennengelernt. Nun werfen wir einen Blick auf die Halde Grühlingstraße. Auch […]

  5. […] II in Göttelborn gut zu erkennen. Das Dorf rechts unterhalb ist Fischbach, das unmittelbar an der Bergehalde Lydia liegt, die wir ja bereits bestens kennen. Wenn man am rechten Bildrand ganz genau hinschaut, wird […]

  6. […] Bergehalde Lydia bei Camphausen / Fischbach / Dudweiler ist uns ja schon bestens […]

  7. […] dieses Foto entstand auf der Bergehalde Lydia, auf deren kargem, ödem Boden der Huflattich bestens gedeiht. Aufnahmedatum: 14. April 2009. […]

  8. […] Bergehalde Lydia ist uns ja schon lange ans Herz gewachsen. Wie wir sehen, hat sich seit unserem ersten Besuch – […]

  9. […] Frühling hat einiges zu bieten. Zum Beispiel den German Spring, der sich hier beim Blick von der Bergehalde Lydia über das Fischbachtal in den Saarkohlenwald bietet. Wir blicken auf den Netzbachweiher; und ein […]

  10. […] Heute war ich endlich mal wieder auf der Bergehalde Lydia. […]

  11. […] war ich mal wieder auf der Halde Lydia. Zunächst bin ich schnurstracks zu den unteren Himmelsspiegeln marschiert, denn ich wollte in […]

  12. […] ist mir auf der Bergehalde Lydia ein ganz außergewöhnlicher Schmetterling begegnet. So einen habe ich noch nie zuvor […]

  13. […] kann man sehen, wie die Halde Lydia am 17. März 2009 aussah. Die kleine „Pfütze“, die dort auf dem Bild den Himmel spiegelt, bildet auf dem […]

  14. […] Schnee von gestern Am 17. März 2009 war ich zum ersten Mal auf der Bergehalde Lydia. Hier gibt es » das erste Foto von der Halde «, das ich damals in diesen Blog eingestellt habe. Seither sind zahlreiche Fotos hinzugekommen, und […]

  15. […] Dieser Kleine Fuchs begegnete mir heute auf der Bergehalde Lydia. […]

  16. […] Aufgenommen am 9. April 2010 auf der Bergehalde Lydia […]

  17. […] 21. Mai 2010, habe ich mal wieder die Bergehalde Lydia besucht. Dies war mein erster Lydia-Besuch im Mai – vor allem weil das Wetter an den ersten 20 […]

  18. […] hervorragend getarnte Libelle – ein Großer Blaupfeil – ist mir heute auf der Bergehalde Lydia begegnet, und zwar an einem der oberen […]

  19. […] ist die Halde leider nicht von Jägersfreude aus zu erreichen. Verglichen mit der Bergehalde Lydia ist die Halde Grühlingstraße recht klein. Gleichwohl ist auch die „kleine“ Halde […]


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