Herbstgedicht

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St. Marien Kirche Dudweiler – Ein Chronogramm

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St. Marien Kirche Dudweiler

Das Foto – aufgenommen im März 2003 – zeigt einen Ausschnitt aus der Front der katholischen Kirche St. Marien in Dudweiler, die uns ja bereits durch den Doppel-Regenbogen bestens bekannt ist.
Die Marienstatue, eingerahmt von zwei kreuzblumenbekrönten Dreiecksgiebeln befindet sich direkt über dem Eingangsportal.

Unser Interesse gilt nicht der buntbemalten Marienstatue, sondern den Texten, die sich in den Dreiecksgiebeln befinden. Hierzu hat Werner Burnikel einige interessante Informationen geliefert (Quelle: Werner Burnikel: Eine vergessene Inschrift. In Historische Beiträge aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt, Band 7, 2002, S. 33-36).

Links, also nördlich steht:
Deo pro
teC
torI Laeta LaVs

Der Text der Südseite lautet:
honosqVe
per
saeCVLa aMen

Ins Deutsche übersetzt: Gott, dem Beschützer, (sei) ein frohes Lob und die Ehre in Ewigkeit (wörtlich: durch die Jahrhunderte) Amen.

Das Besondere an der Inschrift ist die Tatsache, dass die Buchstaben DCILLVVCVLM durch Großschrift hervorgehoben sind, unabhängig davon ob sie am Wortanfang oder mitten in einem Wort stehen. Hierbei handelt es sich um ein Chronogramm. Die Buchstaben, die groß geschrieben sind, lassen sich auch als römische Zahlzeichen interpretieren (M = 1000, D = 500, C = 100, L = 50, X = 10, V = 5 und I = 1).

Wenn man die Zahlzeichen DCILLVVCVLM addiert – genau das ist der Witz bei einem Chronogramm –, dann ergeben sie den Wert 1866.

Und siehe da: 1866 ist das Jahr, in dem die katholische St. Marien Kirche eingeweiht wurde.

Burnikel weist darauf hin, dass man Chronogramme an profanen und und kirchlichen Gebäuden im Saarland nicht selten findet, dass aber lateinische Chronogramme über Kircheneingängen sehr selten sind und er selbst außer dem Dudweiler Beispiel nur noch die Blasius-Kapelle in Bergweiler/Tholey kennt.

Bei einem regulären Chronogramm dürfen die Buchstaben MDCLXVI übrigens nur so verwendet werden, dass sie groß geschrieben werden und als römische Zahlzeichen zu interpretieren sind; die Kleinbuchstaben „m“, „d“, „c“, „l“, „x“, „v“ und „i“ sind hingegen nicht zulässig. Dementsprechend ist es gar nicht so einfach, ein ordentliches Chronogramm auf die Beine zu stellen.

Hier geht es übrigens zur »»» Website der Dudweiler Geschichtswerkstatt; dort kann auch alle Bände der „Historischen Beiträge aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt“ bestellen (bislang gibt es davon zehn).

Und hier gibt es ein » Foto der Marienfigur in Hochformat.

***

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6 Antworten

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  1. […] links unten sehen wir die Christuskirche. Ein Stückchen nach rechts – ein wenig höher – die Kirche St. Marien. Das flache helle Gebäude vor St. Marien ist das katholische Pfarrheim und unmittelbar rechts […]

  2. […] ich heute trotz der bulligen Hitze einen Abstecher zur Residenz des katholischen Parrers neben der St. Marien Kirche in Dudweiler gemacht habe, um mein Glück mit dem Fotografieren von Libellen zu versuchen. An den Mini-Teich […]

  3. […] Regenbogen hat sich genau zwischen die evangelische Christuskirche (links) und die katholische St. Marien Kirche geschoben. Heute (Samstag, 13. Juni) ist in der Saarbrücker Zeitung zu lesen, dass die […]

  4. […] die auf dem Anger den “Wiesenteil” vom “zivilisieren Teil” trennt, ragt die katholische Pfarrkirche St. Marien und über deren Dach lugt der Turm der evangelischen […]

  5. […] Zu diesem Anlass gibt es einen kleinen Blumengruß. Das Foto entstand am 30. September 2009 in der Pfarrkirche St. Marien in Dudweiler, die uns ja bestens vertraut […]

  6. […] dem Eingang der St.-Marien-Kirche. Hier gibt es ein paar interessante Informationen zu dem → Chronogramm, in das die Marienstatue eingebettet […]


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