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Gedicht – Gartenerde – Claudia Sperlich

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Spitz-Wegerich Spitzwegerich

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Gedicht – Gartenerde – Claudia Sperlich

Gartenerde
© Claudia Sperlich

Das weiche Gras schleicht unter meinen Sohlen hin,
beugt sich nur kurz, wie schwer ich immer laste.
In einem Winkel unsers Gartens siebe
ich Erde, duftende, vor Tausendfüßlers Augen,
der sucht die Gartenmauer zu erklimmen.
Der feine Humus soll die Beete nähren
und nährt auch Giersch, denn er ist unparteiisch.
Mit frischer Erde deck ich alte Erde,
selbst alt und kinderlos, steh ich noch über ihr –
doch eines Tages wird aus meinem alten Leib
würzig duftende Erde für Blumen und Bäume.

***

Das Foto wurde am 28. Mai 2009 aufgenommen, und zwar in den Wiesen an der Verlängerung der Albertstraße.

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Written by Ronald

20. Juni 2009 um 16:05

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