Herbstgedicht

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Wann ist Ostern

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Moos und Schneetröpfchen

Moos und Schneetröpfchen




Wann ist eigentlich Ostern?


Ostern ist bekanntlich ein beweglicher Feiertag. Im Gegensatz zu Heiligabend zum Beispiel, der immer auf den 24. Dezember fällt, fällt Ostern nicht auf bestimmtes Datum. Trotzdem sollte man natürlich wissen, wann Ostern ist.
Auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 n. Chr. wurde festgelegt, dass Ostern an dem Sonntag gefeiert wird, der dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn folgt. Klingt kompliziert, ist aber einfach: Erst muss mal der Frühling begonnen haben, dann warten wir bis zum ersten Vollmond und am drauf folgenden Sonntag feiern wir Ostern (was ist eigentlich, wenn der Vollmond auf einen Sonntag fällt?). Aus dieser Festlegung ergibt sich, dass Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April gefeiert wird.
In diesem Jahr (2010) fällt der Ostersonntag auf den 4. April, Ostern liegt also relativ früh. Da ist es fraglich, ob die Natur bis dahin zu voller Frühlingspracht erwacht sein wird.
Zu Nizäa (auch: Nikaia, Nikäa, Nicaia, Nicaea, Nicäa): Eine antike Stadt in Kleinasien (heute: Iznik in der Türkei). War bereits früh Bischofssitz, seit 451 Sitz eines Metropoliten. In Nizäa fand 325 das erste und 878 das siebte Ökumenische Konzil statt (Quelle: Brockhaus Lexikon).

Man kann Ostern auch von Fastnacht her betrachten: Ostern folgt auf die siebenwöchige Fastenzeit, welche an das 40-tägige Fasten Jesu Christi erinnern soll. Beginn der Fastenzeit ist der Aschermittwoche, der die 5. Jahreszeit – Fastnacht, Fasching, Karneval, Faasenacht … – beendet.

Die Sonntage in der Fastenzeit haben bestimmte Namen, die ich vor Jahrzehnten in der Schule gelernt und merkwürdigerweise nie vergessen habe (diese Namen leiten sich von den lateinischen sogenannten Introituspsalmen ab).

• Invocavit – Er ruft mich, darum will ich ihn erhören. (Psalm 91,15)
• Reminiscere – Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit! (Psalm 25,6)
• Oculi – Meine Augen sehen stets auf den Herrn. (Psalm 25,15)
• Laetare – Freuet euch mit Jerusalem! (Jesaia 66,10)
• Judica – Gott, schaffe mir Recht! (Psalm 43,1)
• Palmarum – Palmsonntag (Johannes 12,12–19)

Der Merkspruch lautet: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“ (Invocavit – Reminiscere – Oculi – Laetare – Judica – Palmarum)
(Quelle: http://www.wikipedia.de)

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hier gibt es Ostergeschichten
hier gibt es Ostergedichte

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Das Foto entstand am 29. Januar 2010. Es zeigt Moos und winzige Schneetröpfchen an den Sporenfäden. Zum Eierlegen war es für den Osterhasen noch zu früh.

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Deppen der Nation

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Deppen der Nation

Depp der Nation

Der Depp der Nation
© Ronald Henss

Fasching, Fastnacht, Karneval,
Narrentreiben überall.
Und die Welt fragt sorgenvoll,
was sie von Guido halten soll.

In diesen närrischen Tagen schaut die Welt besorgt auf Guido Westerwelle. Hat er einen Hirnschaden? Ist er permanent betrunken? Hält er jedes Mal, wenn ihm ein Mikrophon vor die Nase gehalten wird, eine Büttenrede?

Während Narren, Jecken, Faasebootzen auf den Straßen tanzen, hat endlich mal einer den Mumm, den Bürgern die Augen zu öffnen. Ja, Leute, so ist es doch in Wahrheit um unser Land bestellt: Ärzte und Apotheker drohen im Elend zu versinken und mancher fragt sich voller Angst, ob er sich nun bald von seinem Viert-Wagen oder von seiner Zweit-Yacht trennen muss. Unbescholtene Bürger, die ihre sauer erarbeiteten Spargroschen auf Schweizer Geheimkonten vor der Gier des Staates schützen wollten, werden von hochkriminellen Datendieben bedroht. Verarmte Hotelmilliardäre haben Zweifel, ob sie ihren Parteifreunden auch in Zukunft noch ein Mövenpick-Eis spenden können. Und während die Leistungsträger unserer Gesellschaft mit Füßen getreten werden, schwelgen Millionen von Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern im Luxus und verprassen in spätrömischer Dekadenz schamlos Monat für Monat 359 Euro, die sie ohne einen Finger krumm zu machen aus der Staatskasse klauen.
Ach ja, dann war da noch die Sache mit den Atomkraftwerken – wie war das noch gleich? Atomkraftwerke sind sozial … Nieder mit dem Sozialismus!!! … Atomkraftwerke abschalten!!! … So? … Oder wie? … Oder andersrum? …

In diesem Sinne – Alaaf, Helau und Alleh hopp! Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Und wenn der letzte Narr seinen Rausch ausgeschlafen hat, werden wir vielleicht erfahren, was dieser Spuk bedeuten soll: Ist es ein Lehrstück der geistig-politischen Wende oder der genialste Narrenstreich des 21. Jahrhunderts?

Doch ein Gutes hat die Sache schon:
Nun kennt auch die ganze Welt
den wahren Deppen der Nation.

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