Herbstgedicht

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Frühlingsgefühle

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Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle


Frühling – März – Frühlingsgefühle – Sex – Paarung – Sexfotos – Insekten – Bienen – Hummel – Fliegen – Wanzen – Schmetterlinge – Winter – Frühling – Wetter – Temperaturen


Frühlingsgefühle

Spätestens seit gestern ist klar, was ohnehin auch auf dem Kalender zu lesen ist: Der Winter geht zu Ende und der Frühling steht vor der Tür.

In diesem Jahr – oder besser: in dieser Saison – war der Winter ungewöhnlich dunkel, ungewöhnlich nass und ungewöhnlich kalt, aber gottseidank nicht ganz so kalt wie im Rest der Republik.

Der März – zwar immer noch arg kalt und gelegentlich mit etwas Schnee im Gepäck – hat uns hingegen bislang mit viel Sonne verwöhnt. Und gestern und heute hatte er endlich auch mal warme Temperaturen im Gepäck.

Das Thermometer am Dudoplatz zeigte heute um 12:45 Uhr 22 Grad. Auf dieses Thermometer sollte man sich allerdings nicht unbedingt verlassen. Es misst in der Sonne – offenbar an windgeschützter Stelle – und neigt zu starken Übertreibungen. Wie dem auch sei: warm war es allemal.

Mit der Wärme sind wie auf Knopfdruck massenweise Insekten erschienen. Gestern und heute sind mir begegnet (Im Rosenfeld, Anger und Stadtpark):

  • vier verschiedene Schmetterlingsarten
  • ein halbes Dutzend verschiedene Fliegenarten (die zahlreichen Winzlinge nicht mitgerechnet)
  • zwei Wanzenarten
  • etliche Hummeln
  • viele, viele fleißige Bienen

Die Bienen und Hummeln haben sich vor allem an Krokussen gelabt, Fliegen vor allem an Huflattich, aber auch an Krokussen.

An einem Blumengeschäft – Blumen Brachetti in der Dudo-Galerie – war eine kleine Heerschar Bienen und Hummeln auf Nahrungssuche und wie man sieht: einige waren bereits mit Vorarbeiten für die nächste Generation beschäftigt. Eine Weile schien sie die Kamera nicht zu stören, aber dann krochen sie huckepack in die Blüte der Mini-Narzisse hinein, so dass nur noch die Hinterteile zu sehen waren.

Über die Schmetterlinge werde ich an anderer Stelle berichten. Aber so viel sei verraten: Es handelte sich um Zitronenfalter, Tagpfauenauge und C-Falter, sowie einen Spanner (vermutlich ein Frostspanner).
Näheres: siehe hier.

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Gelbe Regentropfen – Gemeine Nachtkerze

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Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

Heute regnet es bei uns den ganzen Tag. Das wundert mich nicht, denn heute hat Hanni Geburtstag – und in meiner Erinnerung ist der 15. Juni ein Tag, an dem es (fast) immer regnet. Aber ich will hier keine Geschichte über Hanni erzählen. Die habe ich seit etwa fünfundzwanzig Jahren nicht mehr gesehen.

Stattdessen erzähle ich was über Regentropfen und Nachtkerzen. Und dabei hole ich weit aus: Ich wohne in einer Dachwohnung. Dort gibt es leider keinen Balkon. Die Wohnung hat zwar zehn Fenster, aber sieben davon sind schräge Dachfenster. Das heißt, es bleiben nur drei senkrecht stehende Fenster mit jeweils einer kleinen Fensterbank. Und diese drei Fensterbänke müssen Balkon und Garten ersetzen. Bei meiner Pflanzenliebe reicht das natürlich hinten und vorne nicht.

Für die wenigen Quadratzentimeterchen, die zur botanischen Erbauung genutzt werden können, habe ich drei Blumenkästen. Was dort wächst, stammt aus Samen, die ich vor Jahren in freier Wildbahn gesammelt habe. Die Pflanze, die dort am besten gedeiht, ist die Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, und die hat in den letzten Tagen angefangen zu blühen.

Als es heute Morgen so richtig heftig regnete, habe ich zwei Fotos der Nachtkerzenblüte mit Regentropfen gemacht. Leider ist bei meinen „Balkonfotos“ der Hintergrund nicht besonders schön.

Heute Mittag habe ich einen kurzen Regenspaziergang unternommen mit dem Ziel, Regentropfen zu fotografieren. Dabei habe ich auch die Nachtkerze noch einmal fotografiert, und zwar auf dem Wiesenstück zwischen Rathaus und Turmschule.

Über die Gemeine Nachtkerze weiß Wikipedia eine ganze Menge zu berichten. Zum Beispiel, dass sie Volksmund auch Nachtblume, Gelber Nachtschatten, Nachtschlüsselblume, Eierblume, Gelbe Rapunzel, Härekraut, Rapontika, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Schinkenwurz, Stolzer Heinrich, Weinblume oder Weinkraut und Hustenblume genannt wird. Dass sich die Blüten erst in der Abenddämmerung öffnen und meistens bis zum nächsten Mittag wieder verblüht sind. Dass das Öffnen der Blüten häufig innerhalb weniger Minuten in einer fließenden Bewegung erfolgt und dass die Schnelligkeit des Aufblühens bei keiner anderen in Mitteleuropa vorkommenden Pflanze zu beobachten ist. Dass die Bestäubung überwiegend von Nachtfaltern vorgenommen wird, welche im Sommer regelmäßig ca. 30 Minuten nach dem Öffnen der Blüten eintreffen, wenn der Duft am intensivsten ist. Dass sie als Nahrungsmittel verwandt wird und alte Sprichwörter behaupten, ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gäbe so viel Kraft wie ein Zentner Ochsenfleisch. Dass das aus Samen der Nachtkerze gewonnene fette Öl zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung von Neurodermitis eingesetzt wird. Und … und … und …
Wahrlich eine interessante Pflanze!

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Systematik nach Wikipedia
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Unterfamilie: Onagroideae
Gattung: Nachtkerzen (Oenothera)
Art: Gemeine Nachtkerze

Wissenschaftlicher Name
Oenothera biennis
L.

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Ach ja: Während ich diese Zeilen schreibe, prasselt – wie schon den ganzen Tag über – der Regen auf das Dachfenster.

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Ach ja, noch etwas ganz Wichtiges: Dieses Foto widme ich Hanni zu ihrem heutigen – wie (fast) immer regenreichen – Geburtstag.

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