Herbstgedicht

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Es ist nicht so wie du denkst Liebling

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Schmetterlinge Kleiner Sonnenröschen Bläuling

Vor einiger Zeit bin ich des Öfteren zum Dudweiler Anger spaziert, um dort wildwachsende Wiesenblumen zu fotografieren. Vor allem den Löwenzahn, der den Anger mit Pustblumenteppichen übersäte. Aber dann wurde der Anger gründlich kahlgemäht und ich musste nach anderen Fotogelegenheiten Ausschau halten.

So führte mein Weg am 14. Mai an den renaturierten Sulzbach in Richtung Herrensohr, Wilhelmshöhe, Jägersfreude. Von dort habe ich das Pusteblumen-Bild mitgebracht, das wir bereits kennen.

Die Hauptattraktion jener Fotosafari waren aber zweifellos die Schmetterlinge. Das in meinen Augen spektakulärste Foto sehen wir hier. Möglicherweise wird auf den ersten Blick gar nicht klar, was das Bild zeigt. Klar, man erkennt sofort, dass es sich um einen Schmetterling handelt. Aber dann wird man stutzig und bemerkt, dass da zwei Schmetterlinge „aufeinanderkleben“. Mit der Entdeckung, dass es zwei Schmetterlinge sind, liegt man ja richtig, aber die beiden sind gar nicht aufeinandergeklebt. Das was man möglicherweise für den linken und das was man möglicherweise für den rechten Teil hält, ist jeweils ein kompletter Schmetterling mit zusammengeklappten Flügeln. Und die beiden sind im Paarungsakt miteinander „verklebt“.

Zu dieser vertrackten, aber doch eindeutigen Situation fällt mir sofort der beliebte Standardspruch für verfängliche Situationen ein: „Es ist nicht so, wie du denkst, Liebling!“

Wesentlich übersichtlicher ist die Situation auf einem anderen Foto, das die beiden aus anderer Perspektive zeigt. Dieses Bild habe ich bei flickr eingestellt und dort findet es offenkundig sehr viel Zuspruch. Und es hat innerhalb kürzester Zeit eine Reihe von Awards errungen – die jedoch lediglich ideellen Wert besitzen.

Ich finde das „komplexe“ Foto, das wir hier im Fotoblog sehen, zwar viel interessanter, aber vermutlich würde das nicht so viel Zuspruch erhalten wie die übersichtlichere Variante.

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Bei dieser Schmetterlings-Art handelt es sich übrigens um einen Bläuling, vermutlich um einen Kleinen Sonnenröschen Bläuling (Polyommatus bellargus). Da es aber laut meinem Tierführer mehr als hundert Bläulingarten gibt, die zum Teil nur von Fachleuten genau bestimmt werden können, bin ich bezüglich der Feinklassifikation nicht sicher. Es könnte sich zum Beispiel auch um den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) handeln.

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Heidi Klum der Schmetterlinge

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Schmetterling Bläuling Polyommatus icarus

Dass es nicht gerade einfach ist Schmetterling zu fotografieren, weiß wohl jeder. Anders als Landschaften, Gebäude oder Pflanzen neigen Schmetterlinge dazu sofort wegzuflattern, sobald man sich ihnen nähert. Und bis man mit dem Fotoapparat so nahe gekommen ist, dass man sie nicht nur als winzigen Punkt im Sucher hätte, haben sie bereits auf einer anderen Blüte niedegelassen.

Heute (27. Mai 2009) aber bin ich der Heidi Klum unter den Schmetterlingen begegnet. Dieser Bursche hat sich verhalten wie ein Fotomodel. Er hat – gemessen an dem Schmetterlingüblichen – fast perfekt Modell gestanden. Heidi Klum kann das kaum besser machen.

Und wenn er mal wegflatterte, blieb er am nächsten Ort wieder ein Weilchen friedlich sitzen und ließ sich auch dort ablichten. Wenn doch nur alle Schmetterlinge so zuvorkommend wären!

Hier handelt es sich eindeutig um einen Bläuling (Polyommatus). Diese Art haben wir ja kürzlich beim Hochzeitstanz kennengelernt. Damals waren die beiden zusammengeklappt. Heute habe ich zum ersten Mal einen Bläuling in aufgeklapptem Zustand fotografiert.

An der blauen Farbe ist zu erkennen, dass es sich um ein männliches Exemplar handelt. Die Weibchen sind auf der Innenseite braun.

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Das Foto entstand am 27. Mai 2009 an der Sulzbachaue in Dudweiler.

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Noch ein Nachtrag: Da es sich bei unserem schönen Schmetterling um ein Männchen handelt, war es wohl gar nicht Heidi Klum. Ich kann aber versichern: Es war ganz bestimmt nicht unser Verteidigungsminister zu Guttenberg, der rastlos von Kamera zu Kamera eilt, um dann auf seine (manche würden sagen: schleimige) Art in die Linse zu grinsen und Sprechblasen in die Mikrophone zu blubbern. Allein über eine solche Idee wäre unser guter Polyommatus zu Recht entrüstet.

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Schmetterlinge bei der Paarung

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Polyommatus icarus bei der Paarung

Schmetterlinge bei der Paarung
Oder: Die nächste Generation in meiner Hand

Das Ziel meines heutigen fotografischen Spaziergangs (18. September 2009) war eigentlich die brachliegende Fläche Im Rosenfeld. Der Weg führte zunächst über den Anger, der leider vor einiger Zeit kahlgemäht wurde und daher in fotografischer Hinsicht nur noch wenig zu bieten hat. Lediglich auf dem Kinderspielplatz sonnte sich eine Heidelibelle und gestattete ein paar Nahaufnahmen.

Kurz hinter dem Bürgerhaus am Rande der Beethovenstraße befindet sich ein nicht kahlgemähter Streifen. Dort begegnete mir eine weitere Heidelibelle, die aber nach der ersten Aufnahme davonflog.

Als ich ihr folgte, bemerkte ich einen Bläuling, der in seltsamer Manier durch die Luft flatterte, sich aber gleich auf einer Pflanze niederließ. Erfreut stellte ich fest, dass es sich um zwei Schmetterlinge handelte, die sich gerade paarten. Und zwar den Hauhechel-Bläuling Polyommatus icarus. Die beiden waren emsig mit ihrer Fortpflanzung beschäftigt. Nur gelegentlich flatterten sie – fest miteinander verbunden – zu einer anderen Pflanze.

Als es mir gelang, die Pflanze, auf der sie sich vergnügten, abzureißen ohne sie zu stören, konnte ich das Pärchen in aller Ruhe von allen Seiten fotografieren. Die beiden waren aber ständig in Bewegung und so kam es, dass sie – das Weibchen voran – auf meinen Finger krabbelten und ihr Paarungsgeschäft auf meiner Hand fortführten. Nun lag also die Bläuling-Generation des kommenden Jahres buchstäblich in meiner Hand.

Auf diesem Foto (Weibchen links, Männchen rechts) kann man sehr gut sehen, wie winzig klein Hauhechel-Bläulinge sind. Der Abschnitt, auf dem sich die beiden befinden, ist der hintere Teil meines linken Daumens.

Die beiden beendeten ihre Paarung auf meiner Hand und verweilten noch kurz nebeneinander. Dabei habe ich zu allerersten Mal ein Männchen und ein Weibchen mit geöffneten Flügeln nebeneinander sitzen gesehen, und gottseidank konnte ich sie auch in dieser Position fotografieren. Vielleicht werde ich demnächst eines dieser Fotos ins Netz stellen.

Als das Weibchen wegflatterte, blieb das Männchen sitzen und versuchte an meiner Hand zu saugen. Ich bin sicher, dass es dort keinen Nektar gefunden hat.

Schließlich meldete die Kamera „Speicher voll“ und die Fotosession war beendet. Ich schickte den werdenden Vater auf die Flugreise und machte mich auf den Heimweg – voller Freude auf die vielen wunderschönen Bilder.

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Das Foto entstand am 18. September 2009 in Dudweiler am Rande der Beethovenstraße nahe dem Bürgerhaus.

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