Herbstgedicht

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Archive for the ‘Landschaft’ Category

Abendsonne bei Schneefall

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Abendsonne bei Schneefall

Abendsonne bei Schneefall

Abendsonne bei Schneefall

Heute (Samstag, 6. März 2010) gibt es mal ein eigenartiges Foto. Gegen 17:40 Uhr schien die Abendsonne recht kräftig und gleichzeitig setzte Schneefall ein, der alles in ein milchig-trübes Licht tauchte und eine ungewöhnliche Stimmung erzeugte.

Als Zugabe gibt es noch ein ungewöhnliches Gedicht

Richard III
© Manfred Schröder
 
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Der König irrt umher
und seine Stimme hallt
durch London´s
Gassen:
„Ein Regenschirm,
ein Regenschirm!
Mein Königreich
für
einen Regenschirm!“

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Schnee von gestern

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Bergehalde Lydia - Winter

Bergehalde Lydia - Winter




Sonnenschein und Schnee von gestern


Am 17. März 2009 war ich zum ersten Mal auf der Bergehalde Lydia. Hier gibt es » das erste Foto von der Halde «, das ich damals in diesen Blog eingestellt habe. Seither sind zahlreiche Fotos hinzugekommen, und dabei haben wir die Halde vom Frühling bis zum Herbst kennengelernt.

Was bislang fehlte, ist ein Winterfoto. So richtig Winter, mit Schnee und Eis und allem drum und dran. – Dieser Mangel ist nun behoben.

Die Aufnahme entstand gestern, also am Fastnachtsdienstag, 16. Februar 2010. Das Foto zeigt ziemlich dieselbe Ansicht wie das Foto vom 19. März 2009 – aber welch ein Unterschied!

Gestern war der einzige Tag in diesem Jahr, an dem von morgens bis abends die Sonne schien. Ansonsten war es in diesem Jahr bislang entsetzlich grau, grau, grau … Wenn sich die Sonne mal ansatzweise blicken ließ, dann allenfalls für ein paar Minuten und nur hinter einem milchigen Schleier. Da ohne Sonnenlicht der Schnee nur eine amorphe graue Masse bildet, sind mir nur wenige wirklich schöne Schneefotos gelungen.

Und auch dieses Foto zeigt lediglich den Schnee von gestern. Heute ist es wieder grau, trüb, dunkel, nasskalt, regenverhangen und den ganzen Tag rieselt es nass vom Himmel. Laut Wettervorhersage soll dies in den nächsten Tagen genauso weitergehen: dunkel, nasskalt und immer wieder Regen, Regen, Regen. Vom Schnee ist hier unten „im Dorf“ schon jetzt nichts mehr zu sehen und die dünne Schneedecke auf der Halde wird wohl spätestens morgen weggewaschen sein.

Auf dem Foto kann man übrigens gut erkennen, dass die Schneedecke nur sehr dünn war. Die Fußspuren sind ganz flach und an einigen Stellen zeigt sich der Haldenschutt. Die Bäume auf dem Lydia-Hubbel und in den umliegenden Wäldern sind schneefrei. Schneebedeckte Wälder gab es in diesem Winter zwar für ein paar Stunden, aber wenn ich auf der Halde war, waren die Bäume schneefrei oder – das war am 25. Januar – das Schneetreiben war so dicht, dass die Sichtweite nur ein paar Meter betrug und die umliegenden Berge nicht zu sehen waren.

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Universität des Saarlandes Saarbrücken

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Universität des Saarlandes Saarbrücken

UdS – Universität des Saarlandes Saarbrücken – Dudweiler – Bergehalde Lydia – Sulzbach – Quierschied – Kraftwerk Weiher II – Bergehalde Göttelborn

Heute habe ich mal wieder den Schwarzenbergturm bestiegen. Der Schwarzenbergturm befindet sich auf dem Bergzug zwischen der Stadt Saarbrücken und der Universität des Saarlandes. Er bietet einen außergewöhnlichen Rundblick über die Region Saarbrücken bis nach Frankreich und in die Westpfalz.

Das Foto zeigt den Blick nach Norden. Unmittelbar im Vordergrund die Universität des Saarlandes. Wie man sieht, liegt die Saarbrücker Uni mitten im Wald. Noch schöner kann eine Universität kaum liegen.

Vielleicht sollte man die vielen Studienanfänger, die nun zum Beginn des Wintersemesters an die Saar-Uni strömen, auf den Schwarzenbergturm führen, damit sie rasch einen Überblick über die Uni erhalten.

„Hinter dem Berg“ erstreckt sich in der Waagerechten Dudweiler, das aber zum Großteil durch den Bergrücken verdeckt ist. Links oben ist die Bergehalde Lydia sehr gut zu erkennen (unmittelbar darunter befinden sich zwei große sehr flache Gebäude, nämlich die Einkaufsmärkte von Real und Metro; rechts daneben die Hochhäuser von Dudweiler Nord).

Am oberen Bildrand sind in der Mitte das Kohlekraftwerk Weiher II und die Grube Göttelborn mit der Bergehalde Göttelborn zu erkennen.

Rechts unterhalb sieht man Teile von Quierschied. Rechts davon Sulzbach – gut zu erkennen der Wasserturm.

Unterhalb des Kühlturm des Kraftwerks Weiher (unmittelbar unterhalb der „niedrigen Hochhäuser“) kann man die Türme der St. Marien Kirche und der Christuskirche in Dudweiler sehen.

Damit man einen Eindruck über die Entfernungen bekommt, habe ich die folgenden Distanzen auf einer Karte ausgemessen:

Schwarzenbergturm – Halde Lydia: 2,5 Kilometer
Schwarzenbergturm – Kühlturm Kraftwerk Weiher II: 4,8 Kilometer

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Halde Lydia Himmelsspiegel

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Halde Lydia Himmelsspiegel

Halde Lydia Himmelsspiegel Herbst Herbstfarben

Die Halde Lydia ist immer einen Ausflug wert. Zurzeit aber ganz besonders. Der Herbst hat Pinsel und Farbenpalette herausgeholt und malt die Landaft nun mit kräftigen Farben an.

Hier kann man sehen, wie die Halde Lydia am 17. März 2009 aussah. Die kleine „Pfütze“, die dort auf dem Bild den Himmel spiegelt, bildet auf dem heutigen Bild den Vordergrund.
Der baumbewachsene Hügel, der damals noch kahl war, zeigt heute sein buntes Herbstkleid.

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Das Foto entstand am 7. Oktober 2009 an einem der oberen Himmelsspiegel auf dem Plateau der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).

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Sulzbachaue Dudweiler Sulzbach

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Sulzbachaue Dudweiler Sulzbach

Zahlreiche Fotos auf diesem Blog habe ich in der Sulzbachaue aufgenommen. Und zwar in dem schmalen Streifen am renaturierten Sulzbach zwischen dem Minigolfplatz und der Abzweigung nach Herrensohr. Dort findet sich parallel zu der vielbefahrenen Sulzbachtalstraße ein kleines Naturparadies, das kaum jemand beachtet. Allenfalls die tausend Hundbesitzer, die ihre Lieblinge dort Gassi führen und weite Teile dieses wunderschönen Stückchens Natur zum Hundesch… verkommen lassen.

Damit man mal sehen kann, wie schön dieses kleine Stückchen Natur ist, gibt es diesmal keine Nahaufnahme, sondern ein kleiner Blick in die Landschaft.

Das Foto entstand am 9. Juli 2009. Wenige Tage zuvor waren extrem starke Regengüsse niedergegangen. Dies kann man auch auf dem Foto gut sehen: Am gegenüberliegenden Ufer ist ein dunkelgrüner Streifen zu erkennen. Der ist dadurch entstanden, dass der Wasserstand kräftig gestiegen war und die starke Strömung den Bewuchs plattgedrückt hat.

Auf dieser Höhe ist die westliche Uferseite (rechts) deutlich vielfältiger als die linke. Leider verläuft auf der westlichen Seite auch der Hundesgassiweg. Wenige Meter weiter unten ist aber die östliche (linke) Uferseite mindestens genauso abwechslungsreich wie die westliche. Dort (auf der linken Seite am Rande der Sulzbachtalstraße kurz vor der Abzweigung nach Herrensohr) trifft man die meisten Schmetterlinge an.

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Ein Nachtrag: Heute – 20. Juli 2009 – habe ich am Dudoplatz ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Sulzbachtalaue 400m“ erblickt. Ich werde mir wohl angewöhnen müssen, Sulzbachtalaue zu schreiben und nicht Sulbachaue.

Margeriten – Naturparadies Halde Lydia

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Margerite Naturparadies Halde Lydia

Heute war ich endlich mal wieder auf der Bergehalde Lydia.

Zunächst habe ich mich vor allem nach Fossilien umgeschaut und wurde reichlich belohnt. Etliche kleinere Stücke mit wundervollen 300 Millionen Jahre alten Pflanzenabdrücken habe ich mit nach Hause genommen. Einige schwerere Brocken habe ich schweren Herzen liegen gelassen.

Ich wollte schon wieder den Heimweg antreten, als ich am Abhang auf der Westseite bemerkte, dass sich die Böschung in der Zwischenzeit zu einem phatastischen Naturparadies entwickelt hat (das ist der Hang, der auf diesem Foto links ein wenig flacher abfällt). Zwischen Gras und Besenginstersträuchern haben sich weite weiße Felder mit Margeriten ausgebreitet.

Die Margerite gehört zu meinen absoluten Lieblingsblumen. Gemeinsam mit dem Löwenzahn (insbesondere der Pusteblume), dem Klatschmohn, der Kornblume und der Sonnenblume rangiert sie auf den vordersten Plätzen.

Es flatterten auch zahlreiche Schmetterlinge rum – aber die sind bekanntlich wesentlich schwerer zu fotografieren als Margeriten. Immerhin sind mir auch zwei sehr schöne Schmetterlingsaufnahmen gelungen. Und zwar jeweils ein Schmetterling auf einer Margerite.

Zum Thema Fotografieren von Schmetterlingen habe ich was Erfreuliches zu berichten. Vor kurzem habe ich ein paar Fotos bei flickr eingestellt. Darunter auch ein Foto, das zwei Kleine Sonnenröschen Bläulinge bei der Paarung zeigt. Dies Foto hat offenkundig großen Gefallen gefunden und wurde mit verschiedenen Awards bedacht. Dafür kann man sich zwar nix kaufen, aber es freut mich natürlich, wenn meine Bilder auch anderen Menschen gefallen.

Halde Lydia – Dunkle Wolken

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Halde Lydia dunkle Wolken

Dunkle Wolken über der Bergehalde Lydia

Als ich heute Mittag von der Mensa nach Hause fuhr, hingen so richtig schön fette dunkle Wolken am Himmel. Und da wollte ich diese günstige Gelegenheit natürlich beim Schopfe packen und hab mal wieder einen Spaziergang zur guten alten Bergehalde Lydia unternommen.
Leider hatten sich – bis ich kam – die dunklen Wolken schon verzogen, so dass ich mit ein paar mehr oder weniger kümmerlichen Resten Vorlieb nehmen musste. Trotzdem sind ein paar beeindruckende Fotos gelungen.

Ein paar Bilder habe ich in mein Fotoalbum zum Haldenrundweg im Saarkohlenwald eingefügt. Und zwar:
*** Bergehalde Lydia – Blick über Schutthügel zum Saarkohlenwald – Richtung Südwest
*** Bergehalde Lydia – auf dem Plateau – Blick nach Nordwest
*** Bergehalde Lydia – dunkle Wolken über dem Plateau – Blick nach Norden – Grube Göttelborn
*** Bergehalde Lydia – auf dem Plateau – Blick nach Nordosten

Aufnahme am 27. April 2009.

Himmelsspiegel – Blick zur Halde Lydia

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Halde Lydia neue Himmelsspiegel

Wir haben gerade eben einen Blick von der Halde Lydia auf die neuen Himmelsspiegel geworfen. Und wie versprochen drehen wir nun den Spieß um und schauen von unten auf die Südspitze der Halde. Hier kann man erahnen, wie steil es von oben runtergeht – und vielleicht nachvollziehen, dass mir stets recht mulmig wird, wenn ich direkt am Rand stehe und auf die Himmelsspiegel blicke.

Man sieht sehr schön, dass am Haldenrand ein recht gemäßigt ansteigender Weg entlangführt. Auf diesem Weg kommt man auf bequeme Weise zum Haldenplateau, das nahe dem Nordrand erreicht wird. Man kann also sicheren Fußes an der Längsseite allmählich nach oben gelangen und dabei hat man ständig einen hervorragenden Blick auf den Urwald vor der Stadt (im Westen = linker Hand) oder in Gehrichtung (= nach Norden) den Blick auf Fischbach bis nach Qierschied und zur Grube Göttelborn und dem Kraftwerk Weiher, das in diesem Foto am Horizont hervorlugt.

Der Weg, der sich hingegen direkt am Steilhang hochwindet, ist weitaus steiler, als es den Anschein hat. Ich bin ihn von oben nach unten gegangen und an manchen Stellen habe ich gedacht, dass dies nicht unbedingt das Klügste war. Da geht es stellenweise schroff bergab. Aus diesem Grund möchte ich diesen Weg nicht gerade weiterempfehlen. Ohne festes Schuhwerk mit ordentlichem Sohlenprofil sollte man diese Strecke auf gar keinen Fall begehen.

Halde Lydia – Neue Himmelsspiegel revisited

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Halde Lydia neue Himmelsspiegel

Der Blick von der Halde Lydia auf die neuen Himmelsspiegel ist uns in guter Erinnerung. Nachdem nun ein Monat vergangen ist, wollen wir schauen, was sich mittlerweile in der Natur so alles verändert hat. Der Vergleich spricht für sich.

Auf diesem Foto kann man allenfalls schwach erahnen, wie steil es bergab geht. Deshalb schauen wir uns die ganze Sache gleich mal von unten an. Hier also der Blick von den unteren Himmelsspiegeln zum Südhang der Halde Lydia.

Im rechten oberen Teil erkennen wir sofort den Ausschnitt, den wir auf dem vorangegangenen Foto gesehen haben: Netzbachweiher und Urwald vor den Toren der Stadt im Frühlingsgrün.

Auf dem Lageplan: Blick von 8 nach 6.

Saarkohlenwald – Urwald vor den Toren der Stadt

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Halde Lydia Netzbachweiher Urwald vor den Toren der Stadt

Halde Lydia Netzbachweiher Urwald vor den Toren der Stadt

Blick von der Halde Lydia auf den Saarkohlenwald – Netzbachweiher und Urwald vor den Toren der Stadt

Es ist ja erst ein paar Tage her, dass wir von der Bergehalde Lydia aus einen Blick auf Netzbachweiher den und den Urwald vor den Toren der Stadt geworfen haben, der sich nun in voller Frühlingspracht zeigt.

Weil’s so schön war, werfen wir auch heute wieder einen Blick auf auf diesen Teil des Saarkohlenwalds. Wie vor ein paar Tagen befinden wir uns auf der Ebene der „neuen“ Himmelsspiegel, also unterhalb des Haldenplateaus. Diesmal stehen wir aber am südlichen Rand, der den beiden Himmelsspiegeln vorgelagert ist.

Die Szenerie ist uns von unserem zweiten Besuch der Halde Lydia vertraut, als wir zum ersten Mal die „neuen“ Himmelsspiegel erblickten. Damals – das ist grad einen Monat her – war von frühlingshaftem Grün noch arg wenig zu sehen. Dafür werden wir nun umso reichlicher belohnt.

Die Straße, die sich im Zick-Zack-Kurs den Berg hochschlängelt, ist die L 260. Sie führt zum Forsthaus Neuhaus und von dort aus geht es dann per L 259 weiter nach Riegelsberg. In der Scheune Neuhaus befindet sich das „Zentrum für Waldkultur“ und in gutem Sinne auch das Zentrum des Saarkohlenwaldes. Von verschiedenen Punkten entlang des Haldenrundwegs sind sogenannte „Sternwege“ angelegt, die jeweils über eine mehr oder weniger lange Strecke zur Scheune Neuhaus führen (Für diese Wanderungen muss man jeweils mehrere Stunden einplanen und die Gastronomie in der Scheune Neuhaus freut sich gewiss über die vielen hungrigen Wanderer, die aus dem Urwald herbeiströmen. Ob gelegentlich der ein oder andere Urwaldwanderer ein selbstgefangenes Wildschwein mitbringt, ist mir bislang noch nicht zu Ohren gekommen.)

Die Straße am linken Rand ist die L 127, die entlang des Fischbachs von Fischbach nach Saarbrücken Rußhütte führt und kurz vor Rußhütte ganz nah an der Halde Grühlingstraße vorbeiführt.

Diese Aufnahme entstand am 20. April 2009.

Die Bergehalde Lydia – Ethymologisches und Lydia’s Geheimnis

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Halde Lydia Himmelsspiegel

Die Bergehalde Lydia ist uns ja schon lange ans Herz gewachsen. Wie wir sehen, hat sich seit unserem ersten Besuch – vor einem Monat – einiges getan. In den letzten Tagen ist die Vegetation förmlich explodiert.

Aber heute reden wir mal nicht über die Natur und das Wetter (das ist heute scheußlich; es regnet und regnet und regnet), heute betrachten wir Ethymologisches und ein Geheimnis.

Was bedeutet eigentlich der Begriff „Bergehalde“?

Die naheliegende Vermutung – eine Bergehalde ist eine Halde, die so hoch aufgeschüttet wird, dass sie so groß ist wie ein Berg – ist falsch. „Berge“ ist in diesem Zusammenhang nicht im topographischen Sinne gemeint. Als „Berge“ bezeichnet man in der Fachsprache des Bergbaus den Abfall, der im Rahmen des Kohleabbaus anfällt. Eine Bergehalde ist demnach schlicht eine Schutt- und Abfallhalde. Demnach könnten wir auch von der Abfallhalde Lydia sprechen.

Aber warum trägt dieser gigantische Schuttberg den Beinamen „Lydia“?

Dazu erfahren wir bei Werner Zimmer (2008, S.35): In der Anfangsphase des Bergbaus wurden die Stollen oft mit den Vornamen der herrschenden Schicht und deren Frauen bezeichnet. Später wurden die Vornamen von Bergbauprominenten und die Familiennamen von preußischen Ministern, die für den hiesigen Bergbau zuständig waren, verwandt. Nicht bei allen Schächten und Stollen wurden die Taufpaten in den Akten festgehalten.

Leider scheint der letzte Satz auch für „Lydia“ zuzutreffen. Ich habe jedenfalls bislang keine genauen Angaben hierzu gefunden.
Fest steht Folgendes: Die Halde gehört zur Grube Camphausen (demnächst werden wir erfahren, wer Camphausen war) und zur Grube Camphausen gehörte unter anderem ein Wetterschacht, der – das ist der Schlüssel – ab 1920 Lydia-Schacht genannt wurde (Rudolf Saam , 1997, S.66). Dieser Schacht war bis 1961 in Betrieb und wurde 1962 verfüllt. Von diesem Schacht ist heute nichts mehr zu sehen, da er unter der Bergehalde begraben liegt. Das heißt: Die Halde Lydia erhebt sich über dem ehemaligen Schacht Lydia.

Aber damit wissen wir immer noch nicht, wer die Namenspatin des Schachts und der Halde war. Offenbar müssen wir in den Jahren vor 1920 forschen. Ich werde Augen und Ohren offenhalten und bin zuversichtlich, dass wir Lydia’s Geheimnis lüften werden.

Die Aufnahme entstand am 14. April 2009
Auf dem Lageplan: Blick von 3 nach 2.

Quellen:
Rudolf Saam: Die Bedeutung der Dudweiler Gruben für die Industrialisierung des Saarlandes. In: 1000 Jahre Dudweiler 977-1977. Hrsg. Landeshauptstadt Saarbrücken, Stadtbezirk Dudweiler. Saarbrücker Zeitung Verlag, 1977, S. 258-275.
Werner Zimmer: Die Grube Jägersfreude und ihre Wetterschächte auf Dudweiler Bann. In Historische Beiträge aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt, Band 10, 2008, S. 25-36.

Die Historischen Beiträge aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt kann man direkt bei der Geschichtswerkstatt Dudweiler bestellen. Die älteren Bände gibt es zu günstigen Sonderpreisen.

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German Spring – Saarkohlenwald – Urwald vor den Toren der Stadt

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Halde Lydia Netzbachweiher Saarkohlenwald

Im Herbst bieten sich immer wieder gute Gelegenheiten, beeindruckende Fotos vom Indian Summer zu schießen.

Aber auch der Frühling hat einiges zu bieten. Zum Beispiel den German Spring, der sich hier beim Blick von der Bergehalde Lydia über das Fischbachtal in den Saarkohlenwald bietet. Wir blicken auf den Netzbachweiher; und ein Teil des Waldgebiets gehört zum „Urwald vor den Toren der Stadt“. Dieses Gelände ist seit einigen Jahren der Verwilderung freigegeben, so dass sich mit der Zeit ein veritabler Urwald im Zentrum des Haldenrundwegs und in unmittelbarer Nähe des Ballungszentrums Saarbrücken entwickeln soll.

Die Aufnahme entstand am 15. April 2009.
Standort: „Unterer Rand“ der Halde Lydia, nahe den „neuen“ Himmelsspiegeln. Diese haben wir ja bereits von oben betrachtet, wobei wir „von einer höheren Warte aus“ auf den Netzbachweiher und den Urwald vor den Toren der Stadt blickten.

Ich habe übrigens damit begonnen, eine eigene Website zum Haldenrundweg mit den Bergehalden des Saarkohlenwaldes aufzubauen; und freue mich über jeden Besucher. Ich hoffe, dass ich die Zeit finden werde, dieses thematisch eng gefasste Fotoalbum im Laufe des Jahres zu einem beeindruckenden Bilderbuch auszubauen.

Bergehalde Lydia – blauer Himmel weiße Wolken

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Bergehalde Lydia Himmel Wolken Halde

Bergehalde Lydia Himmel Wolken Halde

Die Bergehalde Lydia bei Camphausen / Fischbach / Dudweiler ist uns ja schon bestens bekannt.

Heute bin ich zum ersten Mal den Weg am nördlichen Haldenrand entlang Richtung Westen gegangen. Das Schild „Betreten verboten“ habe ich einfach ignoriert, und ich konnte auch keinen vernünftigen Grund erkennen, warum man diesen breiten sehr gut angelegten Weg nicht gehen sollte. Ganz im Gegenteil, dieser Weg hat einiges zu bieten, linker Hand die Halde, rechter Hand die Grube Camphausen. Und als der Weg dann am nordwestlichen Ende in Richtung Süden abbog, bot das Zusammenspiel von Halde, Himmel und Wolken ein spektakuläres Bild.

Und zu diesem Bild fällt mir ein ganz besonderer Buchtipp ein:
Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

Ein Buch voller wundervoller Geschichten, die die gleiche Leichtigkeit und Freiheit ausstrahlen wie dieses Foto. Ein Buch, das man zu allen Jahreszeiten lesen kann. Und das man nicht nur einmal liest. Selbst das Titelbild des Buches passt zu dem Halden-Himmels-Wolken-Foto.

Und noch ein Wort zum Wetter: Gestern war’s bei uns richtig frühlingshaft warm. Aber heute war’s um etliche Grad kälter, so dass ich mich richtig dick einpacken musste. Und das war unbedingt erforderlich, denn auf der Halde wehte ein enormer kalter Wind. Und der Wind war so stark, dass nur meine geistesgegenwärtigen Reflexe verhinderten, dass meine Mütze über die Weiten den Saarkohlenwaldes hinwegflog. Oben auf dem Plateau habe ich mich dann kaum an den Rand gewagt aus Angst, der Wind könne auch mich wegpusten. Aber Himmel, Wolken und Landschaft haben dann doch für die unangenehmen Temperaturen entschädigt.

Und zur Aufnahme: 8. April 2009, 13:11 Uhr. Am nordwestlichen Rand der Bergehalde Lydia, Blick nach Süden.

Halde Grühlingstraße – Literarischer Aufstieg

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Halde Grühlingstraße - Literarischer Aufstieg

Halde Grühlingstraße - Literarischer Aufstieg

Die Halde Grühlingstraße haben wir ja bereits gestern kennengelernt.

Heute gibt es ein paar Zusatzinformationen, die den Blick auf eine Besonderheit dieser Bergehalde lenken.

Zunächst mal ein paar allgemeine Daten:
Die Halde Grühlingstraße liegt im nördlichen Stadtgebiet von Saarbrücken. Sie liegt zwar unmittelbar westlich von Jägersfreude, aber aufgrund des Verlaufs der Autobahn A 623 (Grühlingstraße) ist die Halde leider nicht von Jägersfreude aus zu erreichen.
Verglichen mit der Bergehalde Lydia ist die Halde Grühlingstraße recht klein. Gleichwohl ist auch die „kleine“ Halde Grühlingstraße sehr beeindruckend. Sie hat einen steilen Anstieg (der im linken Bild nicht voll zur Geltung kommt). Sie besitzt sehr tiefe Erosionsrinnen. Und auf ihrem Plateau befindet sich ein Gipfelkreuz, das wir ja bereits kennen. Auf dem Satellitenbild von Google-Maps ist die bemerkenswerte Struktur der Halde wunderbar zu erkennen.

Das Besondere an der Halde Grühlingstraße ist aber etwas anderes, nämlich der sogenannte Literarische Aufstieg.
Im linken Bild sehen wir, dass der Aufstieg zur Halde treppenähnliche Stufen aufweist. Hierbei handelt es sich um in den Boden eingelassene Stufen, in die jeweils ein Text eingraviert ist. Den Textanfang der ersten Stufe sehen wir im rechten Bild.
Auf zahlreiche Stufen verteilt (es sind wohl 13 Stufen; aber ich habe nicht aufgepasst und werde dies bei meinem nächsten Besuch nachholen) findet sich ein Auszug aus „Die Kinder der Toten“ von der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Der Anfang lautet: „Im Gebirge, wo die Beschaulichkeit leicht von Blitzen zerrissen werden kann, diesen vorübergehenden Schrecken, die im Grunde wenig hervorbringen, aber viel kaputtmachen, im Gebirge sind ein paar Menschen verschwunden. Dafür sind andere wiedergekommen …“
Der Besucher kann den mühsamen steilen Aufstieg zeitlich strecken, indem er auf dem Weg zum Gipfel im Geiste den Jelinekschen Text zusammenbaut. Wenn er es dann auf dem Gipfel schafft, den gesamten Text am Stück zu rezitieren, dann hat er seinen Geist mindestens genauso trainiert wie seinen Körper.
(Falls jemand „Die Kinder der Toten“ besitzt: Ich würde mich freuen zu erfahren, wie dieser Text weitergeht.)

Mein literarischer Tipp, der sehr gut zu der großartigen Aussicht passt, die sich auf der Halde Grühlingstraße bietet:
Patricia Koelle: Die Füße der Sterne

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Halde Grühlingstraße – Blick nach Norden

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Halde Grühlingstraße - Blick nach Norden

Die Halde Grühlingstraße haben wir ja bereits bei einem Blick aus meinem Fenster aus der Ferne kennengelernt. Heute – am 2. April 2009 – habe ich sie zu ersten Mal besucht.

Auch diese Halde bietet grandiose Aussichten. Aber leider war es trotz Sonnenschein noch ein bisschen diesig, sodass die Aussicht stets ein bisschen verwaschen war. Aber im Laufe der Zeit werden sich sicherlich noch viel bessere Gelegenheiten bieten.

Das Foto zeigt das Gipfelkreuz, das man auch von meinen Wohnzimmerfenster aus (gerade noch) erkennen kann. Der Blick geht Richtung Norden und schweift weit über den Saarkohlenwald. Am Horizont ist das Kraftwerk Weiher II in Göttelborn zu erkennen. Das Dorf rechts unterhalb ist Fischbach, das unmittelbar an der Bergehalde Lydia liegt, die wir ja bereits bestens kennen. Wenn man am rechten Bildrand ganz genau hinschaut, wird man über dem Bergrücken einen leichten „Schatten“ sehen. Das ist die kleine Erhebung, die sich am Nordende des Plateaus der Bergehalde Lydia befindet und auf dem ersten Foto der Halde Lydia groß zur Geltung gekommen ist.

Hinweis: Hier gibt es ein Fotoalbum mit Bildern zum Haldenrundweg rund um den Saarkohlenwald im Regionalpark Saar.

Offstein – Rheinhessen – Zuckerfabrik – Pfalz

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Offstein - Rheinhessen - Zuckerfabrik - Pfälzer Bergland

Offstein - Rheinhessen - Zuckerfabrik - Pfälzer Bergland

In diesem Fotoblog haben wir bereits einen Spaziergang über die Felder in Offstein unternommen und einen Herbstblick über die Rheinhessische Landschaft festgehalten. Jenes Bild wurde im Oktober 2002 aufgenommen und zeigte den Blick nach Ost-Nord-Ost.

Unser heutiges Bild wurde einen Tag zuvor aufgenommen und zeigt den Blick nach West-Süd-West. Im Hintergrund sehen wir den östlichen Rand der Pfälzer Bergkette. Der Blick reicht im Süden bis zu den Bergen bei Neustadt an der Weinstraße, im Norden etwa auf die Höhe von Grünstadt. Durch das Weitwinkelobjektiv erscheint die Bergkette weiter entfernt, als sie tatsächlich ist.

Während die Berge im Hintergrund zur Pfalz gehören, gehört das, was auf dem Bild ins Dunkel gehüllt ist, zu Rheinhessen. In diesem Fall konkret: Zu Offstein. Vor uns liegen Weinberge und Felder und Teile des Dorfes (im rechten Bildteil). Gut zu erkennen ist am rechten Bildrand die Zuckerfabrik, die gerade ein paar Lichtstrahlen abbekommen hatte.

Die Zuckerfabrik gehört zur Südzucker AG und ist eine der größten Zuckerfabriken in Deutschland. Sie heißt zwar Zuckerfabrik Offstein, liegt aber in Neu-Offstein, was zu Obrigheim gehört und damit in der Pfalz liegt (ganz schön kompliziert).

Auch wenn das Fabrikgelände in der Pfalz liegt und Offstein in Rheinhessen, war und ist die Zuckerfabrik ein bedeutsamer Arbeitgeber für Offstein. Ich selbst habe dort in manchen Schulferien gearbeitet, zunächst als Laufbursche und Handlanger in der Schlosserei, später in der Buchhaltung. Aber das ist schon ein paar Jahrzehnte her.

Da das Foto im Oktober aufgenommen wurde, ist es selbstverständlich, dass die Zuckerfabrik dicke Dampfwolken gen Himmel schickt. Dies ist nämlich die Zeit der Rübenkampagne, in der die Zuckerproduktion im Drei-Schichten-Dienst rund um Uhr läuft, sieben Tage in der Woche; von Ende September bis Anfang Dezember.

Bei klarem Wetter kann man die Dampfwolken aus großer Entfernung erkennen. Zum Beispiel bei der Bahnfahrt von Neustadt an der Weinstraße nach Ludwigshafen oder von Mannheim nach Frankfurt. Auf diese Weise habe ich schon des Öfteren bei einer Bahnreise einen Ferngruß aus Offstein erhalten.

Am Rande noch ein kleiner Hinweis zum Thema „Offstein“: In dem Buch „Abenteuer im Frisiersalon“ findet man unter anderem auch eine Kurzgeschichte von mir, die in Offstein spielt und dem Friseur aus meiner Kindheit ein literarisches Denkmal setzt.

Stichwörter:
Offstein – Rheinhessen – Zuckerfabrik – Pfälzer Bergland – Bilder – Fotos
 

Written by Ronald

28. März 2009 at 19:50

Halde Grühlingstraße – Abendstimmung

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Halde Grühlingstraße

Die Bergehalde Lydia haben wir ja bereits kennengelernt. Nun werfen wir einen Blick auf die Halde Grühlingstraße. Auch sie gehört zu den zahlreichen Kunstbergen, die im Rahmen des Bergbaus durch Aufschüttung entstanden sind und die ohnehin bergreiche Landschaft des Saarlandes bereichern. Beide Halden sind markante Punkte auf dem Haldenrundweg rund um den Saarkohlenwald.

Die Halde Grühlingstraße gehört zur Grube Jägersfreude und liegt etwa dreieinhalb Kilometer süd-süd-westlich von der Halde Lydia.

Beide Halden liegen unmittelbar an der Grühlingstraße, die bereits von den Römern als wichtiger Verbindungsweg genutzt wurde. Heute bildet die Grühlingstraße die A 623. Und da die A 623 eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen nach Saarbrücken ist, brausen Tag für Tag Tausende Autofahrer an den beiden Bergehalden vorbei.

Die Aufnahme entstand am 9. November 2001 beim Blick aus meinen Wohnzimmerfenster; und dabei musste das Teleobjektiv wohl bis an seine Grenze (300mm) gehen, denn die Entfernung beträgt 3,6 Kilometer Luftlinie (hab ich gerade anhand einer Wanderkarte ausgerechnet). Dieser Ausblick gehört leider nicht zu meinem Standardpanorama. Mein Wohnzimmerfenster zeigt nach Nord-West (siehe hier); die Halde Grühlingstraße liegt aber in Richtung Süd-West. Das heißt: Wenn ich diese Aussicht genießen will, muss ich mich ein Stück aus dem Fenster lehnen – und da ich alles andere als schwindelfrei bin, tu ich das nicht besonders gerne. Aber bei einem solch spektakulären Himmelsbild biete ich dann doch alle Selbstüberwindungskräfte auf.

Himmelsspiegel – Bergehalde Lydia

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Himmelsspiegel Bergehalde Lydia

Nachdem ich gestern der Bergehalde Lydia den ersten Besuch abgestattet habe – und ganz begeistert war -, habe ich das schöne Wetter genutzt und mich heute gleich zum zweiten Besuch auf den Weg gemacht.

Dabei habe ich auch die Südseite erkundet, die ich gestern völlig außer Acht gelassen habe. Voller Freude habe ich festgestellt, dass die Südspitze eine besondere Sehenswürdigkeit bietet: Tief unterhalb des oberen Plateaus finden sich auf einem weiteren Plateau die neuen Himmelsspiegel (auf dem oberen Plateau finden sich auch drei kleinere „Seen“, die als Himmelsspiegel bezeichnet werden, diese sind aber viel flacher, nicht so regelmäßig „rund“ und liegen nicht ganz so dicht beieinander). Eigentlich fände ich für die neuen Himmelsspiegel die Bezeichnung „Himmelsauge“ viel treffender. Warten wir mal ab, vielleicht greift jemand diesen Vorschlag auf und macht ihn populär.

Vom oberen Plateau aus hat man Richtung Süden, Süd-West einen herrlichen Blick über den Staatsforst Saarbrücken (Saarbrücker Urwald vor den Toren der Stade), nach Saarbrücken bis nach Frankreich.

Um selbst mal den Überblick zu kriegen, was auf diesem Foto was ist, habe ich eine Wanderkarte zu Rate gezogen: Am linken Bildrand schlängelt sich die Autobahn A 623 durch den Wald nach Saarbrücken; noch gut zu erkennen, da der Wald leider immer noch völlig winterkahl ist (nach etwa dreieinhalb Kilometern kommt man zur Halde Grühlingstraße). Die gerodete Fläche mit der deutlich sichtbaren schmalen Straße ist eine kleinere Haldenfläche. Die breite Straße, die in der Bildmitte „oberhalb der Augen“ zu sehen ist, ist die L 256, die einen Linksknick macht, die A 623 kreuzt und nach Herrensohr und Dudweiler führt. Die Zick-Zack-Straße ist die L 260, die am Netzbachweiher (kleiner Ausschnitt im Bild zu sehen) von der L 127 abzweigt und zum Forsthaus Neuhaus und von dort aus weiter nach Riegelsberg führt. Die L 127 führt über Rußhütte nach Saarbrücken. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man zwischen dem Verkehrsübungsplatz und der L 256 einen Zug erkennen (ob er Richtung Saarbrücken oder Richtung Quierschied fährt, kann ich nicht sagen; das müsste aber anhand des Fahrplans und dem Aufnahmezeitpunkt – 13:17 Uhr – leicht zu ermitteln sein).

Aufnahme am 18. März 2009.

Hier gibt es einen sehr ähnlichen Blick auf die Himmelsspiegel – knapp einen Monat später aufgenommen.

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Herbstblick

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Herbst

 

Blick über die herbstliche Weite der rheinhessischen Ebene.

Standort: Offsteiner Gemarkung; nordöstlicher Teil.  Der Blick geht nach Ost-Nordost; aus der Mulde ragt der Pfeddersheimer Kirchturm hervor.

Aufnahme im Oktober 2002.

Beim Anblick der umherschwirrenden Vögel fällt mir sofort das Cover des Buches „Die Füße der Sterne“ von Patricia Koelle ein. Dieses wunderbare Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte, vermittelt die gleiche Leichtigkeit, Weite  und Offenheit wie dieses Foto.

Einen Blick in die entgegengesetzte Richtung, der einen Tag später aufgenommen wurde, sehen wir hier: Offstein – Zuckerfabrik – östliche Bergkette der Pfalz.

Und zum Schluss noch ein kleiner Hinweis zum Thema „Offstein“: In dem Buch „Abenteuer im Frisiersalon“ findet man auch eine Kurzgeschichte von mir, die in Offstein spielt und dem Friseur aus meiner Kindheit ein literarisches Denkmal setzt.

Written by Ronald

12. Januar 2009 at 10:11