Herbstgedicht

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PISA Intelligenz

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Zu: Thilo Sarrazin
Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
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Lieber Josef,

im letzten Beitrag haben wir erfahren, dass in den PISA-Studien das Konzept Intelligenz völlig ignoriert wird. Wie kann man sich mit Bildung befassen und dabei das Thema Intelligenz unter den Teppich kehren? Intelligenz ist eine unerlässliche Voraussetzung, um überhaupt Bildung erwerben zu können.

Warum schweigen die PISA-Autoren das absolut zentrale Thema Intelligenz tot?

PISA-Studien sind politische Auftragsstudien. Auch die PISA-Forscher wissen, aus welchen Töpfen die üppigen Forschungsgelder fließen. Und PISA-Forscher wissen auch, was in unserer Gesellschaft politisch korrekt ist.

In unserer politisch korrekten Gesellschaft gehört Intelligenz zu den Tabuthemen allerersten Ranges. Wer es wagt, das Tabuwort Intelligenz in den Mund zu nehmen, ist sofort Zielscheibe einer hysterischen Hetzjagd – siehe Sarrazin.

Mit der Anti-Intelligenz-Hysterie befindet sich unsere politisch korrekte Gesellschaft übrigens in einer illustren Runde:

Bei den Nazis waren Intelligenztests verboten, weil man wutschnaubend feststellen musste, dass die Juden wesentlich intelligenter waren als die „Arische Rasse“.

Auch in der Sowjetunion waren seit Stalins Zeiten Intelligenztests verboten, weil ausgerechnet die Arbeiter- und Bauernklasse stets nur höchst traurige Werte lieferte.

Unsere politisch korrekte Gesellschaft sollte bei Gelegenheit mal über ihr Intelligenz-Tabu nachdenken: Wieso wandeln wir mit solch fanatischem Eifer in den Fußstapfen von Hitler und Stalin?

Die Anti-Intelligenz-Hysterie hat fatale Folgen. Wer die zentralen Zusammenhänge nicht kennt oder aus ideologischen Gründen leugnet, kann keine angemessene Problemlösung finden. Ganze Heerscharen von Politikern, Journalisten und Meinungsmachern leben entweder selbst im tiefsten geistigen Mittelalter oder sie wollen zumindest das Volk im tiefsten geistigen Mittelalter halten.

Wir brauchen keine Dummheit und ideologischen Bretter vor dem Kopf. Wir brauchen Wissen!

Beste Grüße
Ronald

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Sarrazin-Debatte

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Zu: Thilo Sarrazin
Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
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Lieber Josef,

hier kommt die Fortsetzung zu dem vermeintlichen Anti-Sarrazin-Argument.

Betrachten wir nun: „Zwar hätten nur 7,8 % der türkischstämmigen Migranten das Abitur.“

Was ist mit den Türkischstämmigen so völlig anders als mit den Iranstämmigen?
In den vergangenen Jahrzehnten wurden Türken gezielt als Arbeitskräfte für Deutschland angeworben. Dabei ging es nicht um hochqualifizierte Arbeiten – was man suchte, waren billige Arbeitskräfte für einfache und monotone Tätigkeiten für die sich viele Deutsche zu schade waren. Dementsprechend hat man nicht die türkische Elite ins Land geholt, sondern Bevölkerungsgruppen aus unteren Intelligenzschichten. Im Durchschnitt gesehen – wohlgemerkt: im Durchschnitt! – war diese Gruppe wesentlich weniger intelligent als die Deutschen. Dennoch trugen sie als billige Arbeitskräfte ganz erheblich zum deutschen Wohlstand bei. Vielen ist es nicht gelungen, in höhere soziale Schichten aufzusteigen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen kulturellen Traditionen blieben sie weitgehend isoliert. Dazu kam über viele Jahre ein massiver Nachzug von Familienangehörigen, die ebenfalls den unteren Intelligenzschichten entstammten. Durch die Einbettung in familiäre Kreise wurde die Abschottung verstärkt. Parallel dazu wurden die Berufe, für die türkischen Gastarbeiter ursprünglich ins Land geholt wurden, massiv wegrationalisiert. Damit wurde ein erheblicher Teil in die Arbeitslosigkeit gedrängt.
Aufgrund der geringeren Intelligenz ist es nicht verwunderlich, dass türkischstämmige Kinder wesentlich schlechtere schulische Leistungen zeigen als deutsche. Hinzu kommt die verbreitete bildungsfeindliche Einstellung.
Selbstverständlich sind die meisten Türkischstämmigen „problemlos“, viele erhalten eine sehr gute Ausbildung. Ein Teil der Gutausgebildeten geht zurück in die Türkei (was völlig legitim ist). Das Problem ist: Unter den hier lebenden Türkischstämmigen gibt es einen außergewöhnlich hohen Anteil, der nicht einmal den Hauptschulabschluss schafft, kaum eine Chance auf eine Berufsausbildung hat, im Wesentlichen vom deutschen Sozialsystem lebt und – das darf keinesfalls unterschlagen werden – einen außergewöhnlich hohen Anteil an Gewaltkriminalität.

Damit will ich diesen Punkt vorerst abschließen. Das eigentliche Kernproblem klammere ich aus, nämlich die extrem negative Bevölkerungsdynamik, die sich aus dem Fortpflanzungsverhalten der verschiedenen Schichten – sowohl der türkischstämmigen als auch der deutschen – zwangläufig ergibt.

Was von dem Journalisten ins Feld geführt wurde, spricht nicht gegen Sarrazin – im Gegenteil: es liegt voll und ganz auf Sarrazins Argumentationslinie.

Dieses Beispiel ist charakteristisch für das erschreckende Niveau des Journalismus: Journalisten verstehen es meisterlich, ihre Texte mit willkürlich herausgegriffenen Statistiken auszuschmücken. Viele sind aber noch nicht einmal in der Lage, selbst einfachste Prozentwerte zu interpretieren.

Hat der Autor dieses Pseudo-Arguments Sarrazins Buch eigentlich gelesen? War er so sehr unter Zeitdruck, dass er keine Gelegenheit hatte, ein kleines bisschen nachzudenken? Sind seine ideologischen Scheuklappen so eng, dass sie den Blick auf das Thema versperren? Ist er mit diesem Thema intellektuell überfordert? – Ich weiß es nicht.

Und zum Abschluss: Der Mensch, der die Liste der „Anti-Sarrazin-Argumente“ gesammelt und ins Netz gestellt hat, hat offenkundig auch nicht allzu viel kritische Vernunft investiert.

Beste Grüße
Ronald

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Written by Ronald

19. Oktober 2010 at 08:24

Sarrazin-Debatte

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Zu: Thilo Sarrazin
Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
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Lieber Josef,

aus deiner Liste der „Anti-Sarrazin-Argumente“ greife ich als Erstes das folgende heraus:

Zwar hätten nur 7,8 % der türkischstämmigen Migranten das Abitur.
Hingegen habe jeder dritte Zuwanderer aus dem Iran, Afghanistan und dem Irak Abitur. 15,2 % der iranischen, afghanischen und irakischen Zuwanderer hätten einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, während es bei der Gesamtbevölkerung nur 11,3 Prozent seien.
Daher sei die These, muslimische Zuwanderer seien bildungsfern, falsch.

Diese Statistiken führt der Autor als Argumente gegen Sarrazin an. Bei näherem Hinsehen wird aber deutlich, dass diese Statistiken hervorragend mit den Argumenten Sarrazins übereinstimmen.

Betrachten wir zuerst die Aussage: „Daher sei die These, muslimische Zuwanderer seien bildungsfern, falsch.“ – Das ist schlicht und einfach Unsinn, weil Sarrazin das niemals in dieser Form behauptet hat. Im Gegensatz zu den Journalisten äußert sich Sarrazin außerordentlich differenziert.

Betrachten wir nun die Aussage: „15,2 % der iranischen, afghanischen und irakischen Zuwanderer hätten einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, während es bei der Gesamtbevölkerung nur 11,3 Prozent seien.“
Wie kann das sein? Lies mal die Geschichte Das Lied von Barbara Naziri, dann wirst du vielleicht selbst draufkommen!
Als im Iran das Ajatollah-Regime an die Macht kam, wurde die intellektuelle Elite des Landes gnadenlos verfolgt. Ärzte, Wissenschaftler, Künstler und Menschen, die offen für westliche Werte waren, kamen ins Gefängnis und wurden ermordet. Viele haben es geschafft, ins Ausland zu fliehen. Die religiösen Fanatiker und die unteren Schichten sind im Iran geblieben. Die Iraner, die dem Ajatollah-Regime entflohen und nach Deutschland kamen, waren im Durchschnitt – wohlgemerkt: im Durchschnitt! – wesentlich intelligenter als die deutsche Bevölkerung. Viele Exiliraner sind intelligent und weltoffen und haben keinerlei Integrationsprobleme, sie sind hochqualifiziert und üben sehr anspruchsvolle Berufe aus. Ihre Kinder sind ebenfalls im Durchschnitt – wohlgemerkt: im Durchschnitt! – wesentlich intelligenter als deutsche Kinder. Da ist es kein Wunder, dass iranischstämmige Kinder in der Schule erfolgreicher sind als deutsche Kinder. Die Ajatollah-Diktatur hat das obere Ende der Intelligenzverteilung im eigenen Land drastisch beschnitten und Intelligenz exportiert. Für Deutschland sind die Exiliraner ein Glücksfall und eine echte Bereicherung, hier wurde Intelligenz und Weltoffenheit importiert und die Integration war insgesamt sehr erfolgreich.

So, an dieser Stelle muss ich unterbrechen, weil ich noch wichtige Dinge zu erledigen habe. Die Kehrseite der Medaille „Zwar hätten nur 7,8 % der türkischstämmigen Migranten das Abitur“ betrachte ich im nächsten Beitrag. Du wirst dir aber sicherlich in der Zwischenzeit deine eigenen Gedanken dazu machen. Welche Bevölkerungsschichten sind aus der Türkei eingewandert? Wie steht es mit deren Weltoffenheit? Wie verhalten sie sich zu westlichen Wertvorstellungen? Welche Bedeutung haben bei ihnen Menschenrechte? Welchen Bildungsehrgeiz legen sie an den Tag?

Beste Grüße
Ronald

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Written by Ronald

19. Oktober 2010 at 08:18

Paranoide Biophobie

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Virus – Seuchen – Viren – Sarrazin – Gene – Genetik – Teufel – kollektive Hysterie – Hexenwahn – Teufelskult – Exorzismus – Politiker – Spitzenpolitiker – CDU – SPD – Grüne – Linke – FDP – Journalisten – Meinungsführer – Biophobie – Paranoia – Intelligenz – Intelligenz ist erblich – Sarrazin-Debatte

BPS: Biophobus paranoidus sarrazinii

Es kam aus dem Nichts. Die Öffentlichkeit ist schockiert, Wissenschaftler sind sprachlos, Seuchenexperten schlagen Alarm. In Windeseile hat es sich ausgebreitet und verheerende Schäden angerichtet. Experten beschreiben das Phänomen als kollektive Hysterie, Hexenwahn, Teufelskult, Exorzismus. Obgleich noch kein Erreger nachgewiesen wurde, sind sich die Seuchenexperten einig, dass es sich um ein Virus handeln muss. Ein äußerst aggressives Virus, ein Virus mit völlig neuen, noch nie dagewesenen Eigenschaften. Das Virus zersetzt das menschliche Gehirn. Rätselhafterweise befällt es vor allem Angehörige bestimmter Berufsgruppen. Besonders schwer betroffen sind Spitzenpolitiker aller Parteien, Journalisten und Meinungsführer. Von einem unbändigen Zwang getrieben drängen die Befallenen in die Öffentlichkeit, um in allen Medien unablässig ihre Botschaft zu verkünden: „Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Intelligenz ist nicht erblich. Gene sind Teufelswerk. Der Teufel heißt Sarrazin. Gene … Teufel … Sarrazin … Gene … Teufel … Sarrazin … Gene … Teufel … Sarrazin …“
Aufgrund der Symptome haben Seuchenexperten dem hypothetischen Virus den Namen BPS gegeben. Die Abkürzung steht für Biophobus paranoidus sarrazinii. Die Weltgesundheitsbehörde WHO hat das Phänomen unter dem Namen Hysteria collectiva sarrazinii offiziell als Krankheit anerkannt. Gesundheitsexperten aus aller Welt arbeiten fieberhaft an Notfallmaßnahmen, um die Betroffenen in Quarantäne zu setzen und den bedauernswerten Opfern dieser schrecklichen Seuche so rasch und so gut wie möglich zu helfen.

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Meinungsfreiheit

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Grundgesetz – Bundesrepublik Deutschland – Meinungsfreiheit – Demokratie – Antidemokraten – Bundespräsident – Christian Wulff – Bundeskanzlerin – Angela Merkel – CDU – SPD – Grüne – Linke – FDP – Intelligenz – Intelligenz ist erblich – Intelligenzforschung – Erblichkeit – Sarrazin – Sarrazin-Debatte – Verfassungsfeinde – Hexenjagd – Idiotokratie – Spitzenpolitiker – Grundgesetz – Spiegel online – Journalisten – Meinungsführer

Abschaffung der Meinungsfreiheit und Diktatur der Dummheit

Unter der Überschrift „Politiker setzen Sarrazin unter Druck“ ist heute – 02. September 2010 – auf Spiegel online zu lesen: Bundespräsident Christian Wulff forderte die Behörde [gemeint ist die Bundesbank; R.H.] indirekt zum Rauswurf Sarrazins auf: „Ich glaube, dass jetzt der Vorstand der Deutschen Bundesbank schon einiges tun kann, damit die Diskussion Deutschland nicht schadet – vor allem auch international“, sagte Wulff am Mittwoch dem Nachrichtensender N24 (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715216,00.html).

Schadet die Sarrazin-Debatte dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland?

Die Antwort kann nur lauten: JA!

Die Sarrazin-Debatte schadet dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland ganz gewaltig. Aber ganz anders, als das Heer der Meinungsmacher und Politiker denkt, die sich seit Tagen mit absurden Thesen zur Intelligenz in die Öffentlichkeit drängen.

Quer durch alle Parteien – CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP – melden sich nicht nur untergeordnete Parteisoldaten, sondern nahezu alle Spitzenpolitiker zu Wort. Und nahezu alle gehören plötzlich zu einer Großen Koalition, deren Kernaussage lautet: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Genen und Intelligenz.

Auch wenn diese Behauptung immer und immer und immer und immer wieder wiederholt wird, ändert dies nichts daran, dass sie FALSCH ist!

Diese Behauptung stellt sämtliche wissenschaftlichen Befunde der Intelligenzforschung auf den Kopf. Die wissenschaftliche Intelligenzforschung zeigt unzweifelhaft: Intelligenz ist erblich.

Siehe dazu meine Beiträge
Intelligenz, Erbe, Umwelt
Intelligenz IST erblich
Intelligenz, Erblichkeit, Prozentwerte.

Wer den Zusammenhang zwischen Genen und Intelligenz abstreitet, ist unglaublich ungebildet oder unglaublich dumm oder ideologisch borniert oder ein niederträchtiger Volksverdummer.

Dass viele Politiker ideologisch borniert und dass viele Politiker ausgesprochen ungebildet sind, ist nichts Neues.

Neu ist aber, dass praktisch alle führenden Politiker in einer megagroßen Koalition ihre Dummheit bzw. ideologische Borniertheit in die Öffentlichkeit hinausposaunen. Wenn der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin und alle Parteioberen ganz bewusst wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen und völlig abstruse Thesen in die Welt setzen, dann schadet dies dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland. Hier kann man nur einen Schluss ziehen: Diese Republik wird von Dummköpfen geführt oder ideologischen Volksverdummern.

Das alleine wäre schon schlimm genug. Noch schlimmer ist, dass all diese Politiker ganz offen ihre antidemokratische Gesinnung zeigen. Vom Bundespräsidenten über die Bundeskanzlerin über die Parteiführer bis hin zu den niedrigen Parteisoldaten plädieren alle unisono für die Abschaffung der Meinungsfreiheit.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert die Meinungsfreiheit. Selbst die absurdesten Meinungen sind durch die Verfassung geschützt. Vor diesem Hintergrund wollen unsere antidemokratischen Politiker die Äußerung einer Meinung verbieten, die durch Tausende wissenschaftliche Unersuchungen belegt ist.

Das ist der eigentliche Skandal: Unsere Politiker outen sich ganz unverhohlen als Verfassungsfeinde!

Zurück ins geistige Mittelalter – Idiotokratie statt Demokratie – Hexenjagd statt sachlicher Debatte

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Intelligenz IST erblich

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Sarrazin – Thilo Sarrazin – SPD – CDU – FDP – Grüne – Angela Mekel – Sigmar Gabriel – Guido Westerwelle – Politiker – Journalisten – Meinungsführer – Meinungsmacher – dumme Jounalisten – dumme Politiker – Intelligenz – Erblichkeit – Psychologie – Intelligenzforschung – Volksverdummung


Intelligenz IST erblich!

Im Zusammenhang mit der Debatte um Thilo Sarrazin spielt sich zurzeit Unglaubliches ab. In nahezu allen Medien verkünden Journalisten die These, Intelligenz habe nichts mit Vererbung zu tun; und Politiker aller Parteien – ob sie nun Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Guido Westerwelle oder sonst wie heißen; SPD, Grüne, CDU, FDP – stimmen in diesen Chor ein.

Da kann man nur noch fragen: Sind die Meinungsführer in diesem Land nur noch Vollidioten? Oder aus welchem Grund wird hier systematische Volksverdummung betrieben?

Intelligenz wird seit mehr als hundert Jahren intensiv erforscht. Es gibt wohl kaum ein psychologisches Konzept, das gründlicher untersucht wurde. Die Bibliotheken sind gefüllt mit Tausenden und Abertausenden wissenschaftlichen Untersuchungen an denen Millionen Versuchspersonen auf der ganzen Welt teilgenommen haben. Selbstverständlich sind sich nicht alle Intelligenzforscher in allen Einzelheiten vollkommen einig – so etwas gibt es bei keinem einzigen komplexen Forschungsgebiet.

Aber alle, die sich ernsthaft auf wissenschaftliche Weise mit Intelligenz beschäftigt haben, sind sich in einem Punkte einig:

Intelligenz ist – zu einem beachtlichen Anteil – erblich!

Wer heute noch das Gegenteil behauptet ist ungebildet oder dumm oder ideologisch borniert oder betreibt bewusst Volksverdummung!

Im Jahre 1994 haben 52 führende Experten der Intelligenzforschung im Wall Street Journal zusammengefasst, hinsichtlich welcher Punkte Einigkeit herrscht und wo offene Fragen bestehen. Diese Zusammenfassung wurde in der führenden Fachzeitschrift Intelligence nachgedruckt. Die wichtigsten Befunde kann man auf der Website Mainstream Science on Intelligence nachlesen. In den Schlussfolgerungen heißt es unter anderem: „Interindividuelle Unterschiede im Intelligenzgrad beruhen einesteils auf unterschiedlichen Umwelten, anderenteils aus unterschiedlichen Erbinformationen. Erblichkeitsschätzungen schwanken zwischen 0,4 und 0,8 (auf einer Skala, die von 0,0 bis 1,0 reicht); die meisten deuten mithin auf ein Übergewicht der Gene gegenüber der Umwelt bei der Determination von interindividuellen IQ-Unterschieden hin“ (zitiert nach Eysenck, 2004, S.372).

1996 wurden in der Fachzeitschrift American Psychologist die Ergebnisse einer Expertenkommission veröffentlicht, die von der Amerikanischen Psychologenvereinigung beauftragt war, den Stand der Intelligenzforschung kurz und allgemeinverständlich zusammenzufassen. Der Artikel mit dem Titel „Intelligence: Knowns and Unknowns“ ist im Internet für jedermann zugänglich unter
http://www.gifted.uconn.edu/siegle/research/Correlation/Intelligence.pdf

Hier nur ein Befund: „… genes contribute substantially to individual differences in intelligence test performance … and their role seems to increase from infancy to adulthood“ (S.86).

Obgleich alle wissenschaftlichen Fachleute immer wieder klar und deutlich betonen, dass die Intelligenz eine genetische Basis hat – und dass genetische Faktoren einen sehr starken Einfluss ausüben – gibt es immer und immer wieder dumme Journalisten, dumme Politiker, dumme Meinungsführer, die das Gegenteil behaupten.

Sind unsere Journalisten und Politiker, die zurzeit eine hysterische Hexenjagd betreiben, tatsächlich so extrem dumm? Aus welchem Grunde sind sie plötzlich im Club der Volksverdummer vereint? Was treibt diese Leute dazu, eine der am besten gestützten Erkenntnisse der psychologischen Forschung zu leugnen?

Wer sich nur mal ganz rasch einen Eindruck über die Intelligenzforschung verschaffen will, kann bei Wikipedia unter dem Stichwort Intelligenz nachsehen.
Jeder, der ernsthaft mitreden möchte, sollte zumindest die Dinge kennen, die im folgenden Buch auf gut verständliche Weise dargestellt sind
Eysenck, H. J. (2004). Die IQ-Bibel. Intelligenz verstehen und messen. Stuttgart: Klett-Cotta.

Noch eine wichtige Anmerkung zum Schluss: Es geht hier nicht um Thilo Sarrazins Thesen zur Integration – es geht ausschließlich um die unhaltbaren, verdummenden Behauptungen, die die Gegner ins Feld führen. Wer mit derart absurden Argumenten antritt, hat jede Glaubwürdigkeit verspielt!

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Sarrazin und dumme Journalisten

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Thilo Sarrazin – Sarrazin – Intelligenz – Dummheit – Erblichkeit – Biologie – öffentliche Debatte – Volksverdummung – Spiegel online – Journalisten – schlechter Journalismus – dumme Journalisten – dumme Politiker – Politiker


Der Fall Sarrazin – Ein Lehrstück über die unsägliche Dummheit in der öffentlichen Diskussion am Beispiel eines Spiegel-Online-Artikels von Jörg Blech
© Ronald Henss

Seit Tagen erhitzen sich die Gemüter über das Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ und aus allen Ecken hagelt es ätzende Kritik.

Vorab eine wichtige Klarstellung: Ich habe das Buch von Sarrazin nicht gelesen (aber ich habe es bestellt und ich werde es mit großer Aufmerksamkeit lesen). Im Folgenden geht es nicht um die Thesen Sarrazins (die ich gar nicht im Detail kenne), sondern es geht um einige Thesen der Kritiker. Was Politiker, Journalisten und andere zurzeit in diesem Zusammenhang von sich geben, sind erschreckende Beispiele grenzenloser Dummheit und ideologischer Borniertheit.

Ich beschränke mich auf einen Artikel, der heute – 30. August 2010 – auf Spiegel Online unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,714558,00.html erschienen ist. Unter der Überschrift
Fakten zu Sarrazins Thesen
Die Mär von der vererbten Dummheit
schreibt der Autor Jörg Blech unter anderem
„Ethnische Gruppen sind genetisch verschieden – und deshalb auch unterschiedlich intelligent: Diese These ist uralt und von der modernen Forschung längst widerlegt.“

Offenkundig hat dieser Autor nicht die allergeringste Ahnung von den Ergebnissen der Intelligenzforschung. Intelligenz gehört seit mehr als hundert Jahren zu den am intensivsten erforschten Konzepten der Psychologie und anderer Wissenschaften und sämtliche ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Befunde belegen eindeutig, dass die Intelligenz eine ganz substanzielle biologische Basis hat. Die empirischen Belege sind zahllos. Es gibt kaum einen Befund aus der psychologischen Forschung, der in vergleichbarer Weise durch empirische Daten gestützt wird. – Da hilft es auch nichts, dass Journalisten, Politiker und andere gebetsmühlenartig immer und immer wieder das Gegenteil behaupten.

Die erschreckende Dummheit in der öffentlichen Diskussion zeigt der Autor Jörg Blech an einem Beispiel, das in solchen Fällen immer und immer wieder angeführt wird:
„Mittlerweile haben auch Molekularbiologen herausgefunden, dass die Hautfarbe nichts mit der Intelligenz zu tun hat: Zwei Menschen gleicher Hautfarbe können sich genetisch stärker unterscheiden als zwei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe.“

Was will der Autor damit eigentlich „beweisen“?
Betrachten wir diese Argumentationsfigur einmal am Beispiel Geschlecht und Körpergröße. Kein Mensch wird ernsthaft bezweifeln, dass Männer im Durchschnitt größer sind als Frauen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass zwei Personen gleichen Geschlechts sich in ihrer Körpergröße stärker unterscheiden können als zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts. Selbstverständlich ist der Unterschied zwischen der größten und der kleinsten Frau viel größer als der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen Frau und einem durchschnittlichen Mann.

Jeder halbwegs intelligente Mensch sollte problemlos in der Lage sein, dieses Beispiel auf die Frage nach Intelligenzunterschieden innerhalb und zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen zu übertragen.
Ich weiß nicht, ob der Autor Jörg Blech dafür einfach nur zu dumm ist oder ideologisch so borniert, dass er von seinem Verstand lieber keinen Gebrauch macht. Dasselbe gilt für die meisten Journalisten, Politiker, Bedenkenträger, Moralisten …, die zurzeit mit ihrem unerträglich dummen Geschwätz die Medienlandschaft verunreinigen.

Wer seine eigenen Argumente nur auf Dummheit und ideologischer Voreingenommenheit aufbaut, ist als Kritiker nicht ernst zu nehmen. Zurzeit überbieten sich Politiker, Journalisten und professionelle Meinungsmacher wieder mal in einem Wettstreit der dümmsten Argumente.

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Als Lektüre empfehle ich:
Eysenck, H.J.: Die IQ-Bibel: Intelligenz verstehen und messen.
Die Inhalte dieses Buches sollten zum Grundwissen eines jeden gehören, der sich zum Thema Intelligenz kompetent äußern möchte.
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Wer nicht mehr als 5 Minuten Zeit erübrigen kann, lese den Crash-Kurs Intelligenz, Erbe, Umwelt.
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Ein sehr lesenswerter Blogbeitrag:
Die Unterdrückung der Intelligenzforschung

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Regenwetter und Lebenserwartung

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Märzfliege / Marcusfliege - Bibio marci

Märzfliege / Marcusfliege - Bibio marci


Wetter – Regen – Regenwetter – Dauerregen – Lebenserwartung – Alter – Durchschnittsalter – Groß-Britannien –Briten – Engländer – Schotten – Iren – Waliser – Gesprächsthemen – Saarbrücker Zeitung – afp-Meldung – Pressemeldungen – Zeitungsredakteure – Redakteure – Journalisten – Journalismus – Märzfliege – Marcusfliege – Bibio marci – Insektenfotos – Fliegen – Bilder – Mai


Regenwetter und Lebenserwartung

Alle reden über das Wetter – ich auch.

In der Saarbrücker Zeitung steht heute (15. Mai 2010) auf der Titelseite eine afp-Meldung mit der Überschrift „Briten reden sechs Monate ihres Lebens nur übers Wetter“. Bei einer Befragung von 2000 Erwachsenen (es wird nicht berichtet, ob es sich um Engländer, Schotten, Iren und/oder Waliser handelte) wurde festgestellt, dass sie „im Schnitt 49 Stunden pro Jahr übers Wetter reden“.

Ein Griff zum Taschenrechner zeigt: 49 Stunden haben 2.940 Minuten. Aufgeteilt auf 365 Tage bedeutet dies: Die Briten reden 8,05 Minuten pro Tag übers Wetter. Das erscheint nicht ungewöhnlich. Ich habe keine Ahnung, wie viele Minuten ich selbst oder die Menschen in meiner Umgebung im Schnitt pro Tag über das Wetter reden, aber es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem dieses Thema nicht angesprochen wird und oft ist es das wichtigste Thema überhaupt.
Doch nun wieder zurück zu den Briten! Sie reden im Schnitt 8,05 Minuten pro Tag über das Wetter und – so haben wir bereits durch die Überschrift erfahren – sie kommen im Laufe ihres Lebens auf stolze 6 Monate, also ein halbes Jahr. Greifen wird doch noch mal zum Taschenrechner: 6 Monate haben 182 Tage; und da ein Tag 24 Stunden hat, ergibt dies 4.368 Stunden. Nun wissen wir aber auch, dass die Briten 49 Stunden pro Jahr übers Wetter reden. Wenn wir 4.368 Stunden durch 49 Stunden/Jahr teilen, dann kommen wir auf 89,14 Jahre. Das heißt also: Die Briten werden im Schnitt 89,14 Jahre alt. Da kann man nur sagen: „Respekt, Respekt!“ Mit diesem phänomenalen Wert stehen die Briten weltweit wohl unangefochten an der Spitze der Lebenserwartung.

Schade, dass der Journalist, der diese Meldung verfasste, seinen Taschenrechner nicht bemühte. Vielleicht hätte er dann in typischer Journalisten-Manier einen Zusammenhang zwischen Regenwetter und Lebenserwartung hergestellt und uns mit der Schlagzeile „Dauerregen erhöht die Lebensdauer“ erfreut. – Angesichts des scheußlichen Mai-Wetters, das uns derzeit plagt, wäre dies doch ein schöner Trost gewesen.

Zur Ehrenrettung der Saarbrücker Zeitung sei angemerkt, dass es sich hier lediglich eine afp-Meldung handelt und dass kein Mensch erwarten kann, dass Zeitungsredakteure Pressemeldungen auf Stimmigkeit überprüfen.


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Die Aufnahme entstand am 06. Mai 2010 in Dudweiler-Nord. Sie zeigt zwei Märzfliegen (Bibio marci, auch Marcusfliegen), die bei scheußlich-kaltem Regenwetter in Kältestarre verharren.

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