Herbstgedicht

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Herbstgedicht – Septembergedicht – Spätsommer – Frühherbst

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Wegwarte Cichorium intybus

Spätsommer – Frühherbst – Herbstgedicht – Septembergedicht – Sonett

Anfang September, Übergang vom Spätsommer zum Frühherbst. In der Natur zeigen sich die ersten Herbstfarben, die Zahl der blühenden Pflanzen nimmt rapide ab.

Passend zu dieser Übergangsperiode ein Gedicht von Claudia Sperlich, und zwar ein Sonett

September
© Claudia Sperlich

Noch sommerheiß und herbstlich welk zugleich.
Die Blasenesche plustert falbe Früchte.
Vorm Blau stehn kahle Äste wie Gerüchte.
Die Äpfel röten sich und werden weich.

Die Tage sind nun kürzer, aber heller.
Durch Laub fällt Licht, aus Blättern fällt das Grün.
Die ersten Schwalben werden wanderkühn.
Die Stunden schwinden sanfter, aber schneller.

Am nächsten Tage fließt ein kühler Regen
gemächlich, pausenlos, mit leisem Rauschen.
Die Vogelbeeren leuchten ihm entgegen.

Gelegenheit zum Dank will ich ergreifen.
Ich möchte diese Zeit mit keiner tauschen,
den frühen Herbst voll Schwinden und voll Reifen.

***

Hier finden sich weitere Herbstgedichte.

***

Die Aufnahme entstand am 11. September 2009 auf der Bergehalde Lydia. Die Vegation auf der Halde zeigt mittlerweile deutliche Herbstspuren. Zu den wenigen Pflanzen, die – mit letzter Kraft – immer noch blühen, zählt die Wegwarte. Im Hintergrund ist – gewollt verschwommen – der Absinkweiher bei Fischbach zu sehen. Der umgebende Wald beginnt allmählich sein Herbstkleid anzulegen. Auf die kommenden Wochen und die fortschreitende Herbstfärbung kann man sich freuen.

***

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Biene Wilde Möhre

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Biene Wilde Möhre

Heute habe ich mal wieder der Sulzbachaue in Dudweiler, kurz vor der Abzweigung Herrensohr, einen Besuch abgestattet.

Folgende Schmetterlinge habe ich fotografiert:
Hauhechel-Bläuling
Kleiner Feuerfalter
Gamma-Eule
Brauner Waldvogel
Dickkopffalter
und eine Art, die ich dort bereits fotografiert aber immer noch nicht identifiziert habe (ein Foto habe ich hier auf flickr eingestellt in der Hoffnung, dass dort jemand die Art identifizieren kann).

Der absolute Star war der Dickkopffalter. Der naschte auf einer Kleeblüte und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und von allen Seiten fotografieren.

Als Foto des Tages habe ich aber – wie man leicht sieht – keinen Schmetterling ausgewählt.

Bei dem Insekt handelt es sich wohl um eine Biene, ich kann aber nicht genau sagen, welcher Art sie angehört (siehe dazu die Kommentare).

Das Nektarparadies, in dem sie schwelgt, ist die Dolde einer Wilden Möhre (daucus carota). Diese überall anzutreffende Pflanze ist die Stammform der Gartenmöhre oder Karotte. Ein charakteristisches Merkmal der Wilden Möhre ist die in der Doldenmitte sitzende schwarzpurpurne „Mohrenblüte“, die auf dem Foto sehr gut zu erkennen ist. Die oft in der Doldenmitte auftretende, durch Anthocyane schwarzrot gefärbte Mohrenblüte ist eine Kontrastfärbung und dient der Anlockung von Bestäubern (Wikipedia).

***

Systematik nach Wikipedia
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Gattung: Möhren (Daucus)
Art: Möhre (Daucus carota)
Unterart: Wilde Möhre

Wissenschaftlicher Name
Daucus carota subsp. carota
L.

Written by Ronald

17. Juli 2009 at 17:08

Borretsch – Haarige Angelegenheit

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Haarige Angelegenheit Blaue Blüten Sommer Borretsch

Haarige Angelegenheit Blaue Blüten Sommer Borretsch

Diese haarige Pracht habe ich heute entdeckt, und zwar in Dudweiler auf der brachliegenden Fläche im Rosenfeld (Nähe Beethovenstraße). Zurzeit ist diese Gegend noch schön verwildert. Aber bald werden dort Neubauten entstehen, da das Gelände als Baufläche freigegeben ist.

Ich habe noch nicht herausgefunden, um welche Pflanze es sich bei dieser haarigen Schönheit handelt. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.

***

Nachtrag: Ich wusste doch: Auf Patricia ist Verlass. Allerbesten Dank für den Hinweis auf Borretsch. Mit diesem Kraut werde ich mich bei nächster Gelegenheit mal näher befassen. Fest seht schon jetzt: Die Blüte ist wunderwunderschön und die ganze Pflanze ist faszinierend.

Written by Ronald

29. Juni 2009 at 20:23

Halde Lydia Natur Blog Statistik

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Echtes Johanniskraut Halde Lydia Pflanzen Natur Blüten

Wenn man einen Blog – oder andere Seiten – ins Netz stellt, dann interessiert man sich natürlich auch für die Besucher.
Wie oft werden die Seiten eigentlich aufgerufen?
Was interessiert die Besucher?
Wie habeen sie überhaupt den Weg hierher gefunden?

Hier ein paar statistische Daten:

Der Blog existiert seit Anfang des Jahres 2009.
Mittlerweile verzeichnet dieser Blog etwas mehr als 3.250 Aufrufe.
Die Besucherzahl ist steil ansteigend.
Der Juni 2009 ist der erste Monat, in dem es mehr als 1.000 Aufrufe gab.

Die Seiten mit den häufigsten Aufrufen im gesamten Zeitraum sind:
Saarhochwasser – Stadtautobahn Saarbrücken
Weiß-Klee in Memoriam Barbara Rudnik
Bergehalde Lydia
Orgel Basilika St. Johann in Saarbrücken
Saarbrücker Ludwigskirche – bare Münze
Auf Goethes Spuren – Der Brennende Berg
Sex – tierisch gut!
Himmelsspiegel – Bergehalde Lydia
Super Fossil
Pusteblume Löwenzahn
Das Geheimnis der falschen Braut
Graffiti – Saarbrücker Stadtautobahn
Winter ade – Frühling juchhe
Pfingsten – Rosenmonat Juni
Pusteblume – Pustekern
Himmelsspiegel – Blick zur Halde Lydia
Halde Grühlingstraße – Literarischer Auf
Halde Brefeld – Haldenbrand
Junitage – Sommergedicht – Patricia Koel
Frühlingsblüten – Besenginster
Fossilien – ganz schön alt
Dudweiler: Blick zur Halde Lydia

Die häufigsten Suchbegriffe, mit denen die Besucher hierher gekommen sind lauten:
barbara rudnik
bergehalde lydia
halde lydia
besenginster
rosenmonat
schmetterlinge
himmelsspiegel
pusteblume
sommergedicht
steinkohle mit fossilen pflanzen
herbstgedicht
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chronogramm 2009
weiß klee
schaufensterpuppen
kirche herrensohr
löwenzahn
saarland sehenswürdigkeiten
sankt marien herrensohr
graffiti
guten appetit
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wiesen-glockenblume
dudo
saarbrücken graffiti
wikipedia früling blumen
weißklee
basilika saarbrücken
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weiß-klee
dudweiler brennender berg
2 euro monaco
sankt marien dudweiler
klee
saarkohlewald haldenrundweg
löwenzahn und pusteblume geschichten
offstein
graffiti saarbrücken
besenginster blütezeit

Alles in allem – Ausnahmen vor allem Barbara Rudnik und Saarhochwasser – ist eine Konzentration auf die Kernthemen dieses Fotoblogs zu erkennen: Bergehalde Lydia, Umgebung von Dudweiler, Natur und Pflanzenwelt.

Bei dieser Themenpräferenz fiel die Wahl eines geeigneten Fotos nicht sonderlich schwer. Das Foto zeigt das Echte Johanniskraut in voller Blüte am westlichen Hang der Halde Lydia, im Hintergrund der Saarkohlenwald.

Eine schicke Frisur

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Friseur Frisur Greiskraut

Friseur Frisur Greiskraut

Bei diesem Foto habe ich das Gefühl, ich müsste dringend mal wieder zum Friseur gehen. Das Gefühl täuscht aber, denn meine Haarpracht ist alles andere als üppig.

Wie dem auch sei: Heute bin ich mal wieder zum Brennenden Berg gewandert. Jene kleine Schlucht, der im Jahre 1770 auch Johann Wolfgang von Goethe einen Besuch abstattete. Damals machte der Brennende Berg seinem Namen noch alle Ehre – das heißt: er qualmte wie ein Schlot – und der Dichterfürst war dermaßen beeindruckt, dass er seinem Besuch in „Dichtung und Wahrheit“ ein literarisches Denkmal setzte. Heute kann man nur noch an einigen wenigen Bergspalten erahnen, dass das Kohleflöz im Innern des Berges immer noch glimmt. Wenn man die Hand hinhält, merkt man rasch, wie heiß es in der Tiefe ist.

In fotografischer Hinsicht hat der Wald zurzeit sehr viel weniger zu bieten als eine gewöhnliche Wiese. Schmetterlinge habe ich im Wald überhaupt keine gesehen und auch die Blütenpracht ist im Wald sehr viel dürftiger als auf wildwachsenden Wiesen.

Das Foto habe ich in der Nähe des Sportplatzes und der Sulzbachtalstraße aufgenommen. Ich bin nicht sicher, um welche Pflanze es sich handelt, aber eventuell könnte es Greiskraut sein. In diesem Falle wären wir ja ganz nah am Thema Frisur, Friseur, Haare, denn der Name „Greiskraut“ leitet sich von lat. senex = Greis her, vermutlich, weil die fruchtenden Pflanzen durch die weißlichen Haarkronen der Früchte an Greisenhaare erinnern. Eine weitere Möglichkeit wäre wegen der halbkugeligen und nackten, an Glatzköpfe erinnernden Blütenböden (lt. Wikipedia).

***

Systematik der Greiskräuter nach Wikipedia:

Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Greiskräuter

Wissenschaftlicher Name
Senecio
L.

Written by Ronald

12. Juni 2009 at 17:52

Abflug – Hummel und Wiesen-Flockenblume

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Hummel Wiesen-Flockenblume

Heute führte – wie so oft in den letzten Tagen – mein Spaziergang wieder zur Sulzbachtalaue zwischen Dudweiler und Herrensohr.

Dort sind mir zwei neue Schmetterlingsarten vor die Linse gekommen, das eine ein Rostfarbiger Dickkopffalter, den anderen konnte ich noch nicht bestimmen. Außerdem noch weibliches Exmplar des Hauhechel-Bläulings (Polyommatus icarus), der uns ja bereits vertraut ist (ein posierfreudiges Männchen haben wir ja ebenso kennengelernt wie ein Bläulingspaar beim Hochzeitstanz).

Außerdem sind mir schöne Fotos von einer Hufeisen-Azurjunger gelungen (diese Libellenart haben wir bereits im Mini-Teich des katholischen Pfarrers kennengelernt).

Und dann natürlich etliche Blumen- und Pflanzenbilder. Vor allem Margeriten, Kamille, Spitz-Wegerich, Klee … und natürlich die Pusteblume des Löwenzahns.

Das Foto, das ich ausgewählt habe, ist zwar nicht das schönste von allen, aber ich finde es ganz nett. Just in dem Moment, als ich die Hummel bei ihrer bienenfleißigen Arbeit knipsen wollte, machte sie den Abflug. Zum Glück ist sie gerade noch voll im Bild, und man kann wunderbar erkennen, wie unglaublich schnell sich die Flügel bewegt haben. Und die Wiesen-Flockenblume hat allemal einen Platz in diesem Fotoblog verdient.

***

Zur Wiesen-Flockenblume:

Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Wiesen-Flockenblume

Wissenschaftlicher Name
Centaurea jacea
L.

***

Written by Ronald

8. Juni 2009 at 16:19

Pfingsten – Rosenmonat Juni

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Weiße Rose

Heute ist Pfingsmontag und der 1. Juni. Zu Pfingsten müsste ich eigentlich eine Pfingstrose präsentieren, aber ich habe kein einziges Pfingstrosenfoto.

Der Juni wird auch der Rosenmonat genannt. Da scheint eine Rose durchaus angemessen.

Zum Trost habe ich noch ein Pfingstgedicht. Das ist zwar nicht von mir, aber darauf kommt es ja auch nicht an.

Pfingsten
© Claudia Sperlich

Licht unter Schwingen der Taube
trägt und schwindet ganz sacht:
Geist senkt sich auf die Erde,
Einer hörts und gibt Acht.

Taubenschwingen im Lichte
schweben und steigen empor:
Geist hebt sich über die Erde,
Einer sagts anderen vor.

Einer schwingt sich im Lichte,
wie die Taube so hoch:
suchend, Ihn zu verstehen,
tasten die anderen noch.

***

Guten Appetit

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Insekt auf Blüte

Uiuiuiuiui – heute (25. Mai 2009) ist bei uns der mit Abstand heißeste Tag in diesem Jahr. Da bin ich mehrfach ganz ordentlich ins Schwitzen gekommen. Zum Beispiel, als ich nach dem Mittagessen und einem Besuch in der Druckerei einen kurzen Abstecher an den renaturierten Sulzbach machte (neben der Sulzbachtalstraße in Dudweiler Richtung Wilhelmshöhe, Herrensohr), um ein paar Wiesenblumen und Schmetterlinge zu fotografieren. Mit den Schmetterlingen war es heute sehr schwierig. Ich habe nur eine Sorte erwischt, und leider nur im zusammegefalteten Zustand, der wenig spektakulär ausschaut, aber eine perfekte Tarnung darstellt. Aber Blüten mit Insekten gab es in Fülle.

Nach meiner Rückkehr war ich von oben bis unten klitschnass geschwitzt.

Als ich wieder einigermaßen trocken war, habe ich ein paar Bücher zur Post gebracht. Und zwar unsere Neuerscheinung

Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Herausgegeben von Bettina Buske und Patricia Koelle

Anschließend habe ich einen Abstecher zur Residenz des katholischen Pfarrers (neben der St. Marien Kirche) gemacht, in der Hoffnung, dass mir dort ein paar schöne Fotos von Libellen gelingen. In der Tat was diesmal die Ausbeute gar nicht schlecht. Heute sind mir endlich mal einige sehr schöne Libellenfotos gelungen.

Von den zahlreichen Fotos, die ich heute wortwörtlich im Schweiße meines Angesichts geschossen habe, habe ich das oben stehende ausgewählt. Es ist ganz gewiss nicht das spektakulärste, aber mit gefällt der Farbton besonders gut und manchmal stelle ich ganz gerne auch weniger spektakuläre Fotos ins Netz. Ich finde, das Schlichte hat oft einen besonderen Reiz.

Dem kleinen Kerl wünsche ich auf jeden Fall Guten Appetit!

Ach ja, und dann natürlich wieder meine obligatorische(n) Frage(n): Wer weiß, um welche Pflanze und um welches Insekt es sich hier handelt?

Buckeye, ein (hoffentlich) botanisch Versierter meint auf flickr, das sei vermutlich Heracleum sphondylium, also ein Wiesen-Bärenklau.

Systematik (lt. Wikipedia)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Bärenklau (Heracleum)
Art: Wiesen-Bärenklau

***

Und urjsa meint bei flickr, es handele sich um Phyllopertha horticola (Junikäfer). Bei Wikipedia ist zu lesen: Der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) ist ein Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Oft wird er auch irreführend Junikäfer genannt, ist äußerlich mit diesem jedoch nicht zu verwechseln. Anhand der Wikipedia-Abbildungen ist zu vermuten, dass es sich tatsächlich um einen Gartenlaubkäfer handelt.

Systematik nach Wikipedia
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Unterfamilie: Rutelinae
Gattung: Phyllopertha
Art: Gartenlaubkäfer

Wissenschaftlicher Name
Phyllopertha horticola
(Linnaeus, 1758)

***

Weiß-Klee in Memoriam Barbara Rudnik

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Weiß-Klee

In dieser Woche habe ich ziemlich viele Fotos von wildwachsenden Pflanzen gemacht. Auch ein paar Fotos von hochgezüchteten Blumen, die mit ihrer üppigen Farbenpracht protzen. Aber die schlichten, die wild auf Wiesen, an Hängen, im Wald und am Wegesrand wachsen, sind mir am liebsten.

Aus der Nähe – und in Vergrößerung – betrachtet, wirkt so manch unscheinbares Pflänzchen einfach grandios. Zum Beispiel der Weiß-Klee, der uns überall begegnet und dem wir kaum Beachtung schenken. Vielleicht wenn wir uns mal bücken, um nach einem vierblättrigen Kleeblatt zu suchen, das wir dann als Glücksbringer ansehen. Über die kugeligen kleinen weißen Blüten sehen wir meist hinweg. Dabei offenbart auch dieser kleine Blütenkosmos eine zauberhafte Schönheit.

Für alle, die sich für Schönheit im Kleinen begeistern können, habe ich auch einen Buchtipp

Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

Eine Sammlung von Kurzgeschichten und Erzählungen für das verträumte Ende eines Feierabends, den Beginn eines Wochenendes oder die Bahnfahrt zur Arbeit. Geschichten von Himmel, Meer und Erde. Geschichten zum Lächeln, zum Nachdenken, zum Gesundwerden, zum Verschenken, voller Hoffnung und realistischem Zauber. Geschichten, die man immer wieder gerne liest, wertvolle Begleiter durch das ganze Jahr.

Über den Weiß-Klee (Trifolium repens) weiß mein „BLV Natur- und Pflanzenführer für unterwegs“ unter anderem zu berichten, dass er auf Wiesen, Äckern, in Parks und an Wegrändern gedeiht (was wohl ein jeder aus eigener Erfahrung bestätigen kann), dass er ein Stickstoffzeiger ist und dass er wegen seines hohen Eiweißgehalts eine wichtige Futterpflanze darstellt.

Zur Systematik:
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Klee (Trifolium)
Sektion: Lotoidea
Art: Weiß-Klee

* * * * *

Dieses Foto widme ich der Schauspielerin Barbara Rudnik, die heute, am 23. Mai 2009, im Alter von 50 Jahren an einem Krebsleiden verstorben ist.

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Blauer Zauber der Natur

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Wiesen-Salbei

Diese wunderbaren Blüten habe ich heute (20. Mai 2009) auf der Bergehalde Lydia aufgenommen. Auch hier weiß ich leider mal wieder nicht, wie diese zauberhafte Pflanze heißt. Aber ich bin sicher, dass sich bald wieder ein sachkundiger Helfer finden wird.

So, mittlerweile bin ich schlauer geworden. Die Abbildung in meinem „BLV Tier- und Pflanzenführer“ (Uralt-Ausgabe aus dem Jahre 1992) lässt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Wiesen-Salbei erkennen. Allerdings ist das Bild dort wenig brauchbar, um eine definitive Identifikation zu ermöglichen. Also habe ich mich bei Wikipedia über den Wiesen-Salbei kundig gemacht. Und siehe da: Bei Wikipedia findet sich eine Abbildung, die sehr gut zu meinem Foto passt. Es handelt sich also offenbar um den Wiesen-Salbei.

Wikipedia weiß unter anderem zu berichten: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine wild wachsende Salbeiart und gehört zu den Lippenblütlern. Die Pflanze wird bis zu 60 cm groß und hat hell- bis mittelblaue Blüten. Die aufrechten Stängel sind vierkantig und haben grundständige Blätter. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein … Der Wiesensalbei liebt kalkhaltige, nährstoffreiche Böden in trockener, sonniger Lage und ist in weiten Teilen Europas bis in 1.600 m Höhe verbreitet … Man kann junge Wiesensalbei-Blätter, ähnlich wie die des Küchensalbeis, als Gewürz verwenden, beispielsweise zu Fischgerichten. Die Wirkung ist jedoch weit weniger intensiv als beim Küchensalbei.

Zur Klassifikation weiß Wikipedia:
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Gattung: Salbei (Salvia)
Art: Wiesensalbei

Margeriten – Naturparadies Halde Lydia

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Margerite Naturparadies Halde Lydia

Heute war ich endlich mal wieder auf der Bergehalde Lydia.

Zunächst habe ich mich vor allem nach Fossilien umgeschaut und wurde reichlich belohnt. Etliche kleinere Stücke mit wundervollen 300 Millionen Jahre alten Pflanzenabdrücken habe ich mit nach Hause genommen. Einige schwerere Brocken habe ich schweren Herzen liegen gelassen.

Ich wollte schon wieder den Heimweg antreten, als ich am Abhang auf der Westseite bemerkte, dass sich die Böschung in der Zwischenzeit zu einem phatastischen Naturparadies entwickelt hat (das ist der Hang, der auf diesem Foto links ein wenig flacher abfällt). Zwischen Gras und Besenginstersträuchern haben sich weite weiße Felder mit Margeriten ausgebreitet.

Die Margerite gehört zu meinen absoluten Lieblingsblumen. Gemeinsam mit dem Löwenzahn (insbesondere der Pusteblume), dem Klatschmohn, der Kornblume und der Sonnenblume rangiert sie auf den vordersten Plätzen.

Es flatterten auch zahlreiche Schmetterlinge rum – aber die sind bekanntlich wesentlich schwerer zu fotografieren als Margeriten. Immerhin sind mir auch zwei sehr schöne Schmetterlingsaufnahmen gelungen. Und zwar jeweils ein Schmetterling auf einer Margerite.

Zum Thema Fotografieren von Schmetterlingen habe ich was Erfreuliches zu berichten. Vor kurzem habe ich ein paar Fotos bei flickr eingestellt. Darunter auch ein Foto, das zwei Kleine Sonnenröschen Bläulinge bei der Paarung zeigt. Dies Foto hat offenkundig großen Gefallen gefunden und wurde mit verschiedenen Awards bedacht. Dafür kann man sich zwar nix kaufen, aber es freut mich natürlich, wenn meine Bilder auch anderen Menschen gefallen.

Pusteblume – Pustekern

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Pusteblume - Pustekern

Manchmal – oft – lohnt es sich, die Dinge von Nahem zu betrachten. Ein unerschöpfliches Beispiel bietet die Pusteblume des Löwenzahns. Hier kann man sich gar nicht an den Details satt sehen.

Aufnahme am 14. Mai 2009 an der Böschung des renaturierten Sulzbachs in Dudweiler auf dem Weg nach Wilhelmshöhe, Jägersfreude.

Up up and away oder wir sind dann mal weg

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Pusteblume - Löwenzahn - Fallschirme

Da ich morgen mal unterwegs sein werde, passt dieses Foto, das ich heute Nachmittag geschossen habe, ganz gut.

Ich gebe ihm das Motto „Up, up and away“ oder „Wir sind dann mal weg“.

Written by Ronald

12. Mai 2009 at 20:17

Pusteblume Löwenzahn

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Pusteblume Loewenzahn

Pusteblume – Löwenzahn

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) gehört zu meinen Lieblingsblumen. Bereits sein Blütenstand ist eine leuchtende Freude, aber ganz besonders mag ich natürlich das Pusteblumenstadium.

Und wenn dann noch ein Schnappschuss wie dieser gelingt, dann ist die Freude besonders groß.

Dieses Exemplar sieht zwar schon arg zerrupft aus, aber es kann sich glücklich schätzen. Ein Großteil seiner Samen wurde bereits von Winde verweht und somit bestehen gute Chancen, dass im nächsten Jahr irgendwo – womöglich weit, weit entfernt – der Nachwuchs gedeihen möge.

Die Aufnahme entstand am 30. April 2009 bei einem Spaziergang über den Dudweiler Anger, der zurzeit das Besucherherz mit größeren und kleineren Löwenzahn- und Pusteblumenteppichen erfreut.

Zu Ehren des Löwenzahns und verwandter Pusteblumen habe ich hier einen Pusteblumen-Blog eingerichtet. Dort gibt es zahlreiche Löwenzahn- und Pusteblumen-Fotos sowie Löwenzahn- und Pusteblumen-Gedichte.

Written by Ronald

30. April 2009 at 15:48

Frühlingsblüten – Besenginster

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Besenginster Blüte

Besenginster – Blüte – Kolibri – Schmetterling

Heute muss ich mal niemanden fragen, um welche Pflanze es sich hier handelt. Mein „BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs“ lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass wir eine Blüte des Besenginsters (Sarothamnus scoparius) vor uns haben.

Besenginster – berichtet mein Pflanzenführer – ist an Wegrainen, Waldsäumen, auf Lichtungen, Böschungen und anderen sandigen, kalkarmen Standorten anzutreffen und er gilt als typische Pflanze für trockene Standorte. Der Name rührt daher, dass die Äste dieser Pflanze zur Besenherstellung verwendet werden. Außerdem nutzt man sie zur Fasergewinnung. Aufgrund des Gehalts an verschiedenen Alkaloiden wird Besenginster auch als Heilpflanze genutzt. Seine Inhaltsstoffe sollen auf das Herz und das Kreislaufsystem wirken. Aber Vorsicht – wie das mit Heilpflanzen gar nicht so selten ist: Die Pflanze ist an sich giftig! Also nicht hingehen und mal ein bisschen draufrumkauen!

Der Besenginster blüht zurzeit in einem Blumentopf auf meinem Wohnzimmerfenster. Vor ein paar Jahren habe ich bei Spaziergängen Samen jeglicher Art gesammelt und wahllos in die wenigen Blumentöpfe verstreut, die auf meinen Fensterbänken Platz finden (leider, leider habe ich keinen Balkon). Der Besenginster hält sich wacker in dem beengten Raum und erfreut mich im Frühling mit seiner gelben Blütenpracht. Mein Pflanzenführer meint, dass der Besenginster eine Höhe von 50 Zentimetern bis 2 Metern erreicht. Mein Blumentopfgewächs schafft es auf knapp 50 Zentimeter. Wesentlich mehr wird es aufgrund der beschränkten Erdmasse wohl kaum werden. Das ist auch gut so, schließlich soll ja auch noch Licht ins Zimmer gelangen.

Wenn man die Blüte genauer – oder nicht genau genug – anschaut, dann könnte man auch denken, das sei ein Schmetterling oder ein kolibriähnlicher kleiner Vogel mit langgestrecktem Saugrüssel oder Schnabel und hochgestellten Flügeln. Bei dieser Assoziation wundert es nicht, dass Besenginster laut meinem Pflanzenführer zu den Schmetterlingsblütengewächsen zählt.

Die Aufnahme entstand am 23. April 2009.

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Stichwörter:
Blumen, Blüten, Pflanzen, Ginster, Besenginster, Fotos, Bilder, Blumenfotos, Blumenbilder, Blütenfotos, Blütenbilder, Natur, Kolibri, Schmetterling, Frühling, Frühlingblüten