Herbstgedicht

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Libellen Gemeine Binsenjungfer

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Gemeine Binsenjungfer

Gemeine Binsenjungfer

Heute war ich mal wieder auf der Halde Lydia. Aber nicht oben auf dem Plateau, sondern nur rund um dem Haldenfuß. Am westlichen der beiden unteren Himmelsspiegel (das ist in diesem Bild der rechte und in diesem Bild der linke) befindet sich eine kleine schilfbewachsene Stelle. Dort konnte ich in aller Ruhe einige Libellen fotografieren. Darunter auch dieses Prachtexemplar. Offenbar handelt es sich hier um eine Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa; Englisch: Emerald Damselfly).

Die Binsenjungfer gehört zu den Kleinlibellen und wird nur etwa dreieinhalb Zentimenter lang. Da der Körper sehr langgestreckt ist, ist das Tier außerordentlich schmal und entsprechend schwer zu fotografieren. Man kann zwar schon im Naturzustand die Schönheit erkennen, aber die Farbenpracht kommt erst in der Vergrößerung richtig raus.

Eine weitere Aufnahme desselben Tieres habe ich bei Flickr eingestellt. Dort lässt sich bereits jetzt erahnen, dass dieses Foto nicht sehr viele Kommentare erhalten wird. Das deckt sich mit der bisherigen Erfahrung, dass meine Libellenfotos bei der Flickr-Gemeinde nicht gut ankommen. Vermutlich liegt dies daran, dass dort die Fotos in sehr kleinem Format abgebildet werden. Auf einem winzigen Foto ist von den winzigen Libellen fast nichts zu erkennen, so dass sich vermutlich kaum jemand die Mühe macht, das Bild näher zu betrachten. Würden die Fotos in größerem Format präsentiert, würden die Beurteilungen wohl anders ausfallen. Da die Flickr-Bewertungen ohnehin reine Spielerei sind, ist dies völlig irrelevant. Es macht aber immerhin deutlich, dass die Wirkung von Fotos sehr stark von der Bildgröße und der relativen Größe der relevanten Objekte abhängt.

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Systematik nach Wikipedia

Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Familie: Teichjungfern (Lestidae)
Gattung: Binsenjungfern (Lestes)
Art: Gemeine Binsenjungfer

Wissenschaftlicher Name
Lestes sponsa
(Hansemann, 1823)

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Gelbe Regentropfen – Gemeine Nachtkerze

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Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

Heute regnet es bei uns den ganzen Tag. Das wundert mich nicht, denn heute hat Hanni Geburtstag – und in meiner Erinnerung ist der 15. Juni ein Tag, an dem es (fast) immer regnet. Aber ich will hier keine Geschichte über Hanni erzählen. Die habe ich seit etwa fünfundzwanzig Jahren nicht mehr gesehen.

Stattdessen erzähle ich was über Regentropfen und Nachtkerzen. Und dabei hole ich weit aus: Ich wohne in einer Dachwohnung. Dort gibt es leider keinen Balkon. Die Wohnung hat zwar zehn Fenster, aber sieben davon sind schräge Dachfenster. Das heißt, es bleiben nur drei senkrecht stehende Fenster mit jeweils einer kleinen Fensterbank. Und diese drei Fensterbänke müssen Balkon und Garten ersetzen. Bei meiner Pflanzenliebe reicht das natürlich hinten und vorne nicht.

Für die wenigen Quadratzentimeterchen, die zur botanischen Erbauung genutzt werden können, habe ich drei Blumenkästen. Was dort wächst, stammt aus Samen, die ich vor Jahren in freier Wildbahn gesammelt habe. Die Pflanze, die dort am besten gedeiht, ist die Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, und die hat in den letzten Tagen angefangen zu blühen.

Als es heute Morgen so richtig heftig regnete, habe ich zwei Fotos der Nachtkerzenblüte mit Regentropfen gemacht. Leider ist bei meinen „Balkonfotos“ der Hintergrund nicht besonders schön.

Heute Mittag habe ich einen kurzen Regenspaziergang unternommen mit dem Ziel, Regentropfen zu fotografieren. Dabei habe ich auch die Nachtkerze noch einmal fotografiert, und zwar auf dem Wiesenstück zwischen Rathaus und Turmschule.

Über die Gemeine Nachtkerze weiß Wikipedia eine ganze Menge zu berichten. Zum Beispiel, dass sie Volksmund auch Nachtblume, Gelber Nachtschatten, Nachtschlüsselblume, Eierblume, Gelbe Rapunzel, Härekraut, Rapontika, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Schinkenwurz, Stolzer Heinrich, Weinblume oder Weinkraut und Hustenblume genannt wird. Dass sich die Blüten erst in der Abenddämmerung öffnen und meistens bis zum nächsten Mittag wieder verblüht sind. Dass das Öffnen der Blüten häufig innerhalb weniger Minuten in einer fließenden Bewegung erfolgt und dass die Schnelligkeit des Aufblühens bei keiner anderen in Mitteleuropa vorkommenden Pflanze zu beobachten ist. Dass die Bestäubung überwiegend von Nachtfaltern vorgenommen wird, welche im Sommer regelmäßig ca. 30 Minuten nach dem Öffnen der Blüten eintreffen, wenn der Duft am intensivsten ist. Dass sie als Nahrungsmittel verwandt wird und alte Sprichwörter behaupten, ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gäbe so viel Kraft wie ein Zentner Ochsenfleisch. Dass das aus Samen der Nachtkerze gewonnene fette Öl zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung von Neurodermitis eingesetzt wird. Und … und … und …
Wahrlich eine interessante Pflanze!

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Systematik nach Wikipedia
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Unterfamilie: Onagroideae
Gattung: Nachtkerzen (Oenothera)
Art: Gemeine Nachtkerze

Wissenschaftlicher Name
Oenothera biennis
L.

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Ach ja: Während ich diese Zeilen schreibe, prasselt – wie schon den ganzen Tag über – der Regen auf das Dachfenster.

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Ach ja, noch etwas ganz Wichtiges: Dieses Foto widme ich Hanni zu ihrem heutigen – wie (fast) immer regenreichen – Geburtstag.

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Dudweiler Panorama

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Dudweiler Turmschule Christuskirche St. Marien Kirche Rathaus

Dudweiler Panorama: Turmschule – Christuskirche – St. Marien Kirche – Rathaus

In den letzten Wochen habe ich nur Makroaufnahmen von Blüten und Insekten gezeigt. Es ist höchste Zeit, mal wieder etwas Größeres ins Blickfeld zu rücken. Also schauen wir mal wieder aus dem Fenster meines Arbeitszimmers, aus dem wir bereits hier und hier und hier geschaut haben.

Als ich am 11. Juni 2009 kurz nach 20 Uhr den Rechner ausschaltete, war ich überrascht einen Regenbogen zu sehen. Tagsüber hatte es mehrmals geregnet und ich hatte nicht darauf geachtet, dass es auch kurz zuvor geregnet hatte und nun die Sonne schien. Der Regenbogen ist zwar nicht sonderlich spektakulär – da haben wir schon Eindrucksvolleres gesehen -, aber auch die etwas schlichtere Variante ist ganz schön.

Dieser Regenbogen hat sich genau zwischen die evangelische Christuskirche (links) und die katholische St. Marien Kirche geschoben. Heute (Samstag, 13. Juni) ist in der Saarbrücker Zeitung zu lesen, dass die Christuskirche wegen altersbedingter Schäden am Dachstuhl bis auf Weiteres geschlossen ist. Aber das ist eigentlich nix Besonderes: Im Gegensatz zur katholischen Kirche, die tagsüber geöffnet ist, so dass man jederzeit das Kircheninnere besichtigen kann, ist die evangelische Kirche stets verschlossen und – normalerweise – nur zum Gottesdienst geöffnet. Aus diesem Grund habe ich die Christuskirche bisher nur ein einziges Mal besucht, nämlich am Tag der offenen Tür vor zwei Jahren. Damals habe ich auch den Turm bestiegen, aber wegen meiner blöden Höhenangst habe ich diese wunderbare Gelegenheit kaum genutzt. Vielleicht wird es in diesem Jahr besser; und wenn das Wetter mitspielt könnten wundervolle Fotos entstehen.

Am linken Bildrand leuchtet die Turmschule in der strahlend hellen Abendsonne. Wer weiß, vielleicht leuchtet sie ja deshalb so farbenfroh, weil sie in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.

Nachtrag: Aus dem Tag der offenen Tür ist in diesem Jahr leider nix geworden, so dass die nächste Turmbesteigung der Christuskirche noch warten muss.

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Schmetterlinge – Großes Ochsenauge

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Großes Ochsenauge

Heute hab ich mal wieder einen Schmetterling. Der ist mir zwar schon vor einer Weile begegnet – am 4. Juni – doch nun ist es an der Zeit, dass auch er einen Platz im Internet erhält. Schließlich will auch er berühmt werden.

Anhand meines Kosmos Tierführers ist zweifelsfrei zu erkennen, dass es sich hier um ein Großes Ochsenauge (Maniola jurtina) handelt. Der Gute war ein bisschen schüchtern und so habe ich ihn leider nicht besser vor die Linse gekriegt. Ohne den dicken Grashalm wäre es schöner gewesen. Aber was soll’s. Ist auch so recht ordentlich geworden. Gut zu erkennen ist er allemal.

Mein Kosmos Tierführer weiß zu berichten, dass das Große Ochsenauge von den Kanaren über Nordafrika und Europa bis nach Mittelasien verbreitet ist und dass dieser Falter auf allen Wiesentypen vorkommt, aber nicht auf ständig gemähten Rasenflächen. Ferner berichtet der Tierführer, dass das Große Ochsenauge zu der artenreichen Familie der Augenfalter gehört und dort einer der am häufigsten vorkommenden Vertreter ist. Die Augenflecken sollen dazu dienen, Vögel vom empfindlichen Körper des Schmetterlings abzulenken.

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Aufnahmeort: Sulzbachaue in Dudweiler kurz vor der Abzweigung nach Herrensohr.

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Systematik laut Wikipedia

Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Augenfalter (Satyrinae)
Gattung: Maniola
Art: Großes Ochsenauge

Wissenschaftlicher Name
Maniola jurtina
(Linnaeus, 1758)

Abflug – Hummel und Wiesen-Flockenblume

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Hummel Wiesen-Flockenblume

Heute führte – wie so oft in den letzten Tagen – mein Spaziergang wieder zur Sulzbachtalaue zwischen Dudweiler und Herrensohr.

Dort sind mir zwei neue Schmetterlingsarten vor die Linse gekommen, das eine ein Rostfarbiger Dickkopffalter, den anderen konnte ich noch nicht bestimmen. Außerdem noch weibliches Exmplar des Hauhechel-Bläulings (Polyommatus icarus), der uns ja bereits vertraut ist (ein posierfreudiges Männchen haben wir ja ebenso kennengelernt wie ein Bläulingspaar beim Hochzeitstanz).

Außerdem sind mir schöne Fotos von einer Hufeisen-Azurjunger gelungen (diese Libellenart haben wir bereits im Mini-Teich des katholischen Pfarrers kennengelernt).

Und dann natürlich etliche Blumen- und Pflanzenbilder. Vor allem Margeriten, Kamille, Spitz-Wegerich, Klee … und natürlich die Pusteblume des Löwenzahns.

Das Foto, das ich ausgewählt habe, ist zwar nicht das schönste von allen, aber ich finde es ganz nett. Just in dem Moment, als ich die Hummel bei ihrer bienenfleißigen Arbeit knipsen wollte, machte sie den Abflug. Zum Glück ist sie gerade noch voll im Bild, und man kann wunderbar erkennen, wie unglaublich schnell sich die Flügel bewegt haben. Und die Wiesen-Flockenblume hat allemal einen Platz in diesem Fotoblog verdient.

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Zur Wiesen-Flockenblume:

Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Wiesen-Flockenblume

Wissenschaftlicher Name
Centaurea jacea
L.

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Written by Ronald

8. Juni 2009 at 16:19

Junitage – Sommergedicht – Patricia Koelle

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Wiesen-Glockenblume

Wiesen-Glockenblume

Heute gibt es ein Frühlings-/Sommergedicht von Patricia Koelle

Junitage
© Patricia Koelle

Sonnwendewärts die Zeit verrinnt.
Wiesen wogen grüne Wellen,
zarte Glockenblumen stellen
hellblaue Fahnen in den Wind.

Die Nächte von den Tagen lernten
Sonnenwärme fest zu halten,
lange Träume zu verwalten.
Auf den Feldern ahnt man Ernten.

Im Gebüsch die Nachtigallen
letzte Liebeslieder streuen,
frühe Erdbeern uns erfreuen,
späte Fliederblüten fallen.

Tief kost ich jede Stunde hier
da ich weiß, die Gegenwart
ist einzig jetzt in ihrer Art.
Ich wünsch mir jeden Weg mit Dir.

Schau mit mir, ehe das Glück uns flieht
noch jeden Stern, den man uns schenkt
bevor der Herbst uns einmal lenkt,
in kühle Weiten Sehnsucht zieht.

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Dieses Gedicht findet sich auch auf Patricia Koelles bezaubendem Blog Alles voller Himmel.

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Das Foto entstand am 28. Mai 2009 in Dudweiler am Rande des Weges, der als Verlängerung der Albertstraße durch die Wiesen führt.

Pfingsten – Rosenmonat Juni

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Weiße Rose

Heute ist Pfingsmontag und der 1. Juni. Zu Pfingsten müsste ich eigentlich eine Pfingstrose präsentieren, aber ich habe kein einziges Pfingstrosenfoto.

Der Juni wird auch der Rosenmonat genannt. Da scheint eine Rose durchaus angemessen.

Zum Trost habe ich noch ein Pfingstgedicht. Das ist zwar nicht von mir, aber darauf kommt es ja auch nicht an.

Pfingsten
© Claudia Sperlich

Licht unter Schwingen der Taube
trägt und schwindet ganz sacht:
Geist senkt sich auf die Erde,
Einer hörts und gibt Acht.

Taubenschwingen im Lichte
schweben und steigen empor:
Geist hebt sich über die Erde,
Einer sagts anderen vor.

Einer schwingt sich im Lichte,
wie die Taube so hoch:
suchend, Ihn zu verstehen,
tasten die anderen noch.

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