Herbstgedicht

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Universität des Saarlandes Saarbrücken

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Universität des Saarlandes Saarbrücken

UdS – Universität des Saarlandes Saarbrücken – Dudweiler – Bergehalde Lydia – Sulzbach – Quierschied – Kraftwerk Weiher II – Bergehalde Göttelborn

Heute habe ich mal wieder den Schwarzenbergturm bestiegen. Der Schwarzenbergturm befindet sich auf dem Bergzug zwischen der Stadt Saarbrücken und der Universität des Saarlandes. Er bietet einen außergewöhnlichen Rundblick über die Region Saarbrücken bis nach Frankreich und in die Westpfalz.

Das Foto zeigt den Blick nach Norden. Unmittelbar im Vordergrund die Universität des Saarlandes. Wie man sieht, liegt die Saarbrücker Uni mitten im Wald. Noch schöner kann eine Universität kaum liegen.

Vielleicht sollte man die vielen Studienanfänger, die nun zum Beginn des Wintersemesters an die Saar-Uni strömen, auf den Schwarzenbergturm führen, damit sie rasch einen Überblick über die Uni erhalten.

„Hinter dem Berg“ erstreckt sich in der Waagerechten Dudweiler, das aber zum Großteil durch den Bergrücken verdeckt ist. Links oben ist die Bergehalde Lydia sehr gut zu erkennen (unmittelbar darunter befinden sich zwei große sehr flache Gebäude, nämlich die Einkaufsmärkte von Real und Metro; rechts daneben die Hochhäuser von Dudweiler Nord).

Am oberen Bildrand sind in der Mitte das Kohlekraftwerk Weiher II und die Grube Göttelborn mit der Bergehalde Göttelborn zu erkennen.

Rechts unterhalb sieht man Teile von Quierschied. Rechts davon Sulzbach – gut zu erkennen der Wasserturm.

Unterhalb des Kühlturm des Kraftwerks Weiher (unmittelbar unterhalb der „niedrigen Hochhäuser“) kann man die Türme der St. Marien Kirche und der Christuskirche in Dudweiler sehen.

Damit man einen Eindruck über die Entfernungen bekommt, habe ich die folgenden Distanzen auf einer Karte ausgemessen:

Schwarzenbergturm – Halde Lydia: 2,5 Kilometer
Schwarzenbergturm – Kühlturm Kraftwerk Weiher II: 4,8 Kilometer

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Halde Lydia Himmelsspiegel

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Halde Lydia Himmelsspiegel

Halde Lydia Himmelsspiegel Herbst Herbstfarben

Die Halde Lydia ist immer einen Ausflug wert. Zurzeit aber ganz besonders. Der Herbst hat Pinsel und Farbenpalette herausgeholt und malt die Landaft nun mit kräftigen Farben an.

Hier kann man sehen, wie die Halde Lydia am 17. März 2009 aussah. Die kleine „Pfütze“, die dort auf dem Bild den Himmel spiegelt, bildet auf dem heutigen Bild den Vordergrund.
Der baumbewachsene Hügel, der damals noch kahl war, zeigt heute sein buntes Herbstkleid.

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Das Foto entstand am 7. Oktober 2009 an einem der oberen Himmelsspiegel auf dem Plateau der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).

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Haldenkreuz Halde Lydia

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Haldenkreuz Halde Lydia

Vorab eine fototechnische Bemerkung: Da ein „richtiges“ Kreuz wesentlich höher ist als breit, hat ein Kreuz-Foto sinnvollerweise eher Hoch- als Querformat. Hochformat würde aber diesen Fotoblog sprengen, so dass wir hier mit dem ungünstigen Querformat Vorlieb nehmen müssen.

Heute war ich mal wieder auf der Halde Lydia, und ich wusste bereits im Voraus, dass mich dort eine Neuerung erwarten würde. Vor kurzem haben Jugendliche der Pfarreiengemeinschaft St. Josef in Fischbach und St. Paul in Quierschied mit Unterstützung der Quierschieder Feuerwehr auf dem Plateau der Halde ein sechs Meter hohes Kreuz errichtet. Als Gipfelkreuz kann man es nicht bezeichnen, das es nicht auf dem Haldengipfel steht, sondern auf dem Haldenplateau (auf der Westseite, der Fischbachtalseite).
Auf dem Lageplan: Markierung 9.

Außerdem gibt es seit ein paar Wochen sieben kleinere Stahlkreuze, die als Stationskreuze für Pilgerzüge dienen. Diese Kreuze sind jeweils in einer anderen Farbe lackiert. Da ich in der Regel die Halde aus Richtung Dudweiler (= Ostseite; Sulzbachtalseite) besuche, bin ich noch nicht allen sieben Stationskreuzen vorbeigekommen. Aber nach und nach werde ich wohl alle entdecken.

Bei meinem heutigen Haldenbesuch habe ich mich bemüht, nicht nach Fossilien zu suchen. Trotzdem habe ich drei recht schöne Stücke nach Hause gebracht. Ich habe auch einen großen Brocken entdeckt, auf dem eine sehr klare Zeichnung zu erkennen war, die nach allem was ich weiß wohl von einem Schachtelhalm stammt. Ein solch großen Abdruck habe ich bislang noch nicht gesehen. Der Brocken war aber viel zu schwer, so dass ich ihn dort oben liegen ließ.

Auf dem Hinweg ist mir ein wunderschöner großer Schmetterling begegnet – eindeutig ein Kaisermantel. Aber leider war der Kerl so hektisch, dass ich ihn nicht fotografieren konnte.

Auf dem Rückweg habe ich in zweieinhalb bis drei Metern Höhe auf einem Nadelbaum einen wunderschönen Schmetterling entdeckt, den ich nur im Profil fotografieren konnte. In meinem Tierführer findet sich leider keine Profilansicht, die mit diesem Exemplar vergleichbar wäre. Es wird also noch ein Weilchen dauern, bis ich weiß, zu welcher Art dieser Prachtkerl gehört.

Ein Nachtrag: Mittlerweile habe ich herausgefunden, um welchen Schmetterling es sich damals handelte. Es war ein Großer Schillerfalter (Apatura iris).

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Himmelsspiegel – Blick zur Halde Lydia

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Halde Lydia neue Himmelsspiegel

Wir haben gerade eben einen Blick von der Halde Lydia auf die neuen Himmelsspiegel geworfen. Und wie versprochen drehen wir nun den Spieß um und schauen von unten auf die Südspitze der Halde. Hier kann man erahnen, wie steil es von oben runtergeht – und vielleicht nachvollziehen, dass mir stets recht mulmig wird, wenn ich direkt am Rand stehe und auf die Himmelsspiegel blicke.

Man sieht sehr schön, dass am Haldenrand ein recht gemäßigt ansteigender Weg entlangführt. Auf diesem Weg kommt man auf bequeme Weise zum Haldenplateau, das nahe dem Nordrand erreicht wird. Man kann also sicheren Fußes an der Längsseite allmählich nach oben gelangen und dabei hat man ständig einen hervorragenden Blick auf den Urwald vor der Stadt (im Westen = linker Hand) oder in Gehrichtung (= nach Norden) den Blick auf Fischbach bis nach Qierschied und zur Grube Göttelborn und dem Kraftwerk Weiher, das in diesem Foto am Horizont hervorlugt.

Der Weg, der sich hingegen direkt am Steilhang hochwindet, ist weitaus steiler, als es den Anschein hat. Ich bin ihn von oben nach unten gegangen und an manchen Stellen habe ich gedacht, dass dies nicht unbedingt das Klügste war. Da geht es stellenweise schroff bergab. Aus diesem Grund möchte ich diesen Weg nicht gerade weiterempfehlen. Ohne festes Schuhwerk mit ordentlichem Sohlenprofil sollte man diese Strecke auf gar keinen Fall begehen.

Saarkohlenwald – Urwald vor den Toren der Stadt

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Halde Lydia Netzbachweiher Urwald vor den Toren der Stadt

Halde Lydia Netzbachweiher Urwald vor den Toren der Stadt

Blick von der Halde Lydia auf den Saarkohlenwald – Netzbachweiher und Urwald vor den Toren der Stadt

Es ist ja erst ein paar Tage her, dass wir von der Bergehalde Lydia aus einen Blick auf Netzbachweiher den und den Urwald vor den Toren der Stadt geworfen haben, der sich nun in voller Frühlingspracht zeigt.

Weil’s so schön war, werfen wir auch heute wieder einen Blick auf auf diesen Teil des Saarkohlenwalds. Wie vor ein paar Tagen befinden wir uns auf der Ebene der „neuen“ Himmelsspiegel, also unterhalb des Haldenplateaus. Diesmal stehen wir aber am südlichen Rand, der den beiden Himmelsspiegeln vorgelagert ist.

Die Szenerie ist uns von unserem zweiten Besuch der Halde Lydia vertraut, als wir zum ersten Mal die „neuen“ Himmelsspiegel erblickten. Damals – das ist grad einen Monat her – war von frühlingshaftem Grün noch arg wenig zu sehen. Dafür werden wir nun umso reichlicher belohnt.

Die Straße, die sich im Zick-Zack-Kurs den Berg hochschlängelt, ist die L 260. Sie führt zum Forsthaus Neuhaus und von dort aus geht es dann per L 259 weiter nach Riegelsberg. In der Scheune Neuhaus befindet sich das „Zentrum für Waldkultur“ und in gutem Sinne auch das Zentrum des Saarkohlenwaldes. Von verschiedenen Punkten entlang des Haldenrundwegs sind sogenannte „Sternwege“ angelegt, die jeweils über eine mehr oder weniger lange Strecke zur Scheune Neuhaus führen (Für diese Wanderungen muss man jeweils mehrere Stunden einplanen und die Gastronomie in der Scheune Neuhaus freut sich gewiss über die vielen hungrigen Wanderer, die aus dem Urwald herbeiströmen. Ob gelegentlich der ein oder andere Urwaldwanderer ein selbstgefangenes Wildschwein mitbringt, ist mir bislang noch nicht zu Ohren gekommen.)

Die Straße am linken Rand ist die L 127, die entlang des Fischbachs von Fischbach nach Saarbrücken Rußhütte führt und kurz vor Rußhütte ganz nah an der Halde Grühlingstraße vorbeiführt.

Diese Aufnahme entstand am 20. April 2009.

Dudweiler: Blick zur Halde Lydia

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Dudweiler: Blick zur Halde Lydia

Da es bereits Bilder von der Bergehalde Lydia gibt und noch zahlreiche folgen werden, will ich auch mal zeigen, wie groß diese Halde ist. Das erkennt man am besten, wenn man sie aus entsprechend großer Entfernung betrachtet.

Das Foto zeigt einen Blick über Dudweiler. Aufnahmestandort ist die kleine Aussichtsplattform vor der katholischen St. Marien Kirche, die wir ja bereits sehr gut kennen, weil dort der innere Teil des imposanten Doppelregenbogens entsprungen ist. Die Blickrichtung ist Nord-Nord-West. Im Vordergrund ragt der Turm des Dudweiler Rathauses in die Höhe. Das große helle Gebäude „rechts daneben“ (in Wirklichkeit mehr als zweihundert Meter entfernt) ist das Altenheim. Unterhalb der Bergehalde (im rechten Teil) erkennt man deutlich den Real-Markt. Ganz rechts oben auf der Höhe: Die Hochhäuser in Dudweiler-Nord.

Die Halde selbst liegt nicht mehr auf Dudweiler Gebiet; seit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurden unter anderem Fischbach und Camphausen, das zu Dudweiler gehörte, mit Quierschied zusammengelegt.

Aus dieser Perspektive wird deutlich, wie mächtig diese Halde ist. Und man kann sich ohne Weiteres vorstellen, dass man von dort oben einzigartige Ausblicke genießen kann. Man kann auch sehr gut erkennen, dass es sich – mit Ausnahme der Aufschüttung am rechten (nördlichen) Rand – um ein richtig flaches Plateau handelt. Und man kann sich sicherlich leicht vorstellen, dass einem dort oben ein ordentlicher Wind um die Ohren bläst.

Aufnahme am 19. März 2009, 14:03 Uhr.

Himmelsspiegel – Bergehalde Lydia

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Himmelsspiegel Bergehalde Lydia

Nachdem ich gestern der Bergehalde Lydia den ersten Besuch abgestattet habe – und ganz begeistert war -, habe ich das schöne Wetter genutzt und mich heute gleich zum zweiten Besuch auf den Weg gemacht.

Dabei habe ich auch die Südseite erkundet, die ich gestern völlig außer Acht gelassen habe. Voller Freude habe ich festgestellt, dass die Südspitze eine besondere Sehenswürdigkeit bietet: Tief unterhalb des oberen Plateaus finden sich auf einem weiteren Plateau die neuen Himmelsspiegel (auf dem oberen Plateau finden sich auch drei kleinere „Seen“, die als Himmelsspiegel bezeichnet werden, diese sind aber viel flacher, nicht so regelmäßig „rund“ und liegen nicht ganz so dicht beieinander). Eigentlich fände ich für die neuen Himmelsspiegel die Bezeichnung „Himmelsauge“ viel treffender. Warten wir mal ab, vielleicht greift jemand diesen Vorschlag auf und macht ihn populär.

Vom oberen Plateau aus hat man Richtung Süden, Süd-West einen herrlichen Blick über den Staatsforst Saarbrücken (Saarbrücker Urwald vor den Toren der Stade), nach Saarbrücken bis nach Frankreich.

Um selbst mal den Überblick zu kriegen, was auf diesem Foto was ist, habe ich eine Wanderkarte zu Rate gezogen: Am linken Bildrand schlängelt sich die Autobahn A 623 durch den Wald nach Saarbrücken; noch gut zu erkennen, da der Wald leider immer noch völlig winterkahl ist (nach etwa dreieinhalb Kilometern kommt man zur Halde Grühlingstraße). Die gerodete Fläche mit der deutlich sichtbaren schmalen Straße ist eine kleinere Haldenfläche. Die breite Straße, die in der Bildmitte „oberhalb der Augen“ zu sehen ist, ist die L 256, die einen Linksknick macht, die A 623 kreuzt und nach Herrensohr und Dudweiler führt. Die Zick-Zack-Straße ist die L 260, die am Netzbachweiher (kleiner Ausschnitt im Bild zu sehen) von der L 127 abzweigt und zum Forsthaus Neuhaus und von dort aus weiter nach Riegelsberg führt. Die L 127 führt über Rußhütte nach Saarbrücken. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man zwischen dem Verkehrsübungsplatz und der L 256 einen Zug erkennen (ob er Richtung Saarbrücken oder Richtung Quierschied fährt, kann ich nicht sagen; das müsste aber anhand des Fahrplans und dem Aufnahmezeitpunkt – 13:17 Uhr – leicht zu ermitteln sein).

Aufnahme am 18. März 2009.

Hier gibt es einen sehr ähnlichen Blick auf die Himmelsspiegel – knapp einen Monat später aufgenommen.

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Bergehalde Lydia

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Bergehalde Lydia

Heute – 17. März 2009 – habe ich zum ersten Mal die Bergehalde Lydia besucht. Und dies ist das erste Foto, das ich dort aufgenommen habe.
Mit Sicherheit werde ich diese Halde noch öfter besuchen und den Wandel der vielfältigen Aussichten, die diese Kunstlandschaft bietet, über den Jahresverlauf dokumentieren.

Zunächst mal ein paar kurze Informationen:

Das Saarland hat viele Berge. Die sind zwar nicht besonders hoch, aber doch sehr zahlreich. Aber mit den saarländischen Bergen ist das so eine Sache – nicht alle sind echt. Genauer gesagt: Einige saarländische Berge sind gar nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern durch Menschenhand erschaffen. Aus Schutthalden, die im Rahmen des Kohleabbaus angehäuft wurden, sind hohe Berge entstanden, die im Laufe der Zeit von der Natur erobert wurden und die – wenn man nicht genauer hinschaut – wie echte Berge wirken.

Die Bergehalde Lydia ist ein solches von Menschenhand geschaffenes Gebilde. Sie liegt im Norden von Saarbrücken auf dem langgestreckten Bergzug der Grühlingshöhe, die das Fischbachtal (Westseite) und das Sulzbachtal (Ostseite) voneinander trennt. Der gigantische Schuttberg, der durch sein ebenes Plateau leicht als Kunstprodukt erkennbar ist, wurde in den letzten Jahren rekultiviert und soll nun als Bestandteil des Haldenrundwegs im Saarkohlenwald Touristen anlocken. In der Tat bietet das Plateau faszinierende Aussichten. Auf der Westseite erstreckt sich ein großes Waldgebiet, das nicht mehr weiter bewirtschaftet werden darf und sich zu einem Urwald entwickeln soll. Auf der Ostseite hat man einen hervorragenden Blick auf Dudweiler und das Sulzbachtal und die Berge, die das Tal von Osten her begrenzen. Im Norden ragt das Kraftwerk Weiher (Göttelborn / Quierschied) über den Bergrücken. Im Foto ist die Dampfwolke erkennbar, die der Kühlturm gen Himmel schickt. Man muss vom Aufnahmestandort nur ein bisschen weiter nach links laufen, dann hat man einen guten Blick auf das Kraftwerk und die Halde Göttelborn, die ebenfalls zum Haldenrundweg gehört.

Den folgenden Text habe ich auf der Webseite der RAG Montan Immobilien gefunden:
Nach einem Leitbild des EU-Projekts SAUL (Sustainable and Accessible Urban Landscapes) rekultiviert, zeigt die Halde Lydia im saarländischen Quierschied beispielhaft, wie ehemalige Bergbaustandorte einen Beitrag zum Strukturwandel leisten können. Das künstliche Landschaftsbauwerk gehört zum Haldenrundweg im Saarkohlenwald und fasziniert seine Besucher vor allem durch den in das Plateau eingelassenen, mit Regenwasser gefüllten „Himmelsspiegel“.
Quelle: http://www.rag-montan-immobilien.de/index.php?SiteID=182

Auf dem Lageplan: Blick von 15 nach 2.
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